Infos aus der anthroposophischen Bewegung

insbesondere zur Kultus-Frage
aus der «Christengemeinschaft» und Anthroposophischen Gesellschaft / -Bewegung




INHALT :


Aktuelles:
- Verleumdnungs-Broschüre der "Christengemeinschaft" Ulm
- Mysterienschule Anthroposophische Gesellschaft
Neues Buch von Prokofieff

- Kultus in der Anthroposophischen Gesellschaft ?
- "Kein Entweder-oder" ??
- Hausaufgaben verweigert
- Neuer CG-Erzoberlenker
- kein Sakramentalismus ohne Geweihte
- Priester oder Priester
- die Wahrheit ...
- Licht und Schatten: Beneschs Nazizeit
- Vor-Urteile
- Auf dem Prüfstand der Toleranz

- Stigmatisation
- Christus-Offenbarung
- Morgen-Stern

- Waldorf = Indoktrinierung mit Anthroposophie ?


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Verleumdnungs-Broschüre der "Christengemeinschaft"



« Die Christengemeinschaft »
in Ulm sieht sich durch eine freie christliche Trauung in Ulm herausgefordert
und möchte dem entgegenwirken und solches Wirken untersagen.
Zu diesem Zweck verbreitet sie eine Broschüre
« Stellungnahme zu den 'Freien christlichen Sakramenten' »
in der Aufsätze aus der Zeit unserer Begründung veröffentlicht werden,
die in oftmals grob irreführender Art versucht zu desinformieren und die Thematik zu relativieren,
das Monopol der Christengemeinschaft zu bekräftigen und vor allem
uns und Volker Lambertz zu diskreditieren, mit vielen falschen, halbwahren Aussagen.

Hierzu gibt es als Antwort unsere Broschüre
« frei + christlich - Der freie christliche Impuls Rudolf Steiners heute -
Eine Antwort auf Fragen de 'Christengemeinschaft'
»

Sie erhalten diese Broschüre kostenlos über unsere EMail-Adresse.



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Mysterienschule Anthroposophische Gesellschaft



« Der Pfingstimpuls und das Wirken des Christus im Sozialen »
Sergej O. Prokofieff
Verlag Freies Geistesleben


Hinter diesem Titel verbirgt sich eine ganz wichtige Zusammenschau
der Bedeutung, der Aufgaben, der Zukunft
der Anthroposophie und der Anthroposophischen Gesellschaft.
Prokofieff untersucht nicht nur die Situation,
sondern zeigt auch konkret welche Wege dahin führen,
und er zeigt uns die ungeheure Verantwortung, die wir als Anthroposophen haben, auf...
Ein Buch also, dass jeder Anthroposoph lesen sollte !!










Kultus in der Anthroposophischen Gesellschaft ?


Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft
Was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht
12. Oktober 2007 - Nachrichtenblatt Nr. 41


Weg zu einem höheren Gemeinschaftsgeist


Wie erschafft man neue Kultus-Formen, die auf der Anthroposophie gründen?
Maurice Le Guerrannic setzte sich intensiv mit dieser Frage auseinander und versucht, diese hier zu beantworten. Er ist überzeugt, dass der Impuls eine Bedeutung und große Wichtigkeit für das esoterische und soziale Leben heute birgt.
Die Anthroposophie ist eine Geisteswissenschaft, und Rudolf Steiner hat nie vorgehabt, daraus eine Religion zu machen. Man könnte auch sagen, dass die Anthroposophie Impulse zur Erkenntnis, zum Künstlerischen und zum praktischen Leben gibt und dass für diejenigen, die das kultische Element suchen, die Christengemeinschaft besteht, welche dieses Bedürfnis erfüllt. Wenn man sich jedoch vertieft mit dieser Frage beschäftigt, bemerkt man, dass sie einer viel differenzierteren Antwort bedarf.

Der «umgekehrte Kultus»
Es ist bekannt, dass Rudolf Steiner von einer Form des «umgekehrten Kultus» gesprochen hat, als die Menschen in den anthroposophischen Zweigen gemeinsam einen spirituellen Inhalt erarbeiteten. Weniger bekannt ist, dass er auf eine Frage positiv geantwortet hat, die sich auf die Idee bezog, wahrhaftige kultische Formen im Schoße der Anthroposophischen Gesellschaft zu entwickeln.
Wie muss man sich das vorstellen, dass die Anthroposophische Gesellschaft selbst eine kultische Aktivität ausüben kann?
Wäre es möglich, dass dasjenige, was Rudolf Steiner den «umgekehrten Kultus» nennt, auch die Bildung absolut neuer kultischer Formen mit einschließt? Diese werden da und dort schon angebahnt, wie wir sehen werden.
Rudolf Steiner hat den Begriff des «umgekehrten Kultus» während seines Vortrages vom 3. März 1923 eingeführt. Dieser Vortrag steht in einem ganz besonderen Kontext. Er fand direkt nach der Schaffung und Konstituierung der «Freien Gesellschaft» in Stuttgart statt, welche nach den Konflikten zwischen den «jungen» und den «älteren» Anthroposophen als zweite Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland entstanden ist. Zahlreiche Fragen, welche die Arbeit im Schoße der Zweige betrafen, wurden diskutiert. Dazu kamen die Fragen, die sich auf die Beziehung zwischen der kurz zuvor gegründeten Christengemeinschaft und der Anthroposophischen Gesellschaft bezogen. Viele bemerkten, dass die Christengemeinschaft ihre Tätigkeit durch die Tatsache gefördert sah, dass sie mit ihrem Kultus über eine fruchtbare spirituelle Substanz verfügte. Daher konnte sie der Notwendigkeit, ein direktes Band zum Geistigen zu knüpfen, Genüge tun - auf jeden Fall besser, als man dies durch das gemeinsame Hören und Lesen der Vorträge erreichen konnte, worauf sich die Aktivitäten der damaligen Zweige vor allem beschränkten.

Neue Gemeinschaften formen
Dann hielt Rudolf Steiner jenen Vortrag vom 3. März 1923. Darin stellte er dar, worauf die Daseinsberechtigung der Zweige innerhalb der Gesellschaft beruht. Dies tat er, indem er zuerst die Grundlagen zum Verständnis des traditionellen Kultus legte. Er bemerkte, dass das kultische Element intim mit der Bildung der menschlichen Gemeinschaften verbunden ist. Das Thema ist wichtig, denn wenn es keine erneuerten spirituellen Impulse gibt, die neue Gemeinschaften formen, wird sich die soziale Ordnung auf «der psychischen Ebene» immer mehr zersetzen, bis zu ihrem gänzlichen Verfall.
Ein erstes Element zur Bildung von Gemeinschaften findet seine Quelle in der Sprache. Die Sprache verbindet die Menschen, die Äußerungen des einen leben im andern; somit lebt ein gemeinsames Element gleichzeitig in mehreren Personen.Rudolf Steiner führt weiter aus, wie die Erinnerung als verbindendes Element noch stärker wirkt, als dies die Sprache tut.
Gemeinsame Erinnerungen verbinden die Menschen sehr stark, wenn sie sich nach einigen Jahren wieder begegnen. Steiner erklärt, dass dies gerade den Kerngehalt des traditionellen Kultus illustriert, denn im Kultus wird die unbewusste Erinnerung an gemeinsam Erlebtes in der vorgeburtlichen geistigen Welt wieder aufgesucht. So hat der Kultus zur Gründung von Gemeinschaften auf allen Kontinenten geführt.- Dann sagt er Folgendes:
«Nun ist es aber nicht möglich, dass diese Form der Sakramentengemeinschaft, also der Kultgemeinschaft, stehen bleibt für den modernen Menschen bei dem, was sie ist. [...] Mit dem Erwachen der Bewusstseinsseele, mit dem Entfalten der Bewusstseinsseele ist in dieser Beziehung ein neues Element hereingetreten ins Menschenleben. Da muss es nämlich noch ein zweites Erwachen geben, und dieses zweite Erwachen wird immer mehr und mehr als ein Bedürfnis der Menschheit auftreten: Das ist das Erwachen an Seele und Geist der andern Menschen. Im gewöhnlichen wachen Tagesleben erwacht man ja nur an der Natur des andern Menschen; aber an Seele und Geist des andern Menschen will der Mensch erwachen, der selbständig, der persönlich durch das Bewusstseinszeitalter geworden ist. Er will an Seele und Geist des andern Menschen erwachen, er will dem andern Menschen entgegentreten so, dass der andere Mensch in seiner eigenen Seele einen solchen Ruck hervorbringt, wie es gegenüber dem Traumleben das äußere Licht, das äußere Geräusch und so weiter hervorbringen. [...] Und so gibt es außer jenem Bedürfnis nach Erinnerung an die übersinnliche Heimat, die durch den Kultus befriedigt werden kann, das andere Bedürfnis, sich erwecken zu lassen zum Geistig-Seelischen durch den andern Menschen.»

