Allgemeine Kirche,
gleich der Sonne,
Sammelplatz auserwählter Geister,
freigesprochen von Sinnestäuschung
- nur Wahrheit schauend ewig! -
Ihre Zugänge geöffnet allen Völkern
- die ganze Menschheit segnend
und kein Wesen ausgenommen.
Ja, sie ist des Menschengeistes Mutterleib.

Bettina v. Arnim






G e m e i n s c h a f t . b a u e n . . .


«So muss seelische Harmonie sich entwickeln, die durch die Sache selbst gefordert wird: wenn jeder Mensch für sich handelt, so entstehen Disharmonien. Wenn auf unserem Gebiet die einzelnen Menschen, die aus diesem oder jenem heraus wirken, nicht zusammengehen, sich nicht zusammenfinden, so entsteht gar nicht Anthroposophie innerhalb der Menschheit. Anthroposophie erfordert als Sache wirklich menschliche Brüderlichkeit bis in die tiefsten Tiefen der Seele hinein. Sonst kann man sagen: ein Gebot ist die Wirklichkeit. Bei Anthroposophie muss man sagen: sie wächst nur auf dem Boden der Brüderlichkeit; sie kann gar nicht anders erwachsen als in der Brüderlichkeit, die aus der Sache kommt, wo der Einzelne dem Anderen das gibt, was er hat und was er kann.» (Steiner)

«'Wo zwei oder drei in meinem Namen vereinigt sind, da bin ich mitten unter ihnen.' Es ist nicht der eine und der andere und der Dritte, sondern etwas ganz Neues, was durch die Vereinigung entsteht. ... So sind die menschlichen Vereinigungen die geheimnisvollen Stätten, in welche sich höhere geistige Wesenheiten herniedersenken, um durch die einzelnen Menschen zu wirken, wie die Seele durch die Glieder des Körpers wirkt. ... Das ist das Geheimnis des Fortschritts der zukünftigen Menschheit, aus Gemeinschaften heraus zu wirken.» (Steiner)









F r a g e n . . .



« Lange habe ich gedacht, ich könnte Christin sein ohne Kirche,
ohne zu einer Gemeinschaft zu gehören, aber ich wurde nur immer leerer... »

Diese Worte (in «Publik-Forum», 7.3.03) haben mich zusätzlich getroffen ...
Trotz der Zugehörigkeit zur Anthroposophischen Gesellschaft vermissen auch nicht wenige Anthroposophen (und erst recht die hier nicht angebundenen Sympathisanten) schmerzlich die Mitte, das DU zu DU, das soziale und religiöse Element in dieser Anthroposophischen Gesellschaft, die oftmals als "verkopft" und miteinander im Streit erlebt wird ... Die Tragik dieser Fehlentwicklung liegt sicherlich größtenteils in der Okkupation der "Religion" innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft durch die Kirche «Die Christengemeinschaft»; dass das zur «Zertrümmerung und Zerschmetterung» führt machte Rudolf Steiner mehrfach und dramatisch deutlich (siehe Zur "Christengemeinschaft" ). So scheint es, dass die Anthroposophische Gesellschaft ihre Aufgabe Wissenschaft, Religion und Kunst wieder zu vereinen, verfehlt hat ...

Doch was können wir - als "Freie Christen" konstruktives tun?
Die bisher aufgeführten Texte machen die Not-wendigkeit der gemeinschaftlichen Schalebildung für den kraftvollen Empfang SEINER An-Wesenheit in einem Kultusgeschehen deutlich ...
(Siehe diese in Gemeinschaft bauen mit den Unterkapiteln Christen-Gemeinschaft? und Schale ERbilden )







Säulen eines Impulses



So darf ich hier folgende Ideale und Prinzipien
(noch unvollständig und unvollkommen) skizzieren,
die meine/unsere Perspektive darstellen
( siehe allein oder gemeinsam ? ) :


Freier christlicher Kultus lebt aus SEINER Zusage:
«Wo zwei oder drei in MEINEM Namen zusammen sind,
bin JCh mitten unter ihnen!»
Also insbesondere da wo mehrere in Seinem Namen sich zusammenfinden.
In Seinem Namen, was heißt das?: Im Namen der Allumfassenden Liebe ...
In diesem, Seinem Geiste kann ER sich herabsenken, die Herzen und Geister durchdringen, kann Kommunion stattfinden, kann sich Pfingsten ereignen ...
Hier gibt es nur Brüder, die verschiedene Aufgaben, Dienste ergreifen, übernehmen, auch den Kultus-Dienst, die Spendung der Sakramente. Jeder ist zu allem "berechtigt", in seiner Freiheit liegt es sich für Bestimmtes zu engagieren und in Seiner Freiheit liegt es zu berufen, wen ER will. Martin Luther nannte das, das «allgemeine Priestertum des Christen». Es ist das urchristlich Übliche, es ist der Christus-Wille, denn vor IHM sind alle gleich, ER hatte nie ein "Priestertum" eingesetzt. (Siehe auch Nur mit Weihe? ) Was dem freien christlichen Impuls zu Grunde liegt, ist
also 1.: DAS ALLGEMEINE ("LAIEN"-) PRIESTERTUM


So wie Jesus Christus auch keine hierarchische Machtkirche, kein "Zwei-Stände-System" errichtet hatte, so bedeutet Christus-Gemeinschaft brüderliche Gemeinschaft, wo ER unter uns ist, wenn zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind:
Eine brüderliche Gemeinschaft ohne Hierarchie, eine Gemeinschaft "von unten".
Das ist abe auch eine Gemeinschaft in der ich IHN im DU suche, denn: «Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst ... Ein neues Gebot gebe ich Euch, dass Ihr Euch liebet»
Und « Heute kann man gemeinsame Aufgaben und Missionen nur erfüllen, wenn man in spirituellen Gemeinschaften lebt. » (Karl König) (Dabei heißt das nicht auch räumlich miteinander zu wohnen.) (Siehe auch Gemeinschaft - praktisch.)
Also 2.: CHRISTUS-GEMEINSCHAFT BAUEN - LEBEN


Jesus Christus war niemals nur der Gott einer bestimmten Gruppe und erst recht nicht einer bestimmten (bis dann hin zur "allein selig machenden") Kirche ... ja, ER ist noch nicht einmal der "Christen-Gott" sondern der Liebe-Gott der Menschheit, der sich eben für die ganze Menschheit opferte, für sie starb und auferstanden ist ...
So sehen wir heute - schon in apokalyptischer Zeit (?) -, unumgänglich für den fortschrittlichen Christen, die Not-wenigkeit in einer Christen-Gemeinschaft nicht mehr nach Konfessionen zu unterscheiden, ja auch nicht mehr solche zu bilden. Alle Christen-Brüder und -Schwestern, egal ob in einer Kirche organisiert oder nicht, sind willkommen und im Gegenzug dürfen wir IHN überall dort aufsuchen, wo wir, jeder Einzelne ihn ganz individuell auch findet, auch, denn an jedem spezifischen Ort offenbart ER sich entsprechend... (Siehe auch ökumenisch.)
Also 3. : ÜBERKONFESSIONELL, ÖKUMENISCH

Wenn auch ER überall zu finden ist, so wendet Er sich dennoch Jedem nach seinem Maß, nach seinen Fragen, nach seinen Möglichkeiten, nach seinen Bedürfnissen, nach seinem Schicksal zu, wie eine liebende Mutter sich ihren vielen unterschiedlichen Kindern.
So entsteht die Frage was und wo unser spezifischer Ort ist, an dem wir als "freie Christen" und "Anthroposophen", im Sinne der «Philosophie der Freiheit» Rudolf Steiners stehen, wenn wir uns auch zum kultischen Handeln in SEINEM Namen zusammenfinden wollen?
Es ist in freister Weise die Anthroposophie aus der wir als eine Geistes-, als eine Einweihungs-Wissenschaft schöpfen (und das unabhängig unseres religiösen Standortes). (Siehe auch Anthroposophie, Philosophie der Freiheit.)
Also 4. : AUS DER ANTHROPOSOPHIE

Wenn wir aus solchen Tiefen arbeiten, in die uns die Anthroposophie führt, wird immer auch erkannt werden, wie wenig weit ich selbst bin. Das betrifft auch die Gestaltung, die Formulierung von Kultus-Texten. So können wir dankbar auf die Fassungen Rudolf Steiners zurückgreifen, immer im Bewusstsein des Auftrages der «Fortsetzung in Inhalt und Form», immer in einem «Anfang», eines lebendigen Sprechens der Geistigen Welt.
Also 4b. : mit den Kultus-Texten Rudolf Steiners (Siehe auch Kultus-Handbuch.)
Aber eben 4c.: auf dem Weg zur «Sakramentalisierung des ganzen Lebens»,
denn letztlich wird Anthroposophie zum und ist "Gottes-Dienst" in der das spirituelle Denken zur Kommunion wird... wo wir IHN im DU auffinden sollen...


Die «Dreigliederung des sozialen Organisimus» findet bei Karl König eine spezielle Ausgestaltung, gemäß dem, was ein mesosozialer Organismus, der religiös-sozial tätig ist, braucht. In seinen «Drei Leitsternen» münden die alten monaistischen Ideale in eine zeitgemäße Form. Diese «Dreigliederung» wollen auch wir ergreifen, als Leitsterne für die Form der Kultus-Trage-Schale, für eine «Freie christliche Arbeits-Gemeinschaft».
Diese Leitsterne finden sich beschrieben auf der Seite Schale ERbilden und Freie christliche AG !
Also 5.: DREIGLIEDERUNG


Freie Gemeinschaft fordert die Autonomie einer jeden Zelle, die sich aber in einem gemeinsamen Wollen weiß :
«Die Gesamtheit muss eine geistige Mission haben; jeder Einzelne muss beitragen wollen, dass diese Mission erfüllt wird.» (Karl König) ...
So haben wir ein "Netzwerk" freier Gruppen und Individuen zu schaffen, als Wahrnehmungs-, Austausch-, Lern- und Arbeitsorgan, mit gemeinsamem Impuls, Weg, Leitsternen ...
Im Moment versucht die «Initiative für ein freies christliches, anthroposophisch sakramentales Handeln» solch ein Dach zu bauen.
Zu den Prinzipien eines Netzwerkes siehe : Netzwerk bauen !
Also 6.: NETZWERK


. . .

( Diese Seite ist weiterhin in Bearbeitung ! ... VDL )







Werden solche Gemeinschaften Freier Christen nicht immer Not-wendiger,
auch und gerade da sie scheinbar immer unwahrscheinlicher werden,
weil die Verdunklung uns immer umfassender umnebelt
und von der geistigen Welt trennt ?!

«Gemeinschaften im Geiste der Anthroposophie Rudolf Steiners
sollten einmal Inseln werden,
in denen das Leben des Geistes
die Katastrophen, welche am Ende des Jahrhunderts
die Menschheit von allen Seiten überwältigen werden,
überleben kann.»
(Alfred Heidenreich, Nachruf auf Karl König, in Mitteilungen der AG in GB.)





Das ist vielleicht viiiiel Theorie ?
Hoffnungslos ?
Ein kleiner Blick auf reale Versuche
einer Gemeinschaft freier Christen :

Gemeinschaft - praktisch









Wie furchtbar,
unsere Verantwortung.
Wenn
Du
versagst,
dann
ist es Gott,
der durch Deinen Betrug
an ihm
vor der Menschheit
versagt.

(Dag Hammarskjöld)








-> siehe auch :
. . .Freie christliche AG / Gemeinschaft bauen / Gemeinschaft - praktisch

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. . .Gemeinschaft Freier Christen !