Forum für anthroposophisch sakramentales Handeln



Obwohl es einige kultisch aktive Kreise innerhalb der anthroposophischen Bewegung gibt ( ich will hier z.B. den wohl ältesten nennen: den Kreis um den verstorbenen Fred Poeppig ), sind die hier gehandhabten Kultustexte und -formen meist nur Insidern bekannt und zugänglich. Es herrscht eine "Angst" sich zu outen und erst recht gegenüber dem und im Medium Internet.
Ja, selbst der «freie christliche» Kultus in den Freien Waldorfschulen findet (zwar bei uns seine Veröffentlichung, aber) auf den Websites weder des Bundes der Freien Waldorfschulen noch der Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule in Dornach am Goetheanum eine Behandlung.


Folgend wollen wir hier in diesem
F O R U M
auch - und gerne -
a n d e r e
, anthroposophisch begründete B e m ü h u n g e n
anführen und zu Worte kommen lassen :







Freie Eucharistie-Feier



Nur eine Gruppe (wenn es noch weitere gibt, sind wir für eine Mitteilung dankbar!) findet sich mit ihren kultischen Bemühungen im Internet :
http://www.hermetika-aorim.de
Diese Seite (wird gerade überarbeitet) ist zwar auch eine Plattform für eine Arbeit mit einem anthroposophisch orientierten und begründeten Reiki, interessant sind aber
- für uns hier - die Texte für eine

F R E I E . E U C H A R I S T I E F E I E R
mit einem Text für Verstorbene, mit Zeitengebeten
und neuerdings auch mit der Taufe.

Diese «Freie Eucharistiefeier» bezieht in gewohnter Weise die "indirekte" Kommunion, also die Kommunion mit den Substanzen Brot und Wein, ein,
wird von Nichtgeweihten ("Laien") durchgeführt
und ist nicht von irgendeiner Institution oder Rechteinhaber abhängig,
also ein wirklich freier Kultus, nur dem Christus verpflichtet.
Es ist ein hoch spiritueller und glaubwürdiger Text, der überall und von jedermann (so er/sie fähig und würdig dazu ist) für "freie Feiern" wirksam gehandhabt werden kann, wenn man eine "laienpriesterliche" Messe-Feier mit Brot und Wein sucht
und ein Text von Rudolf Steiner selbst nicht erstrangig ist.

Weil dieser Text nicht - wie sonst üblich für "anthroposophisch" begründete Kultus-Texte - mittels des Urhebergesetzes zurückgehalten wird, kann er auch erforscht und gegangen werden.
Er findet sich
als und unter Download auf obiger Seite (http://www.aorim.de/)
(Sie können den Text auch gedruckt innerhalb des «Arbeitsmaterials zur Kultus-Frage» TEIL 5 «Texte im Vergleich» [Verzeichnis Arbeitsmaterial] erhalten.)




Folgend eine Bemerkung zu der Handlung
von Hergen Noordendorp :


Warum eine Freie Eucharistiefeier?

Es ist sicherlich die Frage erlaubt, weshalb zu den schon vorhandenen Gottesdienstformen mit Eucharistiefeier oder zu reinen Wortgottesdiensten noch eine weitere Liturgie hinzugefügt werden soll, die im Aorim Reiki Shiki® als hermetische Eucharistiefeier bezeichnet wird. Dazu muss zunächst auf etwas hingeblickt werden, das alle herkömmlichen Gottesdienstfeiern auszeichnet:

Es ist das Amt eines Priesters, Pfarrers, Imams oder sonst einer geistlichen Person, die vermittelnd zwischen dem Göttlichen und der Gemeinde wirksam ist.

Strukturen und Organisationen von Glaubensgemeinschaften mit dem vermittelnden Amt eines Geistlichen ordnen sich in die Richtung »von oben nach unten«, will sagen, dass ein Göttliches oben über eine geweihte oder ordinierte Person zu einer Gemeinde nach unten vermittelt wird. Verbunden hiermit sind oftmals sehr differenzierte und strikte Lehr- und Verhaltenskodices, denen sich ein Gläubiger anzubequemen hat, und deren Einhaltung die Priesterschaft oder Kaste der Geistlichen als in ihrem Recht und ihrer Pflicht liegend ansieht.

