INHALTSANGABEN
Vorträge Rudolf Steiners zur Thematik


Weitere Werke Rudolf Steiners zur Kultus-Frage
finden sich in
Literaturhinweise !


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«Anthroposophische Gemeinschaftsbildung
Das lebendige Wesen der Anthroposophie und seine Pflege »
- aus GA 257
23.Januar und dem 4.März 1923

Aufgeführt sind folgend die Vorträge mit Bezug auf die religiöse Frage und zum Verhältnis zur «Christengemeinschaft» :
1. Vortrag, Stuttgart, 23.Januar 1923
Der Verlust des Baues. Wiederaufbau setzt starke Gesellschaft voraus. Die Gegner. Die Gesellschaft bis 1918 und später. Die Gründungen im Umkreis der Gesellschaft. Das Verhältnis zwischen «Mutter» und «Tochter» hat zur Gefährdung der anthroposophischen Bewegung geführt. Bewegung für religiöse Erneuerung, Bund für Dreigliederung, der Hochschulbund. Gefahren des anthroposophischen Spezialistentums. Die «Sechs Tugenden». Bau-Ruinen in Dornach, Ruinenhaftes in der Gesellschaft. Worte des Schmerzes, der Gewissenserforschung. Worte zum Bewusstwerden der Verantwortlichkeit.
2. Vortrag, Stuttgart, 30.Januar 1923
3. Vortrag, Stuttgart, 6.Februar 1923
4. Vortrag, Stuttgart, 13.Februar 1923
5. Vortrag, Dornach, 22.Februar 1923
6. Vortrag, Stuttgart, 27.Februar 1923
Erster Vortrag zur Delegiertenversammlung
Schmerzvolle Gedanken im Hinblick auf den verlorenen Bau. Die Not nach Gemeinschaftsbildung. Jugendbewegung. Christengemeinschaft. Gemeinschaftsbildende Kräfte: die Sprache, gemeinsame Erinnerungen. Auf diesen beruht der Kultus. Die Gesellschaft braucht als Gemeinschaftserlebnis das «Erwachen am anderen Menschen». Dadurch wird das Sinnliche ins Übersinnliche erhoben, während der Kultus das Übersinnliche ins Sinnliche hinunterträgt. Die zwei Gruppen, die sich nicht verstehen: Besser Trennung mit gemeinsamem Ideal, als gemeinsames Chaos.
7. Vortrag, Stuttgart, 28.Februar 1923
8. Vortrag, Dornach, 2.März 1923
9. Vortrag, Dornach, 3.März 1923
Bericht über Stuttgarter Vorträge. Gemeinschaftsbildung. Verlust der alten sozialen Bindungen. Drang zur eigenen Persönlichkeit und zum rein Menschlichen. Christengemeinschaft: Belebung des Christusimpulses aus der Anthroposophie. Das Gemeinschaftsbildende des Kultus. Gefahr der Abwanderung in die Christengemeinschaft. Gemeinschaftsbildung wird bewirkt durch höheres Geistig-Wesenhaftes. Gemeinschaftsbildung in der Gesellschaft muss das «Erwachen» an Seele und Geist anderer Menschen sein. Anthroposophie: Geistesweg für die Anthroposophische Gesellschaft. Man kann die «Theosophie» nicht wie ein Kochbuch lesen.
10. Vortrag, Dornach, 4.März 1923



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«Die geistige Kommunion ...»
« Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt
- Die geistige Kommunion der Menschheit »
- aus GA 219
Zwölf Vorträge, 26.November bis 31.Dezember 1922, Dornach

1. Vortrag, 26.November 1922
Der Geistkeim des menschlichen physischen Organismus im Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Gehen, Sprechen und Denken in ihrer Beziehung zum Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Einflüsse der meteorologischen und der vulkanischen Kräfte
2. Vortrag, 1.Dezember 1922
Der Schlafzustand des Menschen im Winter und im Sommer. Tageskreislauf der Sonne und Gedankenleben, Jahreskreislauf und Gefühlsleben. Das menschliche Willensleben. Wir sind nach dem Tode die Wirkung unseres Moralischseins auf Erden
3. Vortrag, 3.Dezember 1922
Beziehungen zwischen dem Menschen und der Welt des irdischen und des außerirdischen Daseins. Der Kampf luziferischer und ahrimanischer Wesenheiten um den Menschen im Schlafesleben
4. Vortrag, 15.Dezember 1922
Das Zusammenleben mit den Wesen der höheren Hierarchien zwischen dem Tode und einer neuen Geburt als Grundlage der Moralität des Menschen auf Erden. Liebe, Gedächtnis und Freiheitsgefühl. Unmöglichkeit, ohne anthroposophische Geisteswissenschaft der moralischen Welt Realität zuzuerkennen
5. Vortrag, 16.Dezember 1922
Zwei Klassen von Elementarwesen. Die Beziehungen auf- und absteigender Elementarwesen zum Wahren, Schönen und Guten
6. Vortrag, 17.Dezember 1922
Die Aufgaben der Menschheit in der Gegenwart. Die Vergeistigung des reinen Raumeswissens als Brücke zu der göttlich-geistigen Welt. Das Wirken Michaels in unserem Zeitalter
7. Vortrag, 22.Dezember 1922
Der Mensch gehört schon als Sinneswesen der übersinnlichen Welt an. Was in den Sinnen selber vorgeht, kann nur Gegenstand einer imaginativen Erkenntnis sein. Einschlafen und Aufwachen als Gegenstand der inspirierten Erkenntnis. Die Kraft des Erinnerns entsteht durch die Verdichtung dessen, was in der Zeit lebt, beim Aufwachen.
8. Vortrag, 23.Dezember 1922
Die Umwandlung der Mysterien des Hochsommers durch das Mysterium von Golgatha in das Tiefwinter-Weihnachtsmysterium
9. Vortrag, 24.Dezember 1922
Die Enthüllung der Geheimnisse der Menschennatur aus dem Kreislauf des Jahres bei den vorchristlichen Mysterien. Der Weg von der Michael-Offenbarung zum wahren Weihnachtsfest, zur Druchdringung mit dem zu erkennenden Geiste
10. Vortrag, 29.Dezember 1922
Notwendigkeit und Freiheit. Tageslauf, Jahreslauf, Schlaf- und Wachzustand, Naturlauf und menschliches Wesen. Aus dem Zusammenleben mit dem Weltenlauf entsteht der kosmische Kultus
11. Vortrag, 30.Dezember 1922
siehe den vollständigen Text in :
Zur "Christengemeinschaft"
DIE STELLUNG DER BEWEGUNG FÜR RELIGIÖSE ERNEUERUNG («DIE CHRISTENGEMEINSCHAFT») ZUR ANTHROPOSOPHISCHEN BEWEGUNG
Zur Wesens- und Aufgabenverschiedenheit beider Strömungen. Unbedingt muss die «Christengemeinschaft» von Menschen getragen werden, die -aufgrund ihrer seelischen Konfiguration- außerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft stehen. Das war die Bedingung zur Handreichung der Gründung.
12. Vortrag, 31.Dezember 1922
Sommer- und Winterwirkungen im Menschen in Schlaf und Wachen heben einander auf. Das menschliche Herz als Gleichgewichtsorgan für den Atmungs- und den Blutzirkulationsrhythmus. Naturnotwendigkeit und menschliche Freiheit. Spirituelle Erkenntnis ist eine wirkliche Kommunion, der Beginn eines der Menschheit der Gegenwart gemäßen kosmischen Kultus



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«Zur Geschichte der Esoterischen Schule ...»
« Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung
der Esoterischen Schule 1904-1914, Band 2 »
- aus GA 265
Zur Einführung:
Vom geisteswissenschaftlichen Sinn des Kultischen
(Hella Wiesberger)
Kultusverständnis urständet im geistigen Schauen
Anthroposophie ist ihrem Wesen nach interreligiös. Es geht darum, den allen Religionen gemeinsamen übersinnlichen Wahrheitsgehalt herauszuarbeiten.
Das Ideal von der Sakramentalisierung des ganzen Lebens
Dass dasjenige, was bisher bloß auf dem Kirchenaltar vollzogen wurde, die ganze Welt ergreifen muss. Die Sakramente als Spiegelung und Arznei zu den sieben Stadien des menschlichen Lebens
Spirituelles Denken als geistige Kommunion, als Beginn eines der Menschheit der Gegenwart gemäßen kosmischen Kultus
Die Vorschule für die mystische Vereinigung mit dem Christus ist das Abendmahl. Vom Physischen zum Geistigen muss sich das Abendmahl entwickeln. Geisterkenntnis und Meditation als Kommunion der Zukunft.
Die für verschiedene Gemeinschaften geschaffenen Kultformen
Die Freien Sakramente. Die Freien Schulhandlungen. Eine kultische Arbeit in der anthroposophischen Bewegung müsse aus demselben geistigen Strom hervorgehen wie die Schulhandlungen, gewissermaßen eine Fortsetzung der «Opferfeier». Diese kann überall gehalten werden, wo Menschen sind, die sie wünschen. Zum Allgemeinen Priestertum
Dokumente zur Geschichte der Erkenntniskultischen Abteilung
Vorbemerkungen des Herausgebers. Warum an die ägyptische Maurerei angeknüpft wurde. Die Einstellung des "Freimaurer"-Rituals. Briefe und Dokumente von Rudolf Steiner. Ritualtexte des Freimaurer-/Misraim-Dienstes; Entwürfe und Erläuterungen dazu. Skizzen und Erläuterungen zur Einrichtungssymbolik. Erläuterungen zur Tempellegende. Dokumente von neuen Ansätzen nach dem 1.Weltkrieg



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« VORTRÄGE UND KURSE ÜBER CHRISTLICH-RELIGIÖSES WIRKEN »
("Priesterkurse")


Diese Kurse sind Antworten auf die Fragen verschiedener Theologen nach einer "neuen KIRCHE" ! Daher betreffen sie uns nicht direkt. Es waren aber auch die «freien christlichen» Religionslehrer und andere Anthroposophen dazu eingeladen. Denn Rudolf Steiner erörterte hierbei auch Fragen die allgemein interessant waren und vor allem erhielt nun AUCH die "Kriche" («Die Christengemeinschaft») zum großen Teil die gleichen Texte, die zuvor allgemein-"laien"-priesterlich, frei christlich gegeben wurden. Damit wurde die Universalität dieser Texte deutlich, die aus einer übergeordneteren Ebene geschöpft sind. Und so der Ratschlag Rudolf Steiners an "irritierte" Teilnehmer, es als lehrreich zu betrachten, dass ein und derselbe Text für verschiedene Lebenszusammenhänge genutzt werden kann ... schließlich spricht auch die gesamte Christenheit das Vaterunser, wenn auch eine jede Gemeinschaft, ein Jeder seinen Erkenntnissen und Möglichkeiten entsprechend tief einzusteigen in der Lage ist. So auch hier. Das Drama entstand erst, als die Kirche «Die Christengemeinschaft» anfing ein Monopol auf diese Ritualtexte zu beanspruchen ...
Werden diese "Priesterkurse" (wie sie die «Chirstengemeinschaft» bezeichnet) ohne die Kenntnis dessen, was auch hier insbesondere in Zur Freiheit des Christen und Nur mit Weihe? und in Zur "Christengemeinschaft" dargelegt wird gelesen, dann könnte die Ansicht entstehen, dass mit der «Christengemeinschaft» DIE neue und vor allem Anthroposophen-Kirchegegeben wäre.
Wenn Sie also diese "Priesterkurse" lesen, bedenken Sie, dass sie Inhalte vermitteln, die zur Begründung einer "KIRCHE" nötig waren. Ein freies christliches Sein hat weitere und andere Inhalte und Wege nötig, die leider durch Rudolf Steiners frühzeitigen Tod und mangelndem Fragemut nicht mehr weiter durch Steiner selbst geklärt wurden ... Somit und heute nun sind wir, denen ein freies christliches Sein Bedürfnis ist, gefragt zu antworten ...
Die «Kurse und Vorträge über christlich-religiöses Wirken» geben uns einerseits einen Einblick in die Gründungsintentionen der «Christengemeinschaft», andererseits aber auch so manche allgemeingültige, sinnvolle und notwendige spirituelle und praktische Hinweise für den Umgang mit den Sakramenten (auch wenn hier der spezielle kirchliche Blickwinkel berücksichtigt werden muss, der ein kirchen-priesterliches sakramentales Handeln bestimmten Restriktionen unterwirft [= z.B. die Notwendigkeit der «Weihe»], die für den kultushistorisch weiterschreitenden, «freien christlichen» Impuls so nicht gelten, bzw. andere sind und deshalb die hier gemachten Angaben dementsprechend relativiert ["zurechtgedacht"] werden müssen).
Somit folgend die Inhaltsangaben der einzelnen Kurse :