Sprechen und Zuhören
Damit dieses Erwachen wirklich zustande kommt, muss eine Arbeitsweise ausgeübt werden, wo jeder wirklich in seiner Seele angeregt ist durch den Kontakt zum andern. Die menschliche Seele lebt in einer zeitlichen Bewegung. Was sie zu einer Zeit ernährt, trocknet sie zu einer anderen Zeit aus. Zum Beispiel können Vorträge eine Person unglaublich bereichern, und nach einigen Monaten oder Jahren schläft die Seele ein. Dasselbe geschieht auch bei gemeinsamer Lektüre. Es gibt eine Zeit zum Empfangen und eine Zeit zum selber Gestalten und Geben. Während man den andern selber etwas gibt, findet man darin seine Quelle der Inspiration und der Erneuerung der Seele. Die Zweigarbeit muss all dem Rechnung tragen und darüber wachen, dass jeder aktiv bleibt, indem man sich im Zuhören und Sprechen abwechselt. Wenn man bemerkt, dass die Zweigtreffen wirklich zu einem Lebenselement für eines jeden Existenz werden, ist das ein Zeichen dafür, dass die Zweigarbeit den «umgekehrten Kultus» verwirklicht, von dem Rudolf Steiner hier spricht.
«Durch das gemeinsame Erleben des Übersinnlichen wird eben gerade am intensivsten Menschenseele an Menschenseele erweckt, die Seele erwacht in ein höheres Verständnis hinein, und wenn diese Gesinnung da ist, bildet sich etwas heraus, das bewirkt, dass auf Menschen, die vereinigt sind im gegenseitigen Sich-Mitteilen und im Miteinander-Erleben anthroposophischer Ideen, ein gemeinsames, wirkliches Wesen sich herniedersenkt. [...] Durch den Kultus wird das Übersinnliche in Wort und Handlung heruntergeholt in die physische Welt. Durch den anthroposophischen Zweig werden die Gedanken und Empfindungen der Anthroposophengruppe hinauferhoben in die übersinnliche Welt. [...] Wenn dieses Bewusstsein vorhanden ist und solche Gruppen in der Anthroposophischen Gesellschaft auftreten, dann ist in diesem, wenn ich so sagen darf, umgekehrten Kultus, in dem andern Pol des Kultus, etwas Gemeinschaftsbildendes im eminentesten Sinne vorhanden.»

Imaginative Elemente
Wir sehen hier, wie die Menschheit einen Weg finden kann, wieder zu einem sozialen Zusammenhang, zu einem neuen, höheren Gemeinschaftsgeist zu gelangen. Höher deshalb, weil er auf der Beziehung von Seele zu Seele gründet. Es wird auch verständlich, dass das Aufsteigen in die geistigen Welten, wie es Rudolf Steiner beschreibt, früher oder später den Wunsch erweckt, diese Erfahrung auf eine der geistigen Welt angemesseneren Art zu erleben, das heißt, in einer imaginativen Form, wie sie eine wahrhaftige kultische Zeremonie lebendig machen kann. Denn in dieser drückt sich die Sprache der geistigen Welten selbst aus. Eine Zeremonie, wie einfach sie auch immer sei, kommt zustande, sobald sie sich nicht mehr in logischen Begriffen manifestiert, sondern in Wahrbildern. Nehmen wir als Beispiel das sogenannte Adventsgärtchen, das in den Steinerschulen mit den Kindern zelebriert wird. Dies ist wirklich ein imaginativer, wahrbildhafter Kultus, der den modernen Geist überhaupt nicht beengt. Das Licht, welches das Kind holen geht, indem es in einer Spirale zur Kerze in der Mitte schreitet, an der es seine eigene Kerze entzündet, ist ein wahrer Ausdruck, von einer inneren Wirklichkeit imaginiert. Diese Handlung ist von großer Kraft, denn in der Spirale drückt sich die Inkarnation in die Wirklichkeit des Lebendigen aus. Ich habe nie erlebt, dass agnostische oder areligiöse Eltern, die an einer solchen Zeremonie teilnahmen, sich daran störten. Im Gegenteil, sie hatten oft glänzende Augen, wenn sie ihr Kind beobachteten, und einige waren bereit, den Spiralenweg selber zu beschreiten.
Dieses einfache Beispiel zeigt, dass man dank des imaginativen, wirklichen Elementes eine erste Quelle der Inspiration für kultische Formen finden kann, durch die selbst agnostische Personen berührt werden: Andererseits kann die kultische Kreation auch von Personen aus allen Religionen in Betracht gezogen werden, denn der religiöse Inhalt wird durch diejenigen bestimmt, welche die kultische Form erschaffen. So sind diese Kultusformen im Kontext aller Religionen möglich. In einer Gemeinschaft, wie wir sie vorgestellt haben, ist der Kultus ein Akt der ganzen Gemeinschaft, die aus religiös ungebundenen Individualitäten besteht; jeder Teilnehmer wird eigentlich zum Priester. In dieser Form des Kultus wird der ethische Individualismus nicht verleugnet; im Gegenteil: er ist sein Fundament. Wenn sich dies auf der imaginativen Ebene ausdrückt, beginnen die Menschen, Schöpfer auf der Astralebene zu werden.
Die anthroposophische Erkenntnis ist die Grundlage für die Erforschung der Kultus-Handlungen, denn diese müssen imaginativ authentische geistige Tatsachen widerspiegeln. Man kann von einem Vortrag von Rudolf Steiner ausgehen, um ein kultisches Bild zu erschaffen, zum Beispiel für ein Jahreszeitenfest. Die zahlreichen Sprüche, die Rudolf Steiner hier und dort gegeben hat, sind auch sehr wertvoll für die Einrichtung eines Kultus, darüber hinaus auch Texte, die man selber schreiben kann, nachdem man eine gewisse Erfahrung und Reife in diesem Seelenbereich erlangt hat.
Die Künste sind die besten Werkzeuge für denjenigen, der eine kultische Form kreieren will, insbesondere die Eurythmie, die Musik und das Theater, aber auch die Kunst der Kleidung, der Farben und so weiter.

