In dem Augenblick, in dem man sich endgültig
einer Aufgabe verschreibt,
bewegt sich die Vorsehung auch.
Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären,
geschehen, um einem zu helfen.
Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt
durch die Entscheidung,
und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene
Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen,
die sich kein Mensch vorher so erträumt haben könnte.
Was immer Du kannst, beginne es.
Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.
Beginne jetzt.

Johann Wolfgang von Goethe








Initiative Freie christliche Arbeits-Gemeinschaft



«Der Anstoß hierzu war die Erfahrung,
dass über diese Fragen in anthroposophischen Kreisen
weitgehend Unklarheit herrscht.
Des Weiteren war es die Erkenntnis,
dass im Hinblick auf die Jahrtausendwende,
wenn das Böse verstärkt zur Wirksamkeit kommt,
in anthroposophischen Gemeinschaften verstärkt
esoterisch und sakramental kultisch gehandelt werden muss.
... weil die Zeit reif ist, dass in weiteren Kreisen
verstärkt esoterisch, sakramental kultisch
gearbeitet werden muss
und die Jahresfeste aus dieser Arbeit gestaltet werden,
damit die Niedergangskräfte
in Aufgangskräfte verwandelt werden können.»
(Paul Hofmann)


«Eine kultische Arbeit in der anthroposophischen Bewegung
muss aus dem selben geistigen Strom hervorgehen wie die Schulhandlungen,
gewissermassen eine Fortsetzung dessen,
was in Form und Inhalt in der Opferfeier gegeben war...».
(Rudolf Steiner zu René Maikowski, GA 269 [1997], S.133.)

Die freien christlichen Handlungen können «überall gehalten werden,
wo Menschen sind, die sie wünschen!»
(Rudolf Steiner, GA 269.)


«Dadurch, dass die Menschen freiwillig ihre Gefühle zusammenstrahlen lassen, wird wiederum etwas über den bloß emanzipierten Menschen hinaus gebildet. Der emanzipierte Mensch hat seine individuelle Seele. ... Aber dadurch, dass die Menschen sich in freiwilligen Zusammenhängen zusammenfinden, gruppieren sie sich um Mittelpunkte herum. Die Gefühle, die so zu einem Mittelpunkt zusammenströmen, geben nun wiederum Wesenheiten Veranlassung, wie eine Art von Gruppenseele zu wirken.
Alle früheren Gruppenseelen waren Wesenheiten, die den Menschen unfrei machten. Diese neuen Wesenheiten aber sind vereinbar mit der völligen Freiheit und Individualität der Menschen. Ja, wir dürfen sagen, sie fristen in einer gewissen Beziehung ihr Dasein von der menschlichen Einigkeit; und es wird in den Seelen der Menschen selbst liegen, ob sie möglichst vielen solcher höheren Seelen Gelegenheit geben, hersunterzusteigen zu den Menschen, oder ob sie es nicht tun. ... Je mehr Zusammenhänge gebildet werden, und je mehr da Gemeinschaftsgefühle ausgebildet werden, desto mehr erhabene Wesenheiten werden zu den Menschen heruntersteigen, und desto schneller wird der Erdenplanet vergeistigt werden.»
(Rudolf Steiner, 1.6.1908, Berlin)

«Wir müssen selbst den Anfang machen. Michael wartet ab. Sobald man aber Mut fasst und etwas anfängt, dann hilft er. Wenn man sozial sein will, muss man also auch den Mut haben, dem Widerstand der Wirklichkeit zu begegnen. Unsere Aufgabe ist es daher, hier eine christliche Infrastruktur aufzubauen. Das ist meine große Sorge, ob das gelingen wird. Es ist unsere Aufgabe als Anthroposophen, diese christliche Infrastruktur zu bilden, damit die Atmosphäre mit einem christlichen Licht durchstrahlt wird. Dann haben wir die Grundlage geschaffen für unsere Zukunft in dem großen Geisteskampf, worin wir stehen.»
(Bernard Lievegoed in «INFO-3», 11/90)

Das ist das Geheimnis des Fortschritts der zukünftigen Menschheit, aus Gemeinschaften heraus zu wirken.»
(Rudolf Steiner, 23.11.1905, Berlin)

«Gemeinschaften im Geiste der Anthroposophie Rudolf Steiners sollten einmal Inseln werden, in denen das Leben des Geistes die Katastrophen, welche am Ende des Jahrhunderts die Menschheit von allen Seiten überwältigen werden, überleben kann.»
(Alfred Heidenreich, Nachruf auf Karl König, in Mitteilungen der AG in GB.)







allein oder gemeinsam ?