Nun zeigt die geistige Entwicklung der Menschheit, dass das menschliche Individuum immer selbständiger, also immer selbstbestimmender für seine innersten Angelegenheiten wird. Diese Entwicklung verwirklicht sich mit solchem Nachdruck, dass sie immer mehr in Gegensatz zu den Prinzipien aller herkömmlichen Glaubensgemeinschaften gerät. Was liegt dem zu Grunde?

Die Entwicklung zu geistiger Selbstständigkeit verlagert die ehemalige Blickrichtung »von oben nach unten« in eine solche, die im Zentrum der Individualität den Ausgangspunkt sucht und von dort in den Umkreis geht, also »von innen nach außen«. Hier wird das Innerste zum Höchsten und der Umkreis zu dem, was mit dem Unten oder der menschlichen Persönlichkeit korrespondiert. In dieser Mitte wird zunächst instinktiv, dann immer bewusster, das Erlebnis von innerer Aufrichtekraft gesucht. Aber man sucht diese hier jetzt nicht als ein irgendwie geartetes Göttliches »oben« oder »in den Weiten des Weltalls« oder »hinter den Sternen« usw., sondern als im Kern des eigenen Wesens oder der eigenen Identität auffindbar. Ein Menschenwesen, das immer selbstständiger und selbstbestimmender wird, fühlt immer größere Schwierigkeiten, wenn es seine innere Stärke und das daran gebundene Wertesystem an und bei Prinzipien suchen soll, die ihm von außerhalb seiner selbst verordnet werden.

Dennoch möchte solch ein Mensch etwas finden können, was ihn so sicher stärkt und erfüllt, wie es in alten Liturgien durch die Vermittlung des Priesters geschah. Und weil das Oben-Unten für ihn nicht mehr Bedeutung hat, wird er also die ersehnte Stärkung im ewigen Zentrum seines Wesens selbst suchen. Das ist aber nur möglich, wenn ein Göttliches innerhalb der eigenen Ichhaftigkeit auch tatsächlich auffindbar ist und von diesem Ich in heiliger Erhabenheit erlebt werden kann.

Wenn ein Mensch einmal damit begonnen hat, Ideale und göttliche Prinzipien im Zentrum seines Eigenwesens zu suchen, dann ist die Situation da, dass hier kein Priester oder Geistlicher mehr vermittelnd tätig werden kann. Für solch einen Menschen verliert auch jede auf dem Prinzip »oben-unten« aufgebaute Glaubensgemeinschaft und geistliche Betreuung eine tragende Bedeutung. Jedoch verliert sich keinesfalls die Sehnsucht nach einem religiösen, evtl. auch liturgisch-kultischen Element, in dem sich ein Verkehr des Göttlichen mit dem Menschen vollziehen kann, jetzt aber von innen nach außen.

Die hauptsächlichste Änderung gegenüber aller etablierten Religiosität besteht darin, dass dieses Göttliche nun selbst übersinnlich während der Liturgie das Amt des Priesters übernimmt. Für die mitteleuropäische Hermetik ist dieses Göttliche die Christuswesenheit, die ätherisch aus dem menschlichen Inneren heraus als Priester geistig und völlig autonom handelt getreu dem Pauluswort:

Nun lebe ja keineswegs ich. Es lebt der Christus in mir. Das, was ich im Physischen als Leben trage, kann ich nur deshalb als Leben tragen, weil es seine Wirklichkeit durch den Sohn des Gottes erhält, der mich liebt und sich für mich hingibt. Nur so würdige ich die Gnade des Gottes. Denn hätte das Gesetz Gerechtigkeit gebracht, wäre der Tod Christi völlig überflüssig gewesen. Galatherbrief 2, 20-21 (Übersetzung aus dem Griechischen durch den Verfasser.)

Nach hermetischer Auffassung kann der Christus als dasjenige göttliche Wesen erlebt werden, das gemäß diesem Pauluswort als das innerste, erhabenste Göttliche in jedem individuellen Menschen-Ich auffindbar wird, wenn dieses Ich nach ihm sucht. Damit soll nicht gesagt sein, dass der Mensch mit Christus identisch sei. Aber man hat es doch so zu denken, dass das einzelne menschliche Ich so zum Christus steht, wie der Regentropfen zum Ozean. Beide haben dieselbe Substanz, aber der Ozean ist alle Wassertropfen in eins und zugleich mehr als ihre bloße Summe.

Mit dem Christus in sich, kann jeder Mensch, der zu solch einer inneren Findung gelangt, dann in immer wieder neu sich bildende Gemeinschaften mit anderen gleichgesinnten Menschen eintreten und liturgisch-kultische Feiern vollziehen. Diese können so viele Formen annehmen, als sich Menschen jeweils zusammenfinden, um ihr religiöses Bedürfnis zu verwirklichen.

Die hier inrede stehende hermetische Eucharistiefeier ist eine dieser möglichen Formen und wird seit geraumer Zeit von verschiedenen Menschen vollzogen. Sie steht jedem offen, der für sich selbst etwas Berechtigtes in ihr sehen zu können glaubt und sie deshalb mitvollziehen möchte. Diese Eucharistiefeier hat weder Namen noch eine kirchliche Organisation.

Sie vollzieht sich durch eine viergegliederte Liturgie hindurch, die auf den Urprinzipien kultischer Formen aufbaut: der Verkündigung, Darbringung der Gaben, Wandlung und Vereinigung. Menschen, die diese Feier bisher ausgeübt haben, taten das vielfach zusammen mit Verstorbenen, zu denen sie ein Verhältnis haben, indem sie diese geistig zur Feier einluden und sodann auch als anwesend erlebten.








Fred Poeppig


Relevant wären noch die kultischen Bemühungen und -Feiern zu erwähnen, die durch
F r e d . P o e p p i g
entstanden sind.
Dieser konnte noch Rudolf Steiner nach einem anthroposophisch orientierten Kultus fragen und bekam von ihm die Ermutigung selbst daran zu arbeiten und einen Kultus zu gestalten.
Das tat Poeppig und entwickelte einen Kreis von Handlungen
die allerdings sehr an eine freimaurerische Form
und die des von Steiner eingestellten Misraim-Dienstes anknüpfen.
Leider ist dieser Kultus nur auf Einladung zugänglich,
auch die Kultus-Texte sind öffentlich nicht erhältlich.
Da auch keine Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird,
ist - zumindestens mir - z.Z. nicht bekannt ob und wo diese Handlungen noch vollzogen werden, nachdem die Gruppe vor einigen Jahren wegen inhaltlicher und sozialer Differenzen auseinander gegangen ist ...
( Es gibt eine Veröffentlichung zum Thema:
«Der umgekehrte Kultus und der kosmische Kultus»
von Paul Hofmann & Fred Poeppig
ISBN 3-928094-02-5, 1990, Selbstverlag:
Paul Hofmann, Messestr. 4, 6970 Lauda-Königshofen
[ Adresse wohl veraltet... ] )
Wenn Sie hierzu Näheres wissen
(oder sich die Gruppe melden könnte)
höre ich dies gerne,
bzw. wenn Sie Kontakte suchen, kann ich eine Adresse nennen.
VDL, über Unsere EMail-Adresse !












Durch diese Hinweise
soll hier nochmals deutlich werden, dass es uns nicht um wiederum monopolistische Bestrebungen geht.
Es gibt "viele Wege zu Gott"!
Nicht für jeden ist jede Handlung geeignet oder möglich
...deshalb gibt es so viele.




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