«Anthroposophische Grundlagen für ein erneuertes christlich-religiöses Wirken»
GA 342
12. - 16.6.1921, Stuttgart

1. Vortrag, 12.Juni 1921,15 Uhr
Schwierigkeiten des religiösen Wirkens in der gegenwärtigen Zeitlage. Theologie oder Religion. Das Wort. Die Predigt. Naturkausalität und ethische Impulse: Wie passt der Mensch mit seinen ethischen Impulsen in die Welt der Naturgesetzlichkeit? Antworten der Geisteswissenschaft. Lehre und Kultus. Erste Antworten zu drei Fragenkomplexen: Kultus, Predigt, Gemeinschaftsbildung.
2. Vortrag, 13.Juni 1921,11 Uhr
Gemeinschaftsbildung als Grundlage für religiöses Wirken. Notwendigkeit der Dreigliederung. Jugendbewegung, Autoritäsprinzip; Cliquenbildung. Aufgabe: Vergrößern des bisherigen Kreises. Wie kann die Dreigliederung auf dem Gebiet des religiösen Lebens praktisch werden? Beispiel: Ehe. Göttliche Harmonie als Zeitaufgabe. Unterschiede zwischen einer religiösen Gemeinschaft und der anthroposophischen Bewegung. Beantwortung von Fragen: Anknüpfung an Kirche oder an anthroposophische Zweige. Religionsunterricht in der Waldorfschule. Altkatholizismus. Gründung freier Gemeinden.
Besprechung, 13.Juni 1921, 18.30 Uhr
Praktische Gesichtspunkte: Möglichkeiten der Vergrößerung des Kreises und der Finanzierung. Zentralstelle. Sollen alle, die bei der Bewegung für religiöse Erneuerung mitwirken wollen, Anthroposophen sein? Theologische und sonstige Vorbildung?
3. Vortrag, 14.Juni 1921, 11 Uhr
Religiöse Vertiefung ist ohne Kultus nicht möglich. Intellektualismus in der modernen Theologie. Religionsunterricht in der Waldorfschule; Sonntagshandlung und Konfirmation. Katholisches Messopfer und Kulthandlungen in den Mysterien: Evangelium, Offertorium, Transsubstantiation, Kommunion. Wirken durch das Bild: bildhaftes Sprechen, Symbolum. Über die Übersetzung der katholischen Messe durch Rudolf Steiner. Grenzen naturwissenschaftlicher Vorstellungen am Beispiel des Physischwerdens des Menschen (Eizelle). Warum Religionserneuerung durch Anthroposophie? Besprechung praktischer Gesichtspunkte: Finanzierung. Vorbereitung auf bildhaftes Sprechen. 14-tägiger Kurs möglich. Legenden.
4. Vortrag, 14.Juni 1921, 19 Uhr
Fragenbeantwortungen. Gestaltung des Kultus. Kultische Handlungen in der Freimaurerei. Wie entstehen Symbole, und wie ist in unserer Zeit Symbolik möglich? Hi
einwachsen in den Genius der Sprache; bildhaftes Seelenleben. Ein heutiger Kultus muss einfach sein und Ausdruck für die innere Verwandlung des Menschen. Das Formen eines Spruches. Musikalisches im Kultus. Rituale, die Rudolf Steiner gegeben hat. Über das Taufritual. Sieben Sakramente: jeder Evolutionsform des Menschen wird eine Involutionsform entgegengestellt. Handauflegen. Priestergewand.
5. Vortrag, 15.Juni 1921, 11 Uhr
Die Predigt. Das der Natur des Menschen widersprechende Vorstellungsmäßige muss ins Gemüthafte und in die Willensimpulse übergehen. Die Bedeutung rhythmischer Wiederholungen. Über Joh. 1,3: Ewiges und Vergängliches, Existenz und Subsistenz. Meditation als Vorbereitung des Predigens. Kardinal Newmans Ringen um christliche Wahrheiten. Anthroposophie als tragendes Element des religiösen Lebens. Beispiel für bildhaftes Sprechen. Überwinden der an das Räumliche gebundenen Vorstellungen; Unschuld der Natur und Schuldigwerden des Menschen. Unsterblichkeit und Präexistenz. Das Gloria. Christus bewirkt Gleichgewicht zwischen Luzifer und Ahriman.
Besprechung, 15.Juni 1921, abends
Vorbereitung eines weiteren Kurses: Ort, Finanzierung, Teilnehmer, Werbemittel, Zentralstelle, erforderliche Ausbildung. Diskussion über Anthroposophie und Religion.
6. Vortrag, 16.Juni 1921, 8 Uhr
Wie überwinden wir das abstrakte Nebeneinander von Materiellem und Geistigem? Dualismus (Leib und Seele) oder Trichotomie (Leib, Seele, Geist)? Anthroposophie lehrt, wie Geistiges, Seelisches und Leibliches ineinanderwirkend verstanden werden muss. Überwindung der Trennung von Wissen und Glauben. Die Gnosis. Vaterunser und Trinität. Beantwortung von Fragen. Unwahrhaftigkeit im gegenwärtigen Leben und Gegnerschaft gegen Dreigliederungsgedanken. Notwendig ist: hinzuarbeiten auf die Verselbstständigung des Geisteslebens und seiner Untergebiete Religion, Wissenschaft und Kunst.

Tafelzeichnungen / Notizbucheintragungen / Werbeblatt / Chronologische Übersicht / Teilnehmerliste/ Hinweise zum Text / Namenregister


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«Spirituelles Erkennen - Religiöses Empfinden - Kultisches Handeln»
26.9. - 10.10.1921, Dornach - GA 343

1. Vortrag, 26.September 1921, nachmittags
Das Verhältnis der Anthroposophie zum religiösem Leben. Das Suchen nach einer sicheren Fundierung des religiösen Bewusstseins bei verschiedenen protestantischen und katholischen Theologen. Die Bedeutung des Gebetes für das religiöse Leben. Unvereinbare Auffassungen von der Entwicklung des Menschen in der modernen naturwissenschaftlichen Denkweise und in den Evangelien. Was im Katholizismus unter der Uroffenbarung verstanden wird. Was wurde in den alten Mysterien vermittelt? Über die Mysterien der Geburt. Theologie und Gottesvorstellungen in der vorchristlichen Zeit. Der Ursprung des Kultus. Erfassen geistiger Realitäten im Gebet.
2. Vortrag, 27.September 1921, vormittags
Der erkennende und der handelnde Mensch. Das Sündhafte der modernen Wissenschaftlichkeit. Wesen und Elemente des Sakramentalismus. Das Erleben des Wortes; Sprechen und Hören. Das Einströmen des Göttlichen in das Wort: Evangelium. Das Objektivwerden des Handelns in der Opferhandlung. Verwandlung von Naturvorgängen in Geistvorgänge: Transsubstantiation. Vereinigung mit den verwandelten Substanzen: Kommunion. Das physisch-seelisch-geistige Verhältnis des Menschen zum Universum und seine Vergegenwärtigung durch die Sakramente: erkennend durch das Wort und die Opferhandlung, handelnd durch Transsubstantiation und Kommunion. Fragen: Tritt das in Evangelium und Opferung sich ereignende Geschehen auch in den Gang des äußeren Geschehens ein? Ist das an Transsubstantiation und Kommunion Erlebte außerhalb des Menschen etwas Reales?
Offener Brief Friedrich Rittelmeyers an Rudolf Steiner
3. Vortrag, 27.September 1921, nachmittags
Besprechung der von Rittelmeyer vorgebrachten Fragen und Einwände. Unverständnis der Theologen für die Übungen in dem Buch «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». Über die Bedeutung von Wiederholungen. Theoretisches Denken oder Im-Geiste-Leben? Die ungeheure Frage der Gegenwart: Wie gründet das Reich des Moralischen in dem Reich der Naturnotwendigkeiten? Gleichgültigkeit von Theologen gegenüber dem «Christus als Regent der Sonne». Unberechtigte Vorwürfe gegen Anthroposophie.
4. Vortrag, 28.September 1921, vormittags
Fragestellung: Wie verhält sich Anthroposophie zur Religion und wie soll sich Religion zur Anthroposophie verhalten? - Wie viel kann der gegenwärtige Mensch von der übersinnlichen Welt unmittelbar erkennen? Von den Schwierigkeiten, geiste
wissenschaftliche Erkenntnisse in den Formen der modernen Sprache auszudrücken. Methoden der Menschenerkenntnis in der modernen Physiologie und Biologie und in der Anthroposophie. Notwendige Betrachtung des Menschen in seinem Zusammenhang mit dem Physisch-Mineralischen, mit der Ätherizität der Erde und mit der kosmisch-astralen Erdenumgebung. Die vier Elemente bei den Griechen und das unmittelbare Erleben der Jahreszeiten in früherer Zeit. Wie können Kultushandlungen verstanden werden? Christus-Erwartungsstimmung in den alten Mysterien. Die Begründung wahren Christentums.
5. Vortrag, 28.September 1921, nachmittags
Begriffswissen und Anschauungswissen; durch das Anschauungswissen ändert sich das Verhältnis von Glauben und Wissen. Religiosität und Egoismus; selbstlos erworbene Gedanken. Von der Notwendigkeit zu einem Glaubensbegriff zu kommen, der nicht nur an die zeitlichen Kräfte im Menschen gebunden ist. - Fragestellungen: Können wir Religion definieren? Müssen wir nicht auf das Wissen verzichten, um zur Religion zu kommen? Besteht nicht ein Gegensatz zwischen Gott und Welt? Wird durch Anthroposophie die Religiosität abhängig gemacht von der Erkenntnis? Wenn Kunst, Wissenschaft und soziales Leben religiöse Formen annehmen, wird dann die Religion aufhören selbständig zu sein? Ist ein Wertunterschied zwischen Religion und Anthroposophie oder sind beide nötig?
6. Vortrag, 29.September 1921, vormittags
Die Sprache. Keimhafte sprachbildende Elemente in der Anthroposophie. Differenzierte Sprachen und das Wesen des Lautes. Früheres und künftiges Verhältnis der Menschheit zum Laut. Sprachbildende Kräfte in den Evangelien. Die Messen als Ausdruck für das gesamte Seelsorgerwirken. Die Predigt. Die Wirkung intellektualistischen oder bildhaften Sprechens in Bezug auf die Gemeinschaftsbildung. Die Bedeutung des Symbols in der Predigt. Die Evangelien in ihrer Bedeutung für die Alchimisten; die Evangelien, philologisch analysiert. Die verschiedenen philosophischen Systeme als Gedankenübungen. Anthroposophische Hilfen, um zu Bildern zu kommen. Anthroposophie und Religion.
7. Vortrag, 29.September 1921, nachmittags
Beantwortung von Fragen: Sprachbildende Kraft: Das Gewinnen von Lautverständnis, Sprachgefühl und Sprachgewissen. Vokalisieren, Konsonantisieren, Rhythmen. Zusammenhang der Sprache mit dem ganzen Menschen. Eurythmie. - Neues Bibelverständnis: Über das Erleben der Sprache und den Anfang des Johannes-Evangeliums. - Apostolische Sukzession: Bedeutung des priesterlichen «Stammbaumes». Das Zelebrieren der katholischen Messe als reale Handlung. Ausblick auf neuen Kultus.
8. Vortrag, 30.September 1921, vormittags
Von der Notwendigkeit des Gebetes. Das Vaterunser als reales Wechselgespräch mit dem Göttlichen. Der Lautinhalt im Gebet. Über das Bewusstwerden des religiösen Impulses im Menschen. Das Lesen des Evangeliums. Wahrheitsgehalt und Lebensgehalt im Evangelium. Das 13.Kapitel des Matthäus-Evangeliums als Schulung für den Prediger. Verwandeln von Naturvorgängen in seelenwirkende Bilder. Sonnenlicht und Mondenlicht; das Symbol des Sanktissimum. Empfinden für die Wirksamkeit des Symbolums in den ersten Jahrhunderten des Christentums. Symbolum, lebendiges Wort und vom göttlichen Willen durchtränkte Handlung.
9. Vortrag, 30.September 1921, nachmittags
Das Gewinnen von Urteilsunterlagen für die Willensentschlüsse der Kursteilnehmer. In neue Gemeindebildungen sollte alles übergehen können, was Christ sein will in der Welt. Katholizismus, Protestantismus und Messopfer. Die Mysterien der Geburt und des Todes. Kosmische Wirksamkeit im Embryonalkeim. Stufen des Inkarnationsvorganges und ihre Umkehrung im Sakrament der Messe. Die Erde seit dem Mysterium von Golgatha. Der Aufschrei der Dämonen, als sie den Christus auf der Erde erkannten. Bedeutung des Messopfers für das Leben des Menschen. Verlust des religiösen Empfindens in der historischen Entwicklung der letzten Jahrhunderte. Intellektualismus und Sakramentalismus. Wie kommen wir dazu, aus der Freiheit heraus den Sakramentalismus wiederzufinden? Zusammenfassende Fragenbeantwortung über das Messopfer als Umkehrung der Inkarnationsvorgänge.
10. Vortrag, 1.Oktober 1921, vormittags
Der Zusammenklang der vier Evangelien. Die Sternenweisheit der drei Weisen aus dem Morgenland (Matthäus-Evangelium). Veränderung der menschlichen Seelenverfassung im Laufe der Menschheitsentwicklung: Von dem Herzenserleben zu äußerer Erkenntnis. Die Komposition des 13.Kapitels des Matthäus-Evangeliums. Gleichnisse, die dem Volk, und Gleichnisse, die nur den Jüngern gegeben werden. Ohren, die irrtümlich hören, und Augen, die schlafen (Matth. 13,15). Unterschiede der Organisation des Hörens von der des Sehens. Atmen - Sprechen - Hören. Christliche Gemeindebildung. Verteilung des noch zu besprechenden Stoffes.
11. Vortrag, 1.Oktober 1921, nachmittags
Die Seelenverfassung der Menschen zur Zeit des Mysteriums von Golgatha (Heranbildung der Verstandes- oder Gemütsseele). Das Mysterium von Golgatha liegt nicht in der im Weltengang wirkenden Notwendigkeit, es ist eine Tat der Freiheit der göttlichen Weltenordnung. Wiedererneuerung der ersterbenden Erde durch das Mysterium von Golgatha. Änderung der menschlichen Seelenverfassung in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten und allmähliches Heraufkommen des Intellektualismus; das Wirken des Geistigen im Materiellen wird immer weniger verstanden. Scotus Eriugena, Augustinus. Entstehung der Lehrinhalte (Dogmen) und Zeremonieninhalte (Kultus) in der katholischen Kirche, Anthroposophie will ein der heutigen Seelenverfassung der Menschen entsprechendes Verständnis des Ereignisses von Golgatha vermitteln. Luthers Hineingestelltsein in zwei verschiedene Zeitströmungen. Lu
her und Faust. Christliche Symbolik in der Kunst. Was bedeutet die Priesterweihe?
12. Vortrag, 2.Oktober 1921, vormittags
Über das Vorhersagen künftiger Geschehnisse. Merkmale der Literatur der Kirchenväter: allegorische Auslegung des Alten Testamentes, Hinweise auf das Wiederkommen des Christus, und das gesetzgeberische Element der Kirche. - Verhältnis des katholischen Klerikers zum Dogma und zu den Heiligen. Über Prophezeien und das 13.Kapitel des Markus-Evageliums: Weltuntergang und Herabkommen des Gottesreiches. - Hermann Grimm über den Abgrund zwischen dem Verstehen der römischen und der griechischen Geschichte. Das Empfinden der Menschen für das Göttliche in Heidentum, Judentum und Christentum; das Widergöttliche im römischen Cäsarentum. Christentum heute.
13. Vortrag, 2.Oktober 1921, nachmittags
Beantwortung der Frage: Was bedeutet «das Göttliche in sich gestalten»? - Grundgedanken über das Wesen des Sakramentalen. Sieben Sakramente in ihrer Beziehung zum Leben des Menschen. Rhythmischer Wechsel von Evolutions- und Involutionsvorgängen in der Natur und im geschichtlichen Leben. Evolution und Involution im menschlichen Lebenslauf; Heiligung dieser Vorgänge durch entsprechende sakramentale Handlungen. Über Geburt, Reife, Verleiblichung, Lebenserinnerung, Tod und ihre Heiligung durch Taufe, Konfirmation, Altarsakrament, Buße, letzte Ölung. Beziehung des Menschen zum Geistig-Seelischen, die nicht mehr individueller Natur sind und ihr Abbild im Sakrament: Ehe, Priesterweihe.
14. Vortrag, 3.Oktober 1921, vormittags
Seelsorgerwirken und Handhabung des lebendigen Wortes. Die Gegenpole Gnosis (Basilides) und Montanismus (Montanus). Das Erkenntnisstreben der Gnostiker (hingegeben an den Makrokosmos) und die Visionen der Montanisten (hingegeben an den Mikrokosmos); Gefahren der Abirrung nach beiden Seiten. Die Christus-Auffassung der Gnostiker und der Montanisten. Augustinus' Wechselgespräch mit Bischof Faustus. Der Schreiber des Johannes-Evangeliums zwischen Gnosis und Montanismus. Einfließen des Römertums in das Christentum. Augustinus' «Gottesstaat». Das jahrhundertelange Ringen um die Frage: Wie retten wir eine gottdurchtränkte Moral gegenüber dem äußerlichen Gesetzhaften? Kreuzzugstimmung.
15. Vortrag, 3.Oktober 1921, nachmittags
Die Entwicklung des christlichen Sakramentes der Priesterweihe aus den alten Mysterien. Einweihung und Bewusstseinszustand. Einweihung und Verwandlung materieller Substanzen im Menschen. Vom Wesen der Priesterweihe früher und heute. Was bedeutet Geweihtsein? Die Seelenverfassung der Apostel und das Erleben der apostolischen Sukzession. Apostolische Sukzession heute? Novalis' und Schellings Wissen vom Wesentlichen des Christentums. Innere Gründe, die zum Zölibat geführt haben.
16. Vortrag, 4.Oktober 1921, vormittags
Anthroposophie will auf das eingehen, was von der Welt gefordert wird. Über den Religionsunterricht an der Waldorfschule. Wie kam es zur Einrichtung eines freien christlichen Religionsunterrichtes durch anthroposophische Lehrer? Über die Sonntagshandlungen für Kinder. Voraussetzung für religiöses Wirken in heutiger Zeit ist, dass Worten und Handlungen nur das Prinzip der freien Überzeugung zugrunde liegt und keinerlei suggestives Moment enthalten sein darf. Besprechung der Sonntagshandlung, der Weihnachtshandlung und der Jugendfeier, wie sie in der Waldorfschule gepflegt werden. Vorbemerkungen zum Taufritual. Alchimistische Anschauungen.
17. Vortrag, 4.Oktober 1921, nachmittags
Beantwortung einer Frage nach dem Unterschied zwischen der lutherischen und der anthroposophischen Auffassung von der Erlösung. Die Lutherische Erlösungslehre und die katholische Auffassung der Unio mystica und des Messopfers. Sukzession und Sakrament in der katholischen Kirche. Verhältnis des Katholiken zu Wissenschaft und zur Offenbarung. Über Visionen. Das Hinschauen auf die historisch-zeitliche Kirche (Katholizismus) oder auf die überzeitlich-unsichtbare Kirche (Luther). Der Glaubensakt bei Luther. Anthroposophische Erkenntnis sieht im Sinnlichen das Wirken des Übersinnlichen: die Wirksamkeit des Christus in der Erdenentwicklung als Realität. Kein unbedingtes Angewiesensein auf die Sukzession der zeitlichen Kirche. Einseitigkeiten in Katholizismus und Protestantismus.
Entwurf der Kursteilnehmer für eine «Erklärung zur Mitarbeit an einer religiösen Erneuerung»
Besprechung nach dem 17. Vortrag, 4.Oktober 1921, nachmittags
Die einzelnen Punkte einer «Erklärung», die von den zukünftigen Mitarbeitern unterzeichnet werden soll, werden von Rudolf Steiner besprochen.
Korrigierte Fassung der «Erklärung» mit 69 Unterschriften von Kursteilnehmern
18. Vortrag, 5.Oktober 1921, vormittags
Gültigkeitsbereich der Naturgesetze; Einsteins Relativitätstheorie. Kultische Handlungen müssen im Sinne des ewigen Werdens vorgestellt werden. Notwendigkeit eines neuen Verhältnisses des Menschen zum Substanziellen. Die TAUFE. Die Bedeutung von Wasser, Salz, Asche und die diesen Substanzen entsprechenden Prozesse im menschlichen und im Erdenorganismus. Besprechung der Taufhandlung. Luthers Geisteskampf zwischen Naturwissenschaft und Mystik im Sakramentalismus durch die Kraft des Christus. Feinde der Menschheit sind nur gefährlich, wenn sie unbewusst in uns walten. Die Jahresfeste Weihnachten, Ostern, Pfingsten in ihrem Verhältnis zu Erde, Kosmos und Mensch. Ganzmenschliches Verständnis des Jahreslaufes und Findens des Breviers.
19. Vortrag, 5.Oktober 1921, nachmittags
Die subjektive Seite des Erlösungsvorganges. Was ist die Erbsünde (Region der ererbten Eigenschaften)? Weisheit, Macht, Liebe. Der Weg zu Gott durch die Liebe; die Wege zu Gott in früheren Zeiten der Menschheit. Geschlechtliche Liebe, an das Blut gebundene Liebe (Blutsverwandtschaft); Heiligung der Liebe zu Wahlverwandtschaft mit dem Christus. Das Opfer. Erbsünde und individuelle Sünden. Die Erlösungstat des Christus.
20. Vortrag, 6.Oktober 1921, vormittags
Modernes Bewusstsein und Messopferzeremonie. Menschliche Wesensglieder und Priestergewand: Chorhemd, Stola, Messgewand, Kopfbedeckung. Farbe des Messgewandes und der Stola zu den verschiedenen Jahresfesten. Elemente eines neuen Messrituals: Evangelium und Offertorium; Gegenüberstellung mit der katholischen Messe in der Textübertragung Rudolf Steiners (Evangelium, Offertorium, Credo).
21. Vortrag, 6.Oktober 1921, nachmittags
Beantwortung von Fragen: Zusammenhang von Erlösung und Karma; Verzeihung, Buße. Erbsünde und Entwicklung des Menschen zur Freiheit. Kann die Messe durch das Evangelium begründet werden? Wie haben wir den Ursprung des Bösen zu denken? Anthroposophie und Kirche? Zukunft der bestehenden Kirchen? Ist Kultus nicht eine Gefahr für die Verkündigung der Liebe Jesu Christi? Soll man Christus nacheifern? Chr
stus als Vorbild oder Imitatio Christi? Ethik in der religiösen Erziehung. Christus-Erlebnis und Vater-Erlebnis.
22. Vortrag, 7.Oktober 1921, vormittags
Grundsätzliches zum Verstehen eines Rituals: Ausschluss des Suggestiven; Zusammenhang des Menschen mit dem Universum. Was geht unter mit dem Erdenuntergang und was vergeht nicht? Der Auferstehungsgedanke. Das Evangelienwort. Heilen und Erkennen. Elemente eines neuen Messrituals: Wandlung und Kommunion; Gegenüberstellung mit der katholischen Messe in der Textübertragung Rudolf Steiners (Wandlung, Kommunion). Theologia oder Theosophia.
23. Vortrag, 7.Oktober 1921, nachmittags
Gleichberechtigung der Frauen in allen Zweigen des öffentlichen Lebens. Bereicherung des religiösen Lebens durch das besondere Naturell der Frauen und der notwendige Anteil der Frauen an der Vergeistigung unserer Kultur. Besondere Eigenschaften von Frauen und Männern und allmähliches Wegfallen dieser Differenzierungen durch die Entfaltung der Bewusstseinsseele. Begründung freier Gemeinden durch Frauen. Beantwortung von Fragen nach der Beziehung zu den Verstorbenen. Vom Unsinn des Spiritismus. Die Bedeutung von Begräbnisritual, Gebet, Meditation für die Toten. Weitere Antworten auf Teilnehmerfragen: Wie ist 1.Kor.15,29 zu verstehen? Religiöse Bewegung beim Proletariat, bei Stadt- und Landbevölkerung? Liberalismus und Autoritätsglauben. Über freies Geistesleben.
24. Vortrag, 8.Oktober 1921, vormittags
Das CREDO. Wo ist ein Credo berechtigt? Das Credo aus anthroposophischer Erkenntnis; Gegenüberstellung mit dem katholischen Credo in der Übersetzung Rudolf Steiners. Wie die Worte «Gott» und «Geist» im Wörterbuch der Philosophie erklärt werden. Von der Notwendigkeit eines langen Credo-Studiums. Das BEGRÄBNISRITUAL, wie es Rudolf Steiner 1918/1919 dem altkatholischen Pfarrer Hugo Schuster gegeben hat. Das Mysterium der Drei in der Eins. Arithmetik in der physischen Welt und im Übersinnlichen.
25. Vortrag, 8.Oktober 1921, nachmittags
Beantwortung von Teilnehmerfragen: Messe lesen oder frei vortragen? - Musik in der Messe, Gemeindegesang usw.? - Vorgezeichnete Predigttexte? Von der Vorbereitung zur Predigt. - Das Jesus-Wort: Was nennst du mich gut? Keiner ist gut als Gott allein (Luk. 18,19). Über das Streben nach dem Guten und über die Reue. - Textverderbnis im Neuen Testament? Beispiele: Worte des Paulus über Sünde und Gesetz, Röm. 7,7-12 und Röm. 8,12-14. - Heiligenverehrung? - Unbefleckte Empfängnis Mariä? - Der Wunderbegriff. - Über Worte der Transsubstantiationsformel. - Wie ist 1.Kor. 11,28-30 zu verstehen?
26. Vortrag, 9.Oktober 1921, vormittags
Meditatives Miterleben des Jahreslaufes. Aufbau und Ausgestaltung der MONATSSPRÜCHE.
27. Vortrag, 9.Oktober 1921, nachmittags
Weitere Ausführungen über Aufbau und Ausgestaltung der Monatssprüche. Beantwortung von Teilnehmerfragen: Zusammenhang zwischen Seelenkalender und Brevier? Zölibat? Wie hängen Dreieck und Viereck mit der Taufe zusammen? Was liegt den Symbolen des Lammes und der Taube zugrunde? Christus-Erlebnis und Vater-Erlebnis. Grausamkeit im Tierreich?
28. Vortrag, 10.Oktober 1921, vormittags
TAGESSPRÜCHE zu den Jahreslaufmeditationen. Wie können Gemeinden begründet und geführt werden? Über die Buchdruckerkunst. Von der Notwendigkeit einer zeitgemäßen Pastoralpsychologie. Intellektualismus und Fanatismus. Kann es eine Ethik ohne Weltanschauungsgrundlage geben? Grundbedingungen für eine Priesterweihe in der Gegenwart.
29. Vortrag, 10.Oktober 1921, nachmittags
Was bedeutet das Weihen von Substanzen (Salz, Wasser, Asche, Öl)? Beantwortung von Teilnehmerfragen: Wie muss Joh.14,28 verstanden werden? Brot und Wein in der Kommunion? Verteilung der Wochensprüche bei unterschiedlicher Länge der Monate? Predigt im Gottesdienst? Kirchenverfassung? Körperstellung beim Meditieren? Was heißt «auf Herz und Nieren prüfen»? Vorbereitung zur Kommunion? Hilfe für Sterbende und Schwerkranke? Zur Heilung von psychischen Erkrankungen? Vater-Verehrung oder Christus-Verehrung? Marienkult? Sakramentaler Bußakt?

Beiheft zu GA 343 = GA 343 (2) Dokumentarische Ergänzungen
Wandtafelzeichnungen zum Vortragskurs // Notizbucheintragungen für die Vorträge // Notizbucheinträge für die Monatssprüche // Aufbau der Monatssprüche // Notizbucheintragungen zu den Tagessprüchen // Übersetzung der katholischen Messe für Hugo Schuster // Teil aus dem Offertorium der katholischen Messe (Übertragung aus dem Lateinischen - Fragment)


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«Vorträge bei der Begründung der Christengemeinschaft»
6. - 22.September 1922, Dornach - GA 344

Für dieses Buch sind keine Inhaltsangaben vorhanden, dafür folgend ein Auszug aus der chronologischen Übersicht über die Tage der Begründung der Christengemeinschaft von Gertrud Spörri (GA 344, S.13-17)
folgend Auszüge mit Vorträgen bzw. Handlungen Rudolf Steiners :
Freitag, 8.September 1922
Nachmittag: Rudolf Steiner demonstriert den Verlauf der Menschenweihehandlung, die hier erstmals «Menschenweihehandlung» genannt wird. Die Epistel «Im Bewusstsein unserer Menschheit...» wird gegeben
Samstag, 9.September 1922
Nachmittag: Vortrag von Rudolf Steiner. Er gibt für die Ämter die Bezeichnungen «Lenker» und «Oberlenker» und liest den Wortlaut der Angelobung vor.
Dienstag, 12.September 1922
Rudolf Steiner beschreibt den ersten Teil der Priesterweihe
Mittwoch, 13.September 1922
Rudolf Steiner übermittelt den ersten Teil der Weihe an Rittelmeyer. Er demonstriert die Menschenweihehandlung bis zur Vollendung des Opfers.
Freitag, 15.September 1922
Nachmittags: Rudolf Steiner demonstriert den zweiten Teil der Menschenweihehandlung, die Wandlung und Kommunion
Montag, 18.September 1922
Nachmittags: Rudolf Steiner beantwortet Fragen u.a. über die Konstitution der Priestergemeinschaft; er gibt den Wortlaut für ein Treuegelöbnis
Donnerstag, 21.September 1922
u.a. Text der LETZTEN ÖLUNG


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«Vom Wesen des wirkenden Wortes»
11. - 14. Juli 1923, Stuttgart - GA 345

1. Vortrag, 11.Juli 1923
Über den Fortgang der Arbeit der Christengemeinschaft seit ihrer Begründung. Symptome für untschwellige Wirkungen der Geistesstömungen der Gegenwart. über ahrimanische Kräfte, die der Mensch heute durch die äußere Kultur aufnimmt und ihre Unschädlichmachung. Beantwortung von Teilnehmerfragen. Das richtige Darinnenstehen im Kultus. Der Kultus als Sprache der übergeordneten Welten. Tägliches Sich-Beschäftigen mit der Menschenweihehandlung. Das Sic-Durchringen zum Priesterbewusstsein.
2. Vortrag, 12.Juli 1923
Schwierigkeiten in der Auffassung des Verhältnisses der Bewegung für religiöse Erneuerung zur anthroposophischen Bewegung. Innere Wahrheit ist notwendig gegenüber der inneren unbewussten Unwahrhaftigkeit in der heutigen Zeit. Von der Notwendigkeit einer Erkennnisrichtung, die das Geistige wieder innerhalb des Naturwissens geltend macht. Verhältnis der Menschen zum Kultischen. Beantwortung von Teilnehmerfragen.
3. Vortrag, 13.Juli 1923
Impulse für ein Sichfühlen in der spirituellen Welt. Das Walten des Sprachgenius. Unser Verhältnis zur Sprache. Das Wort «Mensch». Dreistufige Meditation über «das Wesen, das ich mit dem Wort 'Mensch' bezeichnen will». Erleben der Wahrheit des Wortes. Priester und Sprachgenius.
4. Vortrag, 14.Juli 1923
Das Neue Testament als übersinnliche Offenbarung. Über Übersetzungen der Evangelien. Beispiel für eine neue Art der Übersetzung: Joh. 17, 1-9. Geistige Entwicklungstatsachen der Menschheit: Nach dem Mysterium von Golgatha ist die Art, wie das Gottesbewusstsein zu den Menschen kommen sollte, eine andere als früher.
Faksimiles von Orginalhandschriften Rudolf Steiners


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«Apokalypse und Priesterwirken»
12. - 22. September 1924, Dornach - GA 346

Diesen Vorträgen liegt keine wörtliche Niederschrift (Stenogramm) zu Grunde, sondern eine Rekonstruktion aus vielerlei Mitschriften und Notizen.
1. Vortrag, 5. September 1924
Menschenweihehandlung und Apokalypse. Bezeichnung des Begriffs «Apokalypse»: Okkulte Wahrheiten, die gegeben werden, um der Menschheit den rechten priesterlichen Impuls zu verleihen. Die vier Stadien des Mysterienwesens im sich wandelnden Kultus der Zeiten.
2. Vortrag, 6. September 1924
Wandlungen des Transsubstantiations-Erlebens in den verschiedenen vergangenen Mysterienepochen.
3. Vortrag, 7. September 1924
Zukünftiges Erleben der Transsubstantiation in der Ich-Organisation. Von der Tragfähigkeit anthroposophischer Wahrheiten. Alpha und Omega (Apk.1,11). Die Anfangsworte der Apokalypse.
4. Vortrag, 8. September 1924
Sendschreiben an die Engel der Gemeinden von Ephesus und von Sardes. Zum Versändnis der Zahlenverhältnisse in der Apokalypse. Zwölf. Vierundzwanzig, Sieben.
5. Vortrag, 9. September 1924
In der fünften nachatlantischen Zeit werden die Menschen mehr und mehr das Bewusstsein entwickeln, den Tod als Begleiter neben sich stehen zu sehen. Zum Lesen der Apokalypse gehört das Dabeisein mit dem Wollen.
6. Vortrag, 10. September 1924
Zahlengeheimnisse in der Apokalypse. Früheres Hineingestelltsein der Menschen in die kosmischen Zahlengeheimnisse; heutiges Entwicklungsstadium der Erde, in dem wir uns herausheben aus den Zahlengesetzen. Die Erzengel-Epochen.
7. Vortrag, 11. September 1924
Das Jahr 333. Prophetischer Blick des Apokalyptikers auf die Möglichkeit eines Abfallens vom Christusprinzip und Rückkehr zum Vaterprinzip. Die mohammedanische Lehre. 666 - die Zahl der Tieres. Transsubstantiationslehre und Karmalehre.
8. Vortrag, 12. September 1924
Zusammenhang des Christus mit der Sonne. Sonnengenius und Sonnendämon. Sorat und die Zahl 666. Das Jahr 1998. Notwendigkeit des Strebens nach Spiritualität. Michaelmysterium, Christusmysterium, Soratmysterium.
9. Vortrag, 13. September 1924
Die Apokalypse als weissagendes Bild von der Fortentwicklung des Christentums nach dem Mysterium von Golgatha. Die wesentliche Unterscheidung des Christentums von anderen religiösen Bekenntnissen. Vom Bauen des alten und neuen Jerusalem.
10. Vortrag, 14. September 1924
Über verschiedene Bilder aus dem 19. Kapitel der Apokalypse. Priesterliches Wirken heute.
11. Vortrag, 15. September 1924
Vom dreifachen Sturz der Widersachermächte des Christus-Impulses: Der Fall Babylons, der Sturz des Tieres und des falschen Propheten, der Sturz der göttlichen Gegenmächte (Satan).
12. Vortrag, 16. September 1924
Übergang von der vierten zur fünften Kulturepoche. Bevorstehender Zeitraum, in dem die Menschen bewusste Visionen haben werden. Das Weib, mit der Sonne bekleidet (Apk.12,1).
13. Vortrag, 17. September 1924
Vom Prinzip der Zahl. Die Zeitalter der Posaunenklänge. Ichlose Menschen. Rassenentwicklung und individuelle Entwicklung der Menschen.
Teilnehmerfragen
14. Vortrag, 18. September 1924
Zu Apk.10,1. Wolkenmenschen, Regenbogenmenschen und feuerfüßige Menschen in der Gegenwart. Über die durch das Streben in Rassen, Völker und Nationen bewirkte Spaltung der Menschen. Beispiele: Russland (Bolschewismus), Tschechen und Slowaken.
15. Vortrag, 19. September 1924
Naturereignisse und geschichtliche Ereignisse. Das gläserne Meer (Apk.15,2). Licht und Liebe. Ausgießung der Zornesschalen. Beantwortung von Teilnehmerfragen.
Vorbesprechung vor dem 16.Vortrag, 20.9.1924
16. Vortrag, 20. September 1924
Über die Einheit von Sternenwelt und Erdenwelt. Das siebenköpfige und das zweihörnige Tier in der Apokalypse. Über die Natur der Kometen; der Bielasche Komet.
17. Vortrag, 21. September 1924
Die Apokalypse als Einweihungsbuch. Etappen: Briefe, Siegel, Posaunen, göttliche Liebe und göttlicher Zorn im Verhältnis zu physischer Welt, zu Seelenwelt und Geisterland. Wahrnehmen der Hierarchien.
18. Vortrag, 22. September 1924
Fragen der Bewusstseinsseelen-Entwicklung. Das Hereinbrechen der Intellektualität und das Wirken der satanischen Macht. Über die Gefahr neuer Gruppenseelenhaftigkeit. Gog und Magog. Impulse der Apokalypse im Priesterwirken.
Anhang
Wandtafelzeichnungen, Notizbucheintragungen, Hinweise zum Text





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Folgende Freie Ritual-Texte benutzte Steiner zur Vorstellung und Besprechung :
(hier die Seitenzahlen in GA 343, Ausgabe 1993)

TAUFE 373 ff
BEERDIGUNG 520 ff
SONNTAGSHANDLUNG 315 ff
WEIHNACHTSHANDLUNG 320 ff

außerdem als neu eingeführte Texte :
Menschenweihehandlung 414 ff / 464 ff
Brevier Wochentage 595 ff
Weihe Wasser/Asche für Taufe 618


Alle Angaben sind aus den Inhaltsangaben der jeweiligen Bücher entnommen,
und z.T. ergänzt.



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