Ein jeder Christ - und somit auch (und erst recht) der Anthroposoph -
kann und soll dem Du beistehen, in jeder Beziehung,
also auch kultisch, sakramental.
Das wird immer davon ausgehen, wo auch meine spirituellen Bedürfnisse und Möglichkeiten, meine karmischen Standpunkte liegen
und wird so sich immer ganz individuell gestalten, äußern, meine Wege lenken.
Das muss ich nicht unbedingt selbst tun, ich kann es auch delegieren an eine Kirche, Gemeinschaft, an einen Priester, Liturgen, etc. .
Das kann ich als autonomer Christ im Hinblick auf Seine Gegenwart aber auch ganz individuell in die Hand nehmen, mich in Seine Hand begeben;
aber das kann auch für die freien christlichen Sakramente innerhalb einer Kultus-Gemeinschaft sein, die dann allerdings ganz anders als traditionell gegründet ist.
Für die freien christlichen Sakramente gibt es keine Vorschriften (außer für die Handlungen innerhalb und in Verantwortung der Freien Waldorfschulen und Heimen [denn jede Kultus ergreifende Gemeinschaft kann und muss sich selbst und autonom organisieren] ).
Der freie christliche Impuls - wie wir ihn vertreten - steht jedem wahrhaftig Strebenden offen.
Deshalb kann immer wieder nur ermutigt werden, dem Bruder auch tatsächlich in den Hoch-Zeiten des Lebens beizustehen. Dass das möglich ist, dazu sind die Kultus-Texte im Kultus-Handbuch «Die Sakramente...» auch veröffentlicht.
Sie können diese aufgreifen, sich einarbeiten, etc. und mit Seiner Kraft und Gnade Sein Licht ausstrahlen lassen.
Der freie christliche Impuls gründet in der «moralischen Intuition» eines «ethischen Individualismus», wie ihn Rudolf Steiner in seiner «Philosophie der Freiheit» postuliert hat. Es ist ein Impuls der die «Freiheit des Christenmenschen» aufgreift und möglich macht. (Deshalb sind auch alle hier auf dieser Website angeführten Argumente unsere, bzw. meine (VDL) Perspektiven, Hypothesen... Für Sie können diese nur Anregung sein.)
Sie als Handelnder haben Ihre Handlung zu verantworten ... "frei" muss auch frei sein !
(Denn es sind nicht "unsere" Texte!)




Auf der anderen Seite wollen sich - aus freier Entscheidung -
innerhalb der
«Initiativen für ein freies christliches,
anthroposophisch sakramentales Handeln»
kultisch-sakramental engagierte bzw. tätige Anthroposophen in einer

Freien christlichen Arbeits-Gemeinschaft

zu einer spirituell kraftvollen, verbindlichen Trage-Schale-Gemeinschaft zusammenfinden,
die den «freien christlichen» Impuls Rudolf Steiners
wieder konkret aufgreifen, intensiv erarbeiten und praktisch, tatsächlich verfügbar machen
und langfristig gegenüber Erden- und Geisteswelt garantieren wollen
und zwar unter folgenden



« L e i t s t e r n e n » :
( Skizzen zur Schale-Bildung)

+ DAS ALLGEMEINE PRIESTERTUM . . . ( Christus-in-mir )
( = mit "direkter", intim-individueller, nicht äußerlich kirchlicher Weihe; im brüderlichen Wirken, ohne Hierarchie: die "Weihe" kann nur ER erteilen, keine Institutionen und sie erhebt NICHT in einen "höheren" Stand [= "Zwei-Stände-System"] der allein zum sakramentalen Handeln berechtigen würde (sondern macht mich zum Diener des Du -> Fußwaschung)
- siehe die Erläuterungen in
Zur Freiheit des Christen und Nur mit Weihe? )