Alle sind Teilnehmende
Aber es handelt sich hier gerade nicht mehr darum, einer künstlerischen Darbietung zu lauschen oder zuzuschauen, sondern darum, die Kunst zum Kultischen, zum Religiösen zu erheben. Jedes Mitglied nimmt am Kultus teil, es gibt keine «Zuschauer». Auf diese Weise wird das Erlebte eine reale, neue Offenbarung der Mysterien. Die Künste kehren zu ihren Ursprüngen zurück. So erlebt, werden sie zum Gegenteil einer Kunst, die man «ausstellt», die man «fotografiert» und über die man endlos räsoniert; zum Gegenteil einer Kunst, die ein «Objekt des Intellektes» geworden ist.
Anlässlich eines privaten Gesprächs in Bezug auf die anthroposophische Gesellschaft und Bewegung erzählte Rene Maikowski Folgendes:
«So tauchte bei einigen Freunden die Frage auf, ob es wohl denkbar wäre, dass für die Gesellschaft auch einmal ein Kultus gegeben werden könnte. Die Meinungen waren geteilt. Ich wandte mich darauf - es war im Frühjahr 1923 - mit dieser Frage an Dr. Steiner selbst, den ich wiederholt auf Reisen begleiten durfte. Zu meiner Überraschung ging er auf den Gedanken einer kultischen Arbeit für die Gesellschaft als durchaus positiv ein. Er erklärte, dass es ja vor dem Kriege auch ein Kultisches gegeben habe. In der Zukunft werde das aber eine andere Gestalt erhalten müssen. Es käme auch nicht die Form der Christengemeinschaft in Frage. Er charakterisierte darauf die andersartigen Grundlagen von Anthroposophie und Christengemeinschaft. Beide Bewegungen stellten einen verschiedenen Weg dar und hätten zum Teil verschiedene Meister. Eine kultische Arbeit in der anthroposophischen Bewegung müsse aus demselben geistigen Strom hervorgehen wie die Schulhandlungen.»

Soziales Leben neu gestalten
Für diese neue Kunst, diese kultische Kunst, wäre es das Beste, eine zwölfte Sektion in der Freien Hochschule einzurichten. Die Geisteswissenschaft und die durch die Anthroposophie verlebendigte Kunst sowie die Erziehungskunst würden eine solche Forschungsarbeit inspirieren. In Zukunft werden die Mitglieder der drei Klassen der Freien Hochschule den Lehrstunden durch das kultische Element Leben verleihen. Die Zweige der Anthroposophischen Gesellschaft werden wahrhafte kultische Formen für die Jahreszeitenfeste erarbeiten. Die Lehrer werden für ihre Schulen Kultusformen erschaffen (und nicht nur für Kinder, wie es sie jetzt schon gibt), die Ärzte und Therapeuten für die Kliniken und Spitäler, die landwirtschaftlichen Mitarbeiter auf ihren Bauernhöfen und so weiter, im Zusammenhang mit dem Jahreslauf und in Bezug auf ihre Berufe, auf den Ort, auf die versammelten Individualitäten und so weiter. Die Kreation von wirklichkeitsgemäßen und imaginativen kultischen Formen, die wir hier skizziert haben (auch wenn sie noch so einfach sind), und die Einrichtung von kultischen Handlungen werden es ermöglichen, das soziale Leben der Menschheit neu zu gestalten.
Diese neuen kultischen Formen, die wir hier beschrieben haben und die wir in unserem Zweig erleben, lassen in der menschlichen Seele ertönen: «Das ist wahr!», «Das ist schön!», «Das ist gut!» Da lodert die Freude auf, weil die geistigen Welten und die irdische Welt sich dem Punkt der Kommunion nähern. Ein solcher Impuls, wie er heute inkarniert werden kann, darf angesichts des immer größer werdenden Einflusses von Ahriman auf allen Ebenen der Existenz in unserer heutigen Zeit michaelisch genannt werden. Er birgt eine Bedeutung von sehr großer Wichtigkeit auf der Ebene des esoterischen und des sozialen Lebens in sich.

Maurice Le Guerrannic
Französischen von Eva Escobar





A n m e r k u n g :
(Leserbrief von V.D.Lambertz)
Eine Ergänzung

Die Möglichkeiten sind viel konkreter, als Maurice le Guerrannic erwähnt.
Er zitiert nämlich nur den halben Satz Steiners an Maikowski; hier der ganze:

«Eine kultische Arbeit in der anthroposophischen Bewegung müsse aus demselben geistigen Strom hervorgehen wie die Schulhandlungen, (nun geht es konkret weiter:) gewissermaßen eine Fortsetzung dessen werden, was in Form und Inhalt in der Opferfeier der Schule gegeben wurde.» (GA 265, S.35)

Eine Fortsetzung (!) in Form und Inhalt der «Opferfeier» !
Kultustexte, ja Sakramente sind also nicht «tabu»...! «...wie überall eben aus dem Lebendigen heraus das Kultusartige gesucht werden muss.» (Steiner, GA 269, S.37)
Und es gibt erste Schulen, die zumindestens schon neue Formen (die Kreis-Form) praktizieren.
Und es gibt Arbeitskreise, die mit der Kultusfrage auch praktisch umgehen, wie z.B. die «Freie christliche Arbeits-Gemeinschaft» (siehe www.Forum-Kultus.de)
und über die Opferfeier hinaus auch die laienpriesterlich, von Rudolf Steiner frei christlich gegebenen Sakramente Taufe, Trauung, Bestattung «spezifisch anthroposophisch» aufgegriffen haben...
All diese Texte finden sich in dem Buch «Die Sakramente Rudolf Steiners...» (ISBN 3-00-007899-1).
Ein «weiter» ist nichts Neues...


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Hausaufgaben verweigert


"Christentum der Zukunft"
= eigene Hausaufgaben werden verweigert

Unter dem Motto "Christentum der Zukunft" berichtet die Mitgliederzeitung
"Nachrichten für die Mitglieder" (Nr.9-10/07) vom
jährlichen Treffen des "Siebenerkreises"
(dem höchsten Lenkungsorgan der "Christengemeinschaft") vom 21.-23.1.2007
mit dem Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft
in Dornach im Goetheanum.

Christentum der Zukunft ?
Liegt das - letztlich und nur - in der "Christengemeinschaft" ?
Welche Aufgaben haben denn die Anthroposophen für ein Christentum der Zukunft ?

Rudolf Steiner bestimmte die "Christengemeinschaft" als Ort für diejenigen, die ihren Weg in die Anthroposophie noch nicht finden können (s.u.); so kann für uns Anthroposophen - in der Regel - nicht die Religionsgemeinschaft "Die Christengemeinschaft" die religiöse und kultische Zukunft sein.
Die Gründe für die Verdrängung und Tabuisierung dieser Thematik sollen und brauchen hier nicht ausgebreitet werden.
Die große Mehrheit der Anthroposophen (und so auch der Funktionäre) sind aber gleichzeitig auch Mitglied in der "Christengemeinschaft" oder deren Unterstützer, das muss im Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft in Dornach berücksichtigt werden: Die Lobby der "Christengemeinschaft" ist einfach viel zu groß und mächtig, man muss mit ihr zusammenarbeiten, aber man will es auch...

Rene Maikowski konnte Rudolf Steiner noch fragen, ob ein "anthroposophischer Kultus" möglich und nötig wäre. Steiner verwies auf die Opferfeier, die weiterzuentwickeln wäre...
Der Monopolanspruch der "Christengemeinschaft" ließ sie aber nie aus der Nische der Waldorfschulen und Heime herausgekommen. Und heute lässt die allgemeine Verwässerung, das nachlassende Interesse an Anthroposophie und Kultus in den Waldorfschulen, die Opferfeier in den Schulen immer mehr verschwinden.

Wo liegt das Wollen des Vorstandes ?
Wird das entschleiert, z.B. durch die Ankündigung den "unaktuellen" Vortrag Rudolf Steiners vom 30.12.1922 demnächst gemeinsam (!) mit der "Christengemeinschaft" klarzustellen - d.h. zu relativieren - und diese "Richtigstellung" - als ein Machtwort? - dann gemeinsam zu publizieren... ?


Natürlich
hat jede Kirche ihre Berechtigung, ein jeder ist frei den ihm gemäßen Weg zu gehen.
" ...religiöse Erneuerung wird in der Welt gebraucht, und weil sie gebraucht wird, weil sie eine tiefe Notwendigkeit ist, wurde die Hand zu ihrer Begründung geboten. ... weil außerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft zahlreiche Menschen sind, die den Weg in die anthroposophische Bewegung hinein selbst nicht finden ... wie es also Bevölkerungskreise gibt, die nicht innerhalb der anthroposophischen Bewegung stehen, die auch zunächst keinen Weg finden aus der Verfassung ihrer Seele, aus der Verfassung ihres Herzens heraus zur anthroposophischen Bewegung hin ... nicht in der Lage sind, unmittelbar den Gang zur anthroposophischen Bewegung anzutreten. ... dass strenge darauf gesehen wird, dass die Bewegung für religiöse Erneuerung nach allen Richtungen in Kreisen wirkt, die außerhalb der anthroposophischen Bewegung liegen. ... Das, was ich diesen Persönlichkeiten (den Gründern der CG) gegeben habe, hat nichts zu tun mit der anthroposophischen Bewegung. Ich habe es ihnen als Privatmann gegeben, und habe es so gegeben, dass mit notwendiger Dezidiertheit betont habe, dass die anthroposophische Bewegung mit dieser Bewegung für religiöse Erneuerung nichts zu tun haben darf ... Wenn diese Voraussetzung nicht gewesen wäre, so wäre durch meine Ratschläge die Bewegung für religiöse Erneuerung niemals entstanden. ... Denn die Anthroposophische Gesellschaft wird von denjenigen nicht verstanden, der sich nicht so auffasst, dass er ein Rater und Helfer sein kann dieser religiösen Bewegung, dass er aber nicht unmittelbar in ihr untertauchen kann. Wenn er dieses tut, so arbeitet er an zweierlei: erstens arbeitet er an der Zertrümmerung und Zerschmetterung der Anthroposophischen Gesellschaft, zweitens arbeitet er an der Fruchtlosigkeit der Bewegung für religiöse Erneuerung. " (Steiner, 30.12.22)

Fragen wir uns: Zertrümmerung !? (harte Worte!...) : Aufgabe der Anthroposophischen Gesellschaft ist (u.a.) die Wiedervereinigung von Wissenschaft - Religion - Kunst. Schon gleich nach Steiners Tod zeigte sich, dass die Delegation des Religiösen, der Mitte, des Sozialen, der Christ-Praxis an die "Christengemeinschaft" (z.B. ganze Zweige traten geschlossen zur "Christengemeinschaft" über...) ein dunkles Loch für Unfähigkeiten öffnete, das dann die dunkelste Zeit der Anthroposophischen Gesellschaft werden sollte (Ausschlüsse, Nachlassstreit). Und noch heute liegen den meisten Streitereien - im Kampf verschiedener Flügel - in der Anthroposophischen Gesellschaft, die fehlende Fähigkeit zur christlichen Mitte und Praxis zugrunde... (in der "Christengemeinschaft" gibt es solche Auseinandersetzungen nicht...).
2. Fruchtlosigkeit : Gerade weil es der "Christengemeinschaft" nicht gelang ihre Klientel - auftragsgemäß - außerhalb der anthroposophischen Bewegung zu rekrutieren, wurde sie zur Anthroposophen-Kirche, blieb sie fruchtlos in der weltweiten Christengemeinschaft, unter sich, und ist selbst im kirchenkritischen Christenvolk als anthroposophische "Sekte" zur Seite geschoben. Sucht man nach ihr, findet man sie fast nur im Umkreis anthroposophischer Institutionen...

Sollte nicht schon das allein Anlass genug sein, als "Anthroposophen" eigene "spezifisch anthroposophische" Wege zu suchen, zu gehen,
nämlich einen allgemein-christlichen, überkonfessionellen, brüderlichen Weg zu konkretisieren und zu praktizieren,
"spezifisch anthroposophische" Wege,
Wege, die mit Steiners "freien christlichen" Impuls vorhanden sind ?

Das jährliche und intime Treffen in Dornach weist nicht dahin...
In aller Achtung, dass immer alle Wege individuell möglich sein müssen.


Volker D. Lambertz




"Kein Entweder-oder" ??

Unter dieser Überschrift berichtet «Das Goetheanum» (Nr.31/32-07, S.5,3,1)
über eine gemeinsame Jugendtagung der Jugendsektion der Anthroposophischen Gesellschaft und der Kirche «Die Christengemeinschaft» im Goetheanum.

Eine Verwässerung und Relativierung wie sie in der anthroposophischen Bewegung immer mehr um sich greift ... die dann noch als interkultureller Fortschritt angepriesen wird ?

Nachdem es schon für Belesene schwer genug ist, beide inkompatiblen Strömungen auseinanderzuhalten, ist es für die Jugendlichen nicht einfacher, zumal diese sich weniger für die inhaltlichen, strukturellen und kultushistorischen Wesensverschiedenheiten interessieren, sondern oftmals nur dafür, dass «der Priester da doch ganz nett ist». Nette Priester und Mitmenschen kann ich aber überall finden...

So muss eben eintreten wovor Rudolf Steiner am 30.12.1922 ja überdeutlich gemahnt hat (siehe oben) !

Offenheit ja,
da ist noch viel mehr nötig (wie wäre es, einmal die eigenen Aufgaben aufzugreifen, z.B. mit einer Tagung: Kultus der Anthroposophie ? ),
diese Tagung aber trug zur weiteren Verschleierung der wahren Probleme bei...
und ist leider typisch für den naiven Umgang und der immer mächtigeren Lobby der «Christengemeinschaft»...



Übrigens: Den Vortrag Rudolf Steiners vom 30.12.1922
können Sie kostenlos über
Unsere EMail-Adresse bei uns anfordern !

Siehe -> Zum Verhältnis von CG und AG, der Vortrag hier im ungekürzten Wortlaut.


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Neuer CG-Erzoberlenker







Neuer «Erzoberlenker» in der «Christengemeinschaft»

Bei der allgemeinen Priestersynode der Christengemeinschaft im Mai 2005 in Berlin hat Taco Bay aus Alters- und Gesundheitsgründen das Amt des Erzoberlenkers an Vicke von Behr weitergegeben.Vicke von Behr wurde 1949 in Neustadt/Holstein geboren. Die Eltern hatten sich dort als Flüchtlinge aus den Ostgebieten kennen gelernt und sich in der Landwirtschaft eine neue Existenz aufgebaut. So wuchs der Sohn zusammen mit einem jüngeren Bruder auf dem Land auf. Nach Abitur und Militärdienst studierte er in Freiburg und Berlin Volkswirtschaft, Theaterwissenschaften und evangelische Theologie. In der evangelischen theologischen Fakultät beeindruckten ihn vor allem die Seminare bei Prof. Helmut Gollwitzer. Dieser hatte im Zweiten Weltkrieg in russischer Gefangenschaft den Marxismus kennen gelernt und sich an dessen Sozialidee begeistert. Nach dem Krieg erhoffte er sich daraus eine Erneuerung des christlich-religiösen Lebens. Durch ihn angeregt, richtete sich der Suchersinn des Studenten auf die Tiefen des Christentums. Wie steht es mit dem Leben nach dem Tod? Woher kommt im Christentum die Kraft der Gemeinschaft? Was ist letztlich mit dem Menschen und der Erdenentwicklung gemeint, und wie steht die Tat Christi damit in Verbindung?
Neben dem Studium nahm Vicke von Behr bei einem Privatlehrer Schauspielunterricht. Als der Lehrer an Krebs erkrankte, übernahm der junge Student die Pflege und begleitete ihn bis zum Tod. Diese Begegnung wurde für ihn lebensentscheidend: Er erfuhr zum ersten Mal von der Wirklichkeit der geistigen Welt, vom Leben nach dem Tod und vom Wesen des Menschen, das nicht nur zwischen Geburt und Tod existiert. Durch die Evangelien-Betrachtungen von Emil Bock, die er 1975 zur Hochzeit geschenkt bekam, wurde er auf die Christologie Rudolf Steiners aufmerksam:
»Ich war von der ersten Seite an sicher, bei meiner Suche nach einem Christentum, das ein Wissen über die geistige Welt bejaht, endlich festen Boden unter die Füße zu bekommen.«
Wenig später entdeckte er die Christengemeinschaft. Er lernte die Menschenweihehandlung kennen und erlebte sie von Anfang an als etwas sehr Vertrautes.
1978 schloss Vicke von Behr das Universitätsstudium ab. Er betätigte sich zunächst einige Monate als Vater und Hausmann und nutzte diese Gelegenheit, um sich intensiv in die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners einzuarbeiten. Die zunehmende Bedeutung der Anthroposophie als impulsierende, sinngebende Lebensorientierung führte ihn dazu, eine Ausbildung im sozialpädagogischen Bereich anzuschließen und vor allem mit verwahrlosten, straffällig gewordenen Jugendlichen zu arbeiten. Diese lebensnahe Erfahrung mit dem geschädigten Menschenbild machte ihm bewusst, wie drängend unsere Zeit eine tiefgreifende Heilung des Menschen fordert. Er wurde dadurch zu einer immer intensiveren Auseinandersetzung mit den Fundamenten des Christentums angeregt. Dabei wurde ihm die Christengemeinschaft mehr und mehr zur geistigen Heimat.
Zu Ostern 1987 nahm er das Studium am Priesterseminar der Christengemeinschaft auf und empfing am 14. März 1992 in Rostock durch Taco Bay die Priesterweihe. Er wurde als Pfarrer in die Gemeinde Berlin-Wilmersdorf entsandt. Im Jahr 2001 wurde er zum Lenker für Ostdeutschland und 2004 zum Oberlenker berufen.

Heidenreich / Knausenberger
Ungekürzt aus «Mitteilungen aus der Christengemeinschaft für ihre MItglieder», Johanni 2005


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kein Sakramentalismus ohne Geweihte


Nachfrage:
Und dadurch durchlässig ?
Der neue «Erzoberlenker» der «Christengemeinschaft»:

«Der Kultus ist ein Gemeinschaftsgebet und wird durch den Priester, der geweiht ist und dadurch durchlässig ist für die geistige Welt, ausgeübt. ...
Die evangelische Kirche hat ja in diesem Sinne keinen Kultus, weil Luther das Priestertum abgeschafft hat und damit den Sakramentalismus.»

Aus dem Interview «Aus sich selbst heraus in Freiheit», «Nachrichten für Mitglieder», 27/05 der AG, mit dem neuen Erzoberlenker der «Christengemeinschaft», Vicke von Behr.


Frage:
Ist die Durchlässigkeit für die geistige Welt nur dem geweihten Prieser möglich?
Sind die evangelischen Sakramente (Taufe, Trauung, Abendmahl) keine, weil Luther die institutionalisierte Weihe, "das Amts-Priestertum" abschaffte und den Sakramentalismus auf ein biblisch konkret begründetes beschränkte?

... Auch Rudolf Steiner vertraute ein (doch wohl sicherlich "wirkungsvolles" und "berechtigtes") sakramentales Handeln institutionell NICHTGEWEIHTEN * (u.a. den «freien christlichen» Religionslehrern mit den Sakramenten Opferfeier, Jugendfeier und ehemals Taufe, Trauung) an !



* ( Als "geweiht" sehen wir einen jeden - wahrhaftig und demütig - kultisch Handelnden an.
Dabei gibt es den traditionell, auf Lebenszeit "kirchlich-geweihten" Priester [Amts-Priestertum]
und andererseits den "unmittelbar-geweihten" [Allgemeines [["Laien"-]] Priester-Sein],
der direkt durch Seine Berufung, aus der aktuellen Not des Du individuell Handelnden.
Als kirchliche Geweihter darf ich nur in meiner speziellen Kirche handeln,
als allgemein-christlich Geweihter jederzeit jedem.
Siehe dazu:
EINE WEIHE - ZWEI PRINZIPEN )


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Priester oder Priester


"PRIESTER-KIRCHE"
V E R W I R R S P I E L

Aus den «Mitteilungen aus der Christengemeinschaft für ihre Mitglieder», Weihnachten 2002 :


« Bei den öffentlichen Festtagen zum einjährigen Geburtstag des Priesterseminars in Hamburg sprachen nach der Weihehandlung am Sonntag drei Lenker aus aller Welt Grußworte. Dabei sagte der südamerikanische etwas, was nicht untergehen sollte. An den Kreis der 30 Seminaristen aus zwei Jahrgängen gewandt, anknüpfend an die Erfahrung, dass deren Zahl bis zum Weihesemester zu schrumpfen pflegt, meinte er tröstend, ermutigend:
' Nicht alle von Ihnen werden Pfarrer werden, aber ich versichere Ihnen:
Sie alle werden Priester.
In diesem Weiheraum hier gibt es ein gutes Dutzend Pfarrer - und über 200 Priester!
'
Jeder Christ hat den priesterlichen Auftrag, die Christus-Wirklichkeit in die Welt zu tragen, wo er auch steht.» Das relativiert nicht die Weihe und den Dienst der Geweihten; aber das 'Priestertum aller Gläubigen' müssen und sollten wir nicht allein den Protestanten überlassen. Weitersagen! - »
Dr. Hellmut Haug, Stuttgart. "


Kommentar:
Das stimmt, aber das ist nicht die Wirklichkeit in der «Christengemeinschaft».
Was soll mit solch einem für die CG unwahren Priester-Begriff bezweckt werden ?
(Siehe oben die Erläuterung des Begriffes unter * . )
Als «Priester» wird in der «Christengemeinschaft» (wie auch in der katholischen Kirche) derjenige bezeichnet, der berechtigt ist sakramental zu handeln. Gerade das aber "darf" in der «Christengemeinschaft» der (kirchlich) Nicht-Geweihte - der nun oben als "Priester" bezeichnet wird - nicht! Was hier vorgebracht wird hat genauso wenig mit dem üblichen Verständnis des «allgemeinen Priestertums» in den evangelischen Kirchen zu tun, in denen es nämlich keine «Weihe» gibt, in denen - im Gegensatz zur «Christengemeinschaft» - geistlich alle gleich sind und somit prinzipiell jedes Mitglied auch zum sakramentalen Dienst berechtigt ist. (Siehe Prof.Dr.Gunther Wenz, «Einführung in die evangelische Sakramentenlehre», S.209.)
Möchte die «Christengemeinschaft» - gerade als eine «Bewegung für religiöse Erneuerung» - verschleiern, dass sie genau das "alte" römische und katholische «Zwei-Stände-System» von Klerikern und Laien praktiziert ? Denn das ist immer weniger "zeitgemäß" und findet heutzutage immer weniger Zulauf und Akzeptanz (und das benötigte die «Christengemeinschaft» dringend)...


Siehe hierzu : Nur mit Weihe? und Zur Freiheit des Christen



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die Wahrheit ...


Skandal ?

Meldung seitens der «Christengemeinschaft»
(Wolfgang Gädeke und Christward Kröner) :
"Die Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung fälscht die Texte DER Christengemeinschaft"


Fälschung der Texte Rudolf Steiners ?
Durch wen ? !
Besitzansprüche und Fälschungen durch die «Christengemeinschaft»

Ungeheuerlich, ja skandalös wäre die Entdeckung, dass «Die Christengemeinschaft»,
die mit Argusaugen darüber wacht, dass kein Komma in IHREM Text verändert wird,
selbst die Texte Rudolf Steiners wissentlich (denn sie ist von der Nachlassverwaltung darauf deutlich hingewiesen worden) und zwar zugunsten des eigenen Monopolanspruches falsch wiedergibt (in ihren "internen" Ausgaben, auf die sie ihren Auftrag gründet, die zu veröffentlichen sich aber weigert) !
Dem soll folgend nachgegangen sein:



1. Zur Weigerung der Veröffentlichung der Gründungs- und Sakramentstexte:
Seit je hat sich «Die Christengemeinschaft» gegen die Kenntnisnahme ihrer Gründungsabsichten und -akten, gegen eine Veröffentlichung der «Vorträge über christlich-religiöses Wirken» Rudolf Steiners (GA 342-346, siehe deren Inhaltsverzeichnis: Rudolf Steiners Kurse ) gewehrt.
Warum ? (Wolfgang Weihrauch im Interview mit Rudolf Gädeke [Priester der CG und Verfasser eines zweifelhaft tendenziösen Werkes über Religion und Anthroposophie] in «Flensburger Hefte», So.9 : )
Weihrauch: «Welcher gute Grund ist es, der dafür spricht, dass man die Ritualtexte nicht drucken sollte?»
Gädeke: «Ganz einfach deswegen, weil sie zum Hören da sind und weil an die Tatsache, dass man mit ihnen studierend umgeht, gewisse Bedingungen geknüpft sind, nämlich die des Priesterwerdens und Priesterseins.» (Das ist auch die offizielle Meinung der Priesterschaft und Hierarchie der «Christengemeinschaft».)
So betitelte die «Christengemeinschaft» diese Vorträge (mit u.a. den Ritualtexten) als «Priesterkurse», deren Kenntnisnahme nur den Priestern der «Christengemeinschaft» zustände.
Die Wahrheit ist aber, dass an diesen Kursen Rudolf Steiners auch die freien christlichen Religionslehrer, die Mitglieder des Vorstandes der Anthroposophischen Gesellschaft und verschiedene andere Anthroposophen eingeladen waren und teilnahmen, und selbst von den speziell - zur Gründung einer neuen Kirche - angesprochenen Teilnehmern blieben lange nicht alle beim Begründerkreis der «Christengemeinschaft» oder wollten Priester werden.
Die Bedingung Rudolf Steiners war also nicht das "Priesterwerden-Wollen" !!


Ein Beleg der Verdrehung durch die «Christengemeinschaft» :

Der Original-Text Steiners (GA 344, S.213 [siehe Originalunterlagen der R.St.-Nachlassverw.]) :
« Ein Teilnehmer: Wenn ein Gemeindemitglied verlangt, es möchte den Text
(der «Menschenweihehandlung» der «Christengemeinschaft» -VDL) haben?
Rudolf Steiner: Das kann nur dann eine Bedeutung haben, wenn Sie es für gut halten für seine Seelenentwicklung. »

In der "internen Ausgabe" der «Christengemeinschaft» :
« Ein Teilnehmer: Wenn ein Gemeindemitglied den Text haben möchte, um ihn durchzumeditieren?
Rudolf Steiner: Das ist zu verweigern, das kann nur dann eine Bedeutung haben, wenn Sie es für gut halten für seine Seelenentwicklung. »

-> Sie bemerken, hier taucht «um ihn durchzumeditieren» und vor allem in der Antwort Steiners
«Das ist zu verweigern» auf.
Laut Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung «gibt es keinerlei Unterlage» für diesen Passus,
«er wurde in der internen Ausgabe an dieser Stelle hinzugefügt, ist jedoch nicht authentisch




2. Sicherung der Monopolstellung :
Da eine Veröffentlichung dieser "Priester"-Kurse Rudolf Steiners durch die Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung (die die Rechte an diesen Texten hält) nicht zu verhindern war, ist das allerneuste Vorgehen, die Richtigkeit der von ihr veröffentlichten Texten zu verneinen und sogar der Nachlassverwaltung Fälschung vorzuwerfen (u.a. in «Flensburger Hefte») ... ! (Das ist ein Tausch der Täter-/Opferrolle...)
Warum «Die Christengemeinschaft» so penetrant versucht die Herausgabe dieser Texte Steiners zu verhindern oder wenigstens gewisse Kernaussagen zu verschleiern, wenn sie schon nicht zu verhindern sind, ist nicht schwer zu erkennen, wenn man sich die Klage Rudolf Steiners (siehe Zur "Christengemeinschaft") anhört (dass die «Christengemeinschaft» eben nicht die Kirche DER Anthroposophen sein soll ...was sie aber mangels Zuspruch von außerhalb wurde) und die bis heute ausstehende Kurskorrektur bedenkt.


Wer also "fälscht" hier ? :

Original Steiner (GA 342, S.62 [siehe Originalunterlagen der R.St.-Nachlassverw.]) :
« Nur würde ich unter allen Umständen empfehlen, die Sache nicht so zu versuchen , dass mit Bezug auf die anthroposophischen Zweige und so weiter ein Sichzusammenschließen angestrebt wird... »

In der «internen Ausgabe»
fehlt dieses «nicht» ( : « ...empfehlen, die Sache so zu versuchen, dass... ein Sichzusammenschließen angestrebt wird... » ) und sagt damit aus, dass ein Sichzusammenschließen anzustreben wäre.

-> Das ist natürlich von eklatanter Bedeutung und Wirkung, denn (im Prinzip) alle konkreten Aussagen Steiners zum Verhältnis AG und CG (siehe insbesondere Zum Verhältnis von CG und AG ) beinhalten dieses «nicht» !!
Wenn man aber allerdings "Anthroposophen-Kirche" geworden ist, bzw. vor allem Anthroposophen zur Klientel hat, passt solch ein «nicht» nicht zur Realität...




Wenn man solche gravierende Veränderungen des Originals vor sich hat, ist nicht nur verständlich, sondern selbstverständlich (und auch juristisch und erst recht spirituell zwingend), dass die Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung für die Herausgabe des Zyklus «Vorträge über christlich religiöse Erneuerung» (gegen den sich die «Christengemeinschaft» [aktuell durch deren Priester Wolfgang Gädeke und Christward Kröner -Mitleiter des Priesterseminars Hamburg- ] wehrt) die Originalstenogramme und -aufzeichnungen benutzt und nicht, wie von der «Christengemeinschaft» gefordert, die «interne Ausgabe der Priesterschaft .. da sie bereits Änderungen enthält, deren Herkunft unklar ist.»


Änderungen! ... wozu?
Man möchte den eigenen Mitgliedern (Außenstehenden sowieso) diese unvorteilhaften Angaben / Informationen (und vor allem die Kultustexte ["nur für den Priester" ] ) nicht zur Kenntnis geben...

Und 2.: man kommt auch nach 70 Jahren immer noch nicht ohne die anthroposophische Scene aus.
Dass das aber eigentlich der falsche Kurs ist, soll nicht allzu bekannt werden.
Und wenn man "nachweisen" kann, dass Rudolf Steiner diese Bevormundung und Einvernahme der Anthroposophen selbst befürwortet habe, ist das doch ganz praktisch... ?
...nur, er hat es nicht gesagt...


Eine Tragik die auch die Mittebildung der Anthroposophischen Gesellschaft schwer beeinträchtigte...
(siehe frei + christlich, Fußnote 69, etc.)
Da die «Christengemeinschaft» vielfach und offiziell und auch öffentlich sich der Veröffentlichung und der Kenntnisnahme dieser "Priesterkurse" widersetzte, fällt es schwer anzunehmen, dass die "Unzulänglichkeiten" der «internen Ausgabe» der "Priesterkurse" der «Christengemeinschaft» Einzelfälle und vor allem ein Versehen sind... (zur Korrektur hatte man acht Jahrzehnte Zeit...).

Natürlich ist die Problematik vielfältiger,
allein dieser eine Blick darauf ist relativ vielsagend... und erschreckend...
Warum es dagegen keinen Aufstand gibt ?
Den kann sich keine Seite leisten: Die «Christengemeinschaft» aus oben genannten Gründen nicht, die «Anthroposophische Gesellschaft» nicht, weil die übergroße Mehrheit ihrer Mitglieder Mitglied in der «Christengemeinschaft» sind... Die Rücksichtnahme auf diese Mehrheit und deren Einfluss (auf allen Ebenen) verhindert objektive Information und erst recht Maßnahmen zur Korrektur...
Andererseits sind für die (allermeisten) Mitglieder der «Christengemeinschaft» solche Methoden so undenkbar, dass man nicht in der Lage ist Hinweise darauf ernst zu nehmen, sondern sie werden als gegnerisch böswillig mit heiligem Zorn zurückgewiesen. (Die Erde ist eben eine Scheibe...)
Davor stehe ich fassungslos: die Weigerung wahr-zunehmen...
VDL



(Diese Information finden Sie - wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung - auch unter Desinformation. )


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Licht und Schatten: Beneschs Nazizeit


Zu Berichten
in
- I n f o 3 - und in - www.Egoisten.de -

Friedrich Benesch
- Leiter des Priesterseminars der Christengemeinschaft und deren Lenker, bekannter und anerkannter Buchautor -
war vor seiner CG-Zeit ein führender Nationalsozialist...
Das waren Vielen...
Benesch wandelte sich - zumindestens scheinbar, denn er verschwieg seine Vergangenheit...
War Benesch - der schließlich das Priesterseminar der CG leitete und eine der bedeutensten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Priesterschaft war - ein Saulus der zum Paulus wurde ??
Es ist zu hoffen...
Aber warum sprach er nicht davon ?
Er hätte doch Beispiel sein können, auch für viele ehemalige Nazis die durch ihn hätten Auswege aus dem braunen Sumpf ERkennen können...
Aber er schwieg, selbst im engsten Freundeskreis...
Blieb er auch im Innersten "der Alte" ?
Wie beeinflusste er eine ganze Priestergeneration der CG ?
Das ist eine besonders gravierende Frage, denn sie ist nicht von der aktuell vorherrschenden Stimmung in der CG zu trennen (Benesch Schüler sind mittlerweilen alle etablierte Priester in der CG)...

Die jetzt erschienene Biographie, verfasst von Hans-Werner Schroeder, Beneschs Nachfolger, wirft die Frage auf:
Wie viel Wahrheit verträgt die Christengemeinschaft ?

Die Zeitschrift INFO3 und Michael Eggert sind diesen Fragen nachgegangen...
Lesen Sie selber in : http://www.egoisten.de/benesch_st/benesch_st.html
und in INFO3, 7-8/07, S.39ff.


HIER soll keine Verurteilung vorgenommen werden,
aber für viele war Benesch ein Vorbild, für einfache Mitglieder und gerade für Priester, die er im Seminar erzog und bildete. Und für Außenstehende war er ein Repräsentant der CG...
Deshalb kann man seine Gesinnung nicht relativieren und vertuschen ...oder gibt es etwas zu verbergen ??

Doch was er auch immer in seiner Jugend als "Nazi" in führender Rolle "verbrochen" hat...
seine Bemühungen um ein "erneuertes Christentum" lassen diese Zeit (vielleicht und hoffentlich) verzeihen... Messen wir Benesch an seinem Engagement in der CG, als Priesterausbilder, als maßgeblicher Meinungsbildner in der CG...
Diesen stellt Werner Schroeder in seinem Buch "Friedrich Benesch" ausführlich dar.
Somit ist der Blick auf die Schatten eine Ergänzung einer Einseitigkeit im Personenkult der CG...
Beides ist Benesch!
So wie letztlich wir alle... ...


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Phänomene


Phänomene ...

es tut mir schon weh, immer wieder auf diese zu stoßen und diese nennen zu sollen (verzeihen Sie mir, ich tue es nicht gerne) und somit sollen sie auch nicht zu einer Be- oder gar Verurteilung gereichen...
Weil diese Informationen sonstwo nicht, oder nur umständlich erhaltbar, zur Verfügung stehen, sollen sie wenigstens hier angeführt sein... Ich wünschte es seien nur meine "Hirngespinste"...
Doch "Augen zu" - wie bisher - hilft niemandem...

PS.: Nochmals ... es geht hier nicht darum die «Christengemeinschaft» zu diskreditieren!
Als Anthroposophen sind wir mit ihr jedoch allgegenwärtig konfrontiert, wenn es um die Kultus-Frage geht ...
während es der katholischen und evangelischen Kirche völlig egal ist was wir machen, ja sie arbeiten verschiedentlich ökumenisch mit uns zusammen. Die Problematiken die in diesen Kirchen herrschen, sind allgemein bekannt und recht gut zugänglich (siehe z.B. http://www.ikvu.de/) und müssen somit speziell hier und für unsere Thematik = anthroposophisch sakramentales Handeln, nicht aufgegriffen werden.
Als Anthroposoph verlange ich von mir, dass möglichst objektive Information mein Urteil und mein not-wendiges Handeln bestimmt, denn ich möchte nicht unfrei gehalten werden...
VDL


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Vor-Urteile


I R R T Ü M E R

denen unterliegen wir alle (natürlich auch wir!)...
so auch Dieter Brüll in seinem ansonsten so sehr zu empfehlenden Buch
«Bausteine für einen sozialen Sakramentalismus»;
siehe ... nicht wir! !!


V E R U R T E I L U N G E N

Liebe Leser,
es kursieren so manche Beurteilungen über uns, die sich mit eindeutigen Aussagen gegen unsere Initiative, gegen einen freien christlichen Impuls, gegen ein anthroposophisch sakramentales Handeln, letztlich sich für ein Monopol der Kirche «Die Christengemeinschaft» aussprechen, u.s.w. .
Hierbei werden allerlei Argumente genannt, die, hinterfragt, sich als unhaltbar zeigen.
Leider werden diese Fragen nicht mit uns abgeklärt, sondern als Behauptungen einfach - von irgendwoher übernommen - in den Raum gestellt, Einspruch dagegen wird nicht zugelassen...
Ausnahmen bestätigen leider diese Regel ... (Dazu gibt es ja ein ganzes Heft mit Dokumentationen... siehe Verzeichnis Arbeitsmaterial : T E I L 10 - ALLEIN SELIG MACHEND ? - Dokumentation der Kontroverse - Die Diskriminierung alternativ kultischen Handelns in der AG und CG. ) (Allerdings ist man seit einiger Zeit zur Taktik des "Totschweigens" übergegangen...)
Die Gründe für diese Vorgehensweise finden Sie ja im Beitrag Zur Freiheit des Christen benannt...

Das ist ganz gewiss seltenst böse gemeint und Absicht, sondern man ist einfach ungenügend informiert...
Damit Sie aber keiner Desinformation unterliegen,
bitte ich Sie uns einfach "zur Rede zu stellen",
uns um eine Klärung zu bitten,
wenn irgendwo wieder einmal etwas "gegen" den freien christlichen Impuls, gegen unsere Initiative vorgebracht wird!
Es ist doch sowieso immer sinnvoller direkt den Kritisierten zu fragen!:
Unsere EMail-Adresse


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Auf dem Prüfstand der Toleranz

Anläßlich der Besprechung des Buches
«Zur Frage der Christlichkeit der Christengemeinschaft»
stellt Jörg Ewertowski in der Zeitschrift «Die Drei», 12/2004 in «Auf dem Prüfstand der Christlichkeit» eine interessante Frage, die auch auf uns bezogen werden kann und deshalb kurz hier zitiert werden soll :

Wenn von Theologen die Frage nach der Christlichkeit der Anthroposophie oder der Christengemeinschaft gestellt wird, dann wirkt das auf mich als Anthroposophen und Christengemeinschaftsmitglied zunächst immer wieder befremdend und fast wie ein persönlicher Angriff. Schließlich komme ich ja nicht so leicht auf die Idee, umgekehrt die "Christlichkeit" eines Kirchenchristen auf den Prüfstand zu stellen. (Angesichts der Differenz zwischen Christi Botschaft - in den Evangelien - und der gelebten Praxis der Kirchen vielleicht keine unberechtigte Frage ... VDL) Aber der so in der einfachen Form einer Umkehrung angesetzte Vergleich ist bei näherer Betrachtung doch unzureichend.
Will man sich als Anthroposoph in die Lage des kirchlichen Theologen versetzten, so muss man sich an die verschiedenen inneranthroposophischen Auseinandersetzungen um die Anerkennung von Geistesforschung, die nicht von Rudolf Steiner stammt oder durch ihn bestätigt ist, erinnern.
Die Frage «Wie christlich ist die Anthroposophie?» spiegelt sich damit also in der Frage «Wie anthroposophisch ist oder arbeitet der frühe Valentin Tomberg, ein Jostein Saeter, eine Heide Oehms?»
Damit möchte ich hier gar keiner Tendenz im Hinblick auf die Beantwortung dieser Fragen Ausdruck geben, sondern nur das Problembewusstsein für beide Bereiche wachrufen und durch die Gegenüberstellung schärfen. So sehr man nämlich dazu verführt werden kann, den Splitter im Auge des Gegenüber anstelle des eigenen Balkens zu kurieren, so sehr kann man auch die Gelegenheit nutzen, durch die Spiegelung der eigenen Problematik in der fremden und umgekehrt einen neuen Gesichtspunkt für einen Fortschirtt auf dem Weg zur Lösung beider zu finden.


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Stigmatisation


Eine Mitteilung des Arbeitszentrums Berlin
der Anthroposophischen Gesellschaft :

Um eine sachlich angemessene Information zu gewährleisten und möglicherweise verfälschenden Darstellungen zuvorzukommen, möchten wir der Mitgliedschaft der Anthroposophischen Gesellschaft über ein besonderes Ereignis innerhalb der Gesellschaft in Berlin berichten.
An einer Mitarbeiterin des Rudolf-Steiner-Hauses in Berlin sind in der Passionszeit dieses Jahres (2004) (in ihrem 33. Lebensjahre) die Stigmata, die Wundmale Christi, aufgetreten, die sich bis zum heutigen Tage nahezu unverändert erhalten haben. Nacheinander zeigten sich diese Wundmale zunächst an den Innenflächen der Hände, dann an den Handrücken einige Tage später an den Ober- und Unterseiten der Füße sowie unterhalb der rechten Brust. Sie entsprechen den Malen auf dem bekannten Auferstehungsbild von Matthias Grünewald (Isenheimer Altar). Die Wunden bluteten besonders in der Karwoche, insbesondere am Karfreitag und an den Freitagen zwischen Ostern und Pfingsten. ...
Durch das Ereignis der Stigmatisation ergab sich auch eine Umwandlung des gesamten physischen Organismus. Diese besteht in einer radikalen Verwandlung des Blutsystems, welches als physisch-geistiger Ausdruck des Ich alle Organe durchdringt und verbindet. Dadurch bedingt, zeigten sich eine Steigerung der Sensibilität der Sinneswahrnehmung und eine tief greifende Veränderung im Bereich der Ernährung. Nicht etwa als Ergebnis irgendeiner Askese, sondern durch eben jene leibliche Umgestaltung ergab sich die vollkommene Nahrungslosigkeit, die weder zu einem Gewichtsverlust noch zu anderen Einschränkungen oder körperlichen Beschwerden geführt hat. Der verwandelte physische Leib wehrt vehement jede irdische Nahrung ab. Nur Wasser kann in beschränktem Maß aufgenommen werden.
Mit der Stigmatisation geht ein unmittelbares Miterleben der Passionsereignisse einher, wie sie sich vor etwa zweitausend Jahren vollzogen haben. Dieses Erleben trat nicht nur am Karfreitag auf, sondern vollzieht sich seitdem an jedem Freitag. Es handelt sich um ein leiblich-seelisch-geistiges Mitvollziehen, bei dem das gewöhnliche Bewusstsein für die Dauer des Mitvollzugs der Passionsereignisse verlassen wird. Die schmerzvollen Erfahrungen des Mitleidens haben zwar ihren Höhepunkt in dem Miterleben des Sterbens Christi, doch werden diese durch das einzigartige Erleben der Auferstehung, «in der Morgenfrühe des ersten Tages der Woche», aufgewogen, das darüber hinaus der leiblichen Organisation immer von neuem ihre Lebenskräfte spendet.
Unsere Mitarbeiterin geht nach wie vor ihrer beruflichen Tätigkeit in unserem Hause nach, arbeitet nebenbei auch in ihrem Beruf als Architektin (seit 2005 nicht mehr). In den Jahren 2001 und 2003 hielt sie im Rudolf-Steiner-Haus Berlin vier Vorträge über das esoterische Judentum und über die Apokalypse des Johannes.
Als sie vor mehreren Jahren die Anthroposophie kennen lernte, erkannte sie vieles wieder, was ihr seit Kindheit und Jugend durch innere bewusste Erfahrung vertraut war. Aus dieser Vertrautheit heraus verband sie sich schnell und mit großer Unmittelbarkeit mit den Inhalten der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners und wurde Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Die Meditationsinhalte der Geisteswissenschaft sind für sie zu einer lebenswichtigen Geistesnahrung geworden. Es sei erinnert an den bekannten Spruch von Angelus Silesius, der schon von der gewöhnlichen Ernährung sagt: «Das Brot ernährt dich nicht: was dich im Brote speist, ist Gottes ewiges Wort, ist Leben und ist Geist.» Durch das erkenntnisdurchdrungene Verarbeiten der Anthroposophie ist es ihr möglich, die mit der Stigmatisation einhergehenden Verwandlungen ihres Wesens mit Bewusstsein und Verständnis zu durchleben.
Unserer Mitarbeiterin liegt sehr am Herzen, dass die Phänomene geisteswissenschaftlich angeschaut und dadurch verstanden werden können.


Martin Kollewijn
Vertreter des Arbeitszentrums Berlin, Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland
Dezember 2004


( Das war die erste, noch objektive Meldung ... dann schlug die Stimmung um,
weil sich Vorstands-Funktionäre der AG ablehnend äußerten ... )


Siehe auch :
http://www.freie-vereinigung.de/
die Website der Freien Vereinigung für Anthroposophie - Morgenstern



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Christus-Offenbarung


Judith von Halle
als Stigmatisierte und Verkünderin
der Christus-Realität damals und heute

Was will uns die geistige Welt mitteilen, worauf aufmerksam machen,
indem ein Mensch stigmatisiert wird ?
Muss uns nicht schon dieses Phänomen allein hellwach werden lassen ?
Und wenn dieser Mensch ein Anthroposoph ist,
wenn nun diese ERscheinung von ihm geisteswissenschaftlich verständlich und logisch erklärt werden kann ?
Das ist bei Judith von Halle der Fall...
Doch leider gab und gibt es noch viel Unverständnis (und Neid!?) und Gegnerschaft dazu,
gepaart mit unakzeptablem, diffamierenden Umgang mit Frau Halle seitens eines Teils des deutschen Landesvorstandes der Anthroposophischen Gesellschaft, insbesondere dessen Generalsekretärin...
Aus unserem Kreis haben sich einige Frau Halle angehört, mit ihr gesprochen, ihre Intentionen abgