Wollen Sie die Hoch-Zeiten des Lebens
sakramental, liturgisch gestalten (lassen)
tauchen verschiedene praktische Fragen auf.
Hier
sollen dazu Informationen gegeben werden :










Heirat ohne Standesamt


Nur kirchlich heiraten,
ohne Standesamt ?!


Keinen Unterhalt, kein Erbrecht, keinen Steuerfreibetrag, keine Schutzvorschriften und auch kein Zugewinnausgleich – wer nur kirchlich Heiratet, hat auf den ersten Blick wenig Vorteile.
Trotzdem ist die Eheschließung ohne Standesamt ab Januar möglich.
Und wird bei einigen die bisherigen Hochzeitsrituale verändern.

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ist das Recht der Eheschließung grundlegend verändert worden.
Künftig darf sich ein Paar auch dann kirchlich trauen lassen, wenn es zuvor nicht standesamtlich geheiratet hat, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Kirchliche Hochzeit und staatliche Trauung stehen damit völlig unabhängig nebeneinander.
Die Neuregelung tritt am 1. Januar 2009 in Kraft. Sie ergibt sich aus dem gänzlich neu gestalteten Personenstandsgesetz.

Das neue Recht hindert die Geistlichen nicht mehr, Heiratswillige kirchlich zu verbinden, selbst wenn diese gar nicht beabsichtigen, sich auch staatlich trauen zu lassen.
Man kann also nun kirchlich heiraten, ohne sich staatlich und zivilrechtlich binden zu wollen.
Seit der Einführung der Zivilehe in Deutschland 1875 waren Priester bestraft worden, wenn sie eine Hochzeit in der Kirche vor der standesamtlichen Eheschließung zelebrierten!

Die Neuregelung dürfte bei christlich geprägten Paaren die bisherigen Hochzeitsrituale verändern:
Bisher musste es stets so sein, dass erst im Standesamt und dann in der Kirche geheiratet wurde.
So wurden 2006 in Deutschland 373.681 Ehen im Standesamt geschlossen; ungefähr 105.000 dieser Paare ließen sich dann zusätzlich vor dem Altar trauen.

Nach Angaben des Regensburger Familienrechts-Professors Dieter Schwab gibt es für Paare, die sich nur kirchlich, aber nicht standesamtlich trauen lassen, zum Beispiel keinen Unterhalt, kein Erbrecht, keinen Steuerfreibetrag, keine Schutzvorschriften für den Schwächeren beim Scheitern der Ehe und auch kein Zugewinnausgleich.
Allerdings sind private - notariell beurkundete - Eheverträge möglich und sinnvoll.

Erstmalig ist es nun möglich, sich "nur vor Gott" und dem Partner zu verantworten...



aus WELT online - 3.7.2008

-> siehe auch Heirat nun auch ohne Standesamt


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Öko-Bestattung


Unter die Erde - biologisch abbaubar

Särge aus Korb oder aus Pappe, Kühlung statt Einbalsamierung und keine großen Leichenwagen: In Großbritannien sind Öko-Bestattungen hip. Einen wesentlichen Verschmutzungsfaktor bei Beerdigungen hat die britische Regierung ohnehin schon im Visier: die Quecksilberbelastung durch Zahnplomben.

"Die Leute machen sich Gedanken darüber, wie man am besten leben sollte. Und in diesem Zuge auch, wie man am besten sterben sollte", sagt Roslyn Cassidy, Bestattungsdirektorin bei "Green Endings" - einer britischen Firma, die Öko-Beerdigungen anbietet.
Umweltfreundlich sterben - in Großbritannien nichts ungewöhnliches mehr. Unternehmen wie " Green Endings", " Eco-Coffins.com", " Wickerwillowcoffins.co.uk" tragen dazu bei, dass Großbritannien führend ist in Sachen grüner Bestattung, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Am Wochenende fand in London die Natural Death Center's Green Funeral Exhibition statt, wo Anbieter von Öko-Bestattungen ihre Dienste und Produkte ausstellen konnten.
Einer der wesentlichen Unterschiede bei einer ökologischen Beerdigung ist der Sarg. Statt eines Holzsargs bieten die Öko-Bestatter Särge aus geflochtenem Korb oder aus Pappe an - die aber genauso dick wie Holzsärge sind.
Ihre Öko-Bilanz ist unschlagbar: Nicht nur sind sie frei von Plastikinnenteilen, wie sie üblicherweise in Holzsärgen eingearbeitet sind. Zusammen mit den chemischen Klebern gelangen diese unter die Erde oder hinterlassen bei Verbrennung giftige Dämpfe. Pappsärge sind auch in nur drei Monaten biologisch abgebaut - was auch den Zersetzungsprozess des Leichnams beschleunigt. Bei der herkömmlichen Erdbestattung wird der Sarg etwa zwei Meter tief versenkt - zu tief für eine schnelle Verrottung. Es kann Jahre dauern, bis eine Leiche verwest ist.
Allerdings haben die Pappsärge auch Nachteile: Sie seien nicht so einfach zu tragen, meint Oliver Peacock, Direktor des Oakfield-Wood-Friedhofs, wo besonders viel wert auf ökologische Bestattungen gelegt wird. Und: "Bei Regen machen sie keine allzu gute Figur", sagt er.
Sollte der Verstorbene stattdessen eine Verbrennung gewünscht haben, was in 70 Prozent aller Bestattungen Großbritanniens der Fall ist, wird die Asche in einer Öko-Urne aus Bambus, Glas oder Keramik verwahrt.
Weitere Unterschiede zu einer herkömmlichen Bestattung: Der Leichnam wird nur in einfache Stoffe gehüllt und nicht einbalsamiert. Bei der Einbalsamierung wird für gewöhnlich Formaldehyd verwendet, das in Venen und Arterien sowie in den Bauch- und Brustraum des Leichnams eingeleitet wird. Der krebserregende Stoff kann so auch ins Grundwasser gelangen. Eine Alternative zur Einbalsamierung, so die Öko-Bestatter, sei einfache Kühlung oder eine Behandlung mit Trockeneis.
Zudem spielt bei einer ökologischen Bestattung die CO2-Bilanz eine Rolle. Marmorgrabsteine, deren Herstellung und Transport viel Energie kostet, sind daher genauso verpönt wie große Leichenwagen.
Ein Aspekt hin zu einer ökologischeren Bestattung wird in Großbritannien aber ohnehin bald bei allen Beerdigungen Beachtung finden: die Verminderung der Quecksilberbelastung. Laut Schätzungen der Federation Of Burial and Cremation Authorities (FBCA) ist der Verbrennungsrauch aus Krematorien für 16 Prozent der Gesamt-Quecksilberemissionen Großbritanniens verantwortlich. Der Grund: Zahnplomben aus Amalgam. Im Jahr 2020 könnte der Krematorienrauch sogar der größte Quecksilberluftverschmutzer sein, schätzt die FBCA. Der Grund des Anstiegs, so die FCBA, liege vermutlich darin, dass in dieser Zeit eine Generation beigesetzt werde, die ihre Zähne vorwiegend behielt und viele Amalgamplomben besaß.
Die britische Regierung hat bereits angekündigt, bis zum Jahr 2012 die Quecksilberemissionen aus Krematorien um die Hälfte senken zu wollen. Ob Öko-Bestattung oder nicht - bis dahin müssen Krematorien mit speziellen Quecksilberfilteranlagen ausgestattet sein.
lub/AP



Fragen Sie also Ihren Bestatter nach einer Öko-Bestattung !!




ZUM THEMA IM INTERNET:

Green Endings
http://www.greenendings.co.uk/
Eco-Coffins
http://www.eco-coffins.com
Wickerwillowcoffins.co.uk
http://www.wickerwillowcoffins.co.uk


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- Wohin wende ich mich, wenn ich einen freien christlichen Liturgen suche ?
-> siehe Sakramente spenden?

- Wo kann ich spezielle oder persönliche Fragen stellen ?
-> siehe Fragen?

- Wo finde ich liturgisches Gerät ?
-> siehe Liturgie-Bedarf





ZUR BESTATTUNG :

- Infos über den FriedWald (Urnenbestattung im Wald)
-> siehe http://www.friedw.de/Startseite.AxCMS
- Info über Feuerbestattung
-> siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Feuerbestattung
- allgemeine Infos zu den Möglichkeiten der Bestattung
-> siehe http://www.postmortal.de/Index2/index2.html



Vollmachten für den Pflege-/Todesfall :

- Vorsorgevollmacht
-> siehe http://www.naturbestattung.de/?gclid=CKaQ-qn13YwCFQrolAodXzeRyQ
- Betreuungsverfügung
-> siehe http://www.naturbestattung.de/?gclid=CKaQ-qn13YwCFQrolAodXzeRyQ
- Patientenverfügung
-> siehe http://www.naturbestattung.de/?gclid=CKaQ-qn13YwCFQrolAodXzeRyQ











Liturgische Präsenz



Luther ist - hier oben im Bild - nicht umsonst gezeigt...
Er hat einerseits den Symbolismus des katholischen Sakramentalismus stark entrümpelt, ist dabei aber ins andere Extrem gefallen...
In der evangelischen Kirche wird die Frage der Präsenz, des Erscheinungsbildes der Liturgie, der Sakramente aber auch behandelt.
Engagiert ist hierbei das

CLiP – Centrum für Liturgische Präsenz

" Für die Erlebnisqualität eines Gottesdienstes ist die Glaubwürdigkeit der liturgisch beteiligten Personen, insbesondere die der Liturginnen und Liturgen von entscheidender Bedeutung. Ob der Pfarrer oder die Pfarrerin in ihrem Auftreten künstlich, natürlich oder als „zu privat“ empfunden werden, beeinflusst wesentlich die Bereitschaft der Gemeindeglieder, das Wort des Pfarrers / der Pfarrerin als Wort Gottes zu hören und anzunehmen.

Diese äußere Wahrnehmung beginnt bereits bei einfachen Dingen: Passt der Talar? Ist das Beffchen gebügelt? Sind die Schuhe sauber? Sucht er/sie bei der Begrüßung Blickkontakt oder klebt der Blick am Text in seinem Ringbuch? Oder hat er/sie gar eine lose Zettelsammlung auf dem Pult oder auf dem Altar? Von wo kommt er/sie, welchen Weg nach vorn wählt er/sie aus, wie bewegt er/sie sich, wo geht die Aufmerksamkeit hin?

Diese kleine Auswahl verrät den Gemeindegliedern schon viel über die liturgisch beteiligten Personen. Sie zeigen auf, welche Bedeutung sie ihrer Rolle geben, wie gut sie vorbereitet sind und wie ernst sie ihre Aufgabe nehmen.

Liturgische Präsenz versucht, solche scheinbaren Nebensächlichkeiten ins Bewusstsein zu heben und macht klar, welche Bedeutung sie in der Summe für die Glaubhaftigkeit, für die Authentizität der liturgisch handelnden Personen haben. Nur wenn die Personen als glaubwürdig empfunden werden, wird die Gemeinde bereit sein, den Botschaften der liturgischen Akte zu folgen. Theologisch ausgedrückt: Ohne Übereinstimmung des/der Verkündigenden mit dem Verkündigtem verliert die Botschaft an Intensität und Bedeutung. Form und Inhalt sollen eine homogene, organische Einheit bilden und sich nicht einander widersprechen.

Deshalb geht es in dieser Arbeit immer darum, die liturgisch handelnden Personen darin zu unterstützen, ihre eigene Natürlichkeit zu bewahren und dadurch in der Übereinstimmung von Botschaft und Person glaubwürdig vor der Gemeinde zu sein.
In allen Übungen kommt der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Gestik, Mimik und Sprache eine besondere Bedeutung zu. "


CLiP – Centrum für Liturgische Präsenz
Im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung
der Evangelischen Kirche von Westfalen
Haus Villigst
Iserlohner Straße 25 · D-58239 Schwerte
Telefon +49(0)2304/755-154
Telefax +49(0)2304/755-154
http://www.clip-liturgische-praesenz.de
mailto:info@clip-liturgische-praesenz.de


Schriftliche Hilfen stehen in drei Handbüchern zur Verfügung :

Handbuch Liturgische Präsenz · Band 2
Das Standardwerk der praktischen Liturgie jetzt mit einem zweiten Band, der die angemessene liturgische Präsenz bei der Feier der Kasualien vorstellt.
Neu ist die Art der Darstellung: Präsentiert wird eine ca. 130-minütige Film-DVD, in dem alle Handlungen, Fehlformen, Korrekturen und Erläuterungen von Thomas Kabel selbst und ca. 20 Mitspielenden in aller Ausführlichkeit gespielt und erläutert werden - eine ideale Form, um mit diesem Material zu lernen und die eigene liturgische Präsenz zu verbessern. Dazu liefert ein Begleitbuch alle notwendigen Textinformationen sowie Beispielfotos, um neben dem Anschauen des Filmes eine sinnvolle vertiefende Nacharbeit zu ermöglichen.
Gebundene Ausgabe mit DVD - ca. 96 Seiten
Gütersloher Verlagshaus, ISBN 3-579-03296-8

Handbuch Liturgische Präsenz · Band 1

Das Handbuch Liturgischer Präsenz nach Thomas Kabel zeigt deutlich das Ziel der Arbeit. Thomas Kabel reflektiert die Bedeutungen und Möglichkeiten von Bewegungsab-läufen, die Fragen von Gestik und Mimik, Atmung und Stimme und zeigt dabei Schritt für Schritt, wie die Liturgische Präsenz gelingen kann.
Gebundene Ausgabe - 277 Seiten
Gütersloher Verlagshaus, ISBN: 3579031988

Werkbuch Liturgische Präsenz nach Thomas Kabel
Das Werkbuch schafft die Verknüpfung zu wichtigen gemeindeorientierten Praxisfeldern sowie zu verschiedenen Wissensgebieten wie zum Beispiel der Rhetorik, der Kirchen-Architektur, der Körperarbeit, Überlegungen zur liturgischen Gewandung und vielem mehr.
144 Seiten, kartoniert
1. Auflage Februar 2002, Gütersloher Verlagshaus, ISBN: 3-579-03299-2









Als "freier Liturg"

darf ich natürlich einwenden, dass ein freies und vor allem anthroposophisch vertieftes liturgisches Handeln noch andere und eben auch vertieftere Aspekte aufweist!
Hierzu hat die Kirche "Die Christengemeinschaft" einiges und wertvolles ausgearbeitet, das aber leider nur selten veröffentlicht ist.
Aus der Sprachgestaltung und der Eurythmie lassen sich aber ideal Handlungsweisen herausarbeiten.
Sicherlich liegt hier ein Arbeitsfeld vor, das innerhalb unseres Aktiven-AKs der Freien christlichen Arbeitsgemeinschaft, im Arbeitskreis zu Fragen anthroposophisch kultischen Handelns auch schon befragt und erübt wird.

Wenn Sie an dieser Thematik interessiert sind,
können Sie mich gerne kontaktieren!
Volker Lambertz
siehe Adresse












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