+ DIE SAKRAMENTE STEINERS . . . ( Ihm Dienen )
( = die von Rudolf Steiner erfassten und formulierten, die individuellen Möglichkeiten berücksichtigende, sieben Sakramente; was auch weitere kultische Handlungen aus dem individuellen und/oder gemeinschaftlichen- Erfassen des Lebens- und Jahreslaufes einschließt, herausfordert.
- siehe
Die SAKRAMENTS-TEXTE )

+ DIE ANTHROPOSOPHIE . . . ( Ihn Erkennen )
( = in freier und autonomer Weise [Anthroposoph-Sein hängt nicht an irgendeiner Mitgliedschaft], aber im Streben um Ver-Wirklich-ung der Anthroposophie im eigenen Schulungsweg, im Miteinander und für die Welt [wozu zumeist die brüderliche Mit- und Zusammenarbeit als Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft in jedoch undogmatischer und fortschrittlicher Weise versucht wird]
- siehe
Anthroposophie und Erkenntnis - Religion - Kultus ? )

+ DER SOZIALIMPULS STEINERS . . . ( Er im Du )
( = dieser war ein Mikro- [JCh und Du] / Meso- [Gemeinschaftsbildung] und Makro-
[= Staatswesen, "Dreigliederung", politische Engagement] -sozialer ...
ein Impuls für ein Engagement für eine "bessere Welt" ...]
- siehe dazu auch
Urielische Betrachtungen, Der Sozialimpuls, Schale ERbilden, Befreiungtheologie ).


Zu den Prinzipien eines Netzwerkes siehe : Netzwerk bauen !
Siehe auch : Gemeinschaft Freier Christen !




Momentan sind wir dabei,
eine verbindliche KONSTITUTION
für solch eine Kultus-Trage-Gemeinschaft zu erarbeiten.
Sie umfasst
- den Blick auf den Ernst der Zeit als Beweggrund,
- die sieben Sakramente in der Fassung Rudolf Steiners als Aufgabe,
- die konkrete und spirituelle Gemeinschaft,
- die Anthroposophie als unsere Grundlage.


Sobald diese Freie christliche Arbeits-Gemeinschaft
verbindlich begründet ist, hören Sie an dieser Stelle davon.
(Wenn Sie sich in intensiver Weise aufgerufen fühlen hieran mitzuwirken,
melden Sie sich! -> bei V.D.Lambertz: Unsere EMail-Adresse.)





«Menschen finden sich, die einen Impuls gemeinsam haben.
Ein Impuls ist eine konkrete geistige Kraft, die als ein reales Ideal Besitz von ihnen ergriffen hat und dem sie ihr Leben weihen wollen. Diesen Impuls haben sie auch in dem Andern erkannt, und sie treten zusammen zu dem Gelöbnis, dieser Kraft, die sie als ein Höheres, als etwas im Verhältnis zum Menschen Vollkommeneres erleben, die Treue zu halten und einander in diesem Streben zu unterstützen. So bilden sie eine Schale, die das lebendige Wirken dieser Kraft auffängt. Es ist die Form, die dem Geist erst Macht verleiht. - Im Gegensatz zur "Gemeinschaft" stehen die Gefährten mit dem Rücken zueinander: Jeder steht in seinem eigenen Arbeitskreis. Man braucht einander nur selten zu begegnen. Aber bei jedem Schritt im Leben spürt man die geistige Anwesenheit aller anderen: mahnend oder helfend, um die Situation im Sinne des Impulses zu meistern.»
(Dieter Brüll, «Bausteine für einen sozialen Sakramentalismus», S.157.)

«... was in der Gemeinsamkeit begnadend empfangen (und auch erarbeitet) ist, ist nicht zur Erbauung der Mitglieder da. Es will gesundend ausfließen in die Gesellschaft ... übernimmt die Gemeinsamkeit als Ganzes die Verantwortung. Sie sendet aus und verpflichtet sich dadurch, geistig die Arbeit der Gesandten nicht nur mitzuvollziehen - das ist ja der Grund ihres Daseins -, sondern diese mit ihren Gebeten oder Meditationen weiterzubegleiten.
Die Aussendung hat ein biblisches Urbild. ... Wenn sie dann zurückkehren, zeigt sich, dass Er sie auf ihrem Weg begleitet hat (Lk.10). So mag auch die Schale, also der Zusammenklang der Mitglieder, hinter und neben den Gesandten stehen, ihre Mission zu unterstützen. Dann können sie 'Lämmer unter Wölfen' sein. ...
Es ist das Mehr, das dem Gesandten mitgegeben wird, und, um der Gerechtigkeit willen, auch das Weniger, das für die Gemeinsamkeit übrig bleibt. Im Sozialen müssen wir absehen von dem trostreichen Gedanken, dass die gute Tat belohnt wird.»
(Dieter Brüll, «Bausteine für einen sozialen Sakramentalismus», S.164ff.)


Dabei stehen wir innerhalb einer Gemeinschaft Freier Christen !



Alle unsere Impulse entspringen Seiner lebendigen Gegenwart und sind so immer ein Werden, ein Antworten auf die Fragen, Bedürfnisse und Möglichkeiten, die Not-wendigkeiten der Zeit und Menschen :
«Nehmen sie auch so etwas als einen Anfang hin, und wissen sie, dass da, wo man in ehrlicher Weise einen solchen Anfang will, sich schon auch die Kräfte finden werden zur Verbesserung desjenigen, was in einem solchen Anfange gegeben werden kann. ... Es wird ihnen aber gerade an diesem Beispiel klar sein können, wie überall eben aus dem Lebendigen heraus das Kultusartige gesucht werden muss. ... Etwas Prinzipielles kann es im Leben der Welt überhaupt nicht geben, sondern es kann nur das sich in Leben Wandelnde geben. Das darf man nicht als eine Inkonsequenz betrachten, sondern als eine Forderung des Lebens selbst.»
(Rudolf Steiner, GA 269)








Es siehet der Mensch
Mit dem welt'erzeugten Auge;
Ihn bindet, was er siehet,
An Weltenfreude und Weltenschmerz,
Es bindet ihn an alles,
Was da wird, aber minder nicht
An alles, was da stürzet
In Abgrundes finstre Reiche.

Es schauet der Mensch
Mit dem geist'verlieh'nen Auge;
Ihn bindet, was er schauet,
An Geisteshoffnung und Geistes-Halte-Kraft;
Es bindet ihn an alles,
Was in Ewigkeiten wurzelt
Und in Ewigkeiten Früchte trägt.

Aber schauen kann der Mensch
Nur, wenn er des Innern Auge
Selber fühlet als Geistes-Gottes-Glied,
Das auf der Seele Schauplatz
Im Menschen-Leibes-Tempel
Der Götter Taten wirket.

Es ist die Menschheit
Im Vergessen an das Gottes-Innre,
Wir aber wollen es nehmen
In des Bewusstseins helles Licht,
Und tragen über Schutt und Asche
Der Götter Flamme im Menschenherzen.
So mögen Blitze unsre Sinneshäuser
In Schutt zerschmettern;
Wir errichten Seelenhäuser
Aus der Erkenntnis
Eisenfestem Lichtesweben.
Und Untergang des Äußern
Soll werden Aufgang
Des Seelen-Innersten.

Das Leid dringet heran
Aus Stoffes-Kraft Gewalten;
Die Hoffnung leuchtet,
Auch wenn Finsternis uns umwallt;
Und sie wird dereinst
In unsre Erinnerung dringen,
Wenn wir nach der Finsternis
Im Lichte wieder leben dürfen.
Wir wollen nicht, dass diese Leuchte
Dereinst in künft'gen Helligkeiten uns fehle,
Weil wir sie jetzt im Leide
Nicht in unsre Seelen eingepflanzet haben.

(Rudolf Steiner, An die Berliner Freunde, 10/1923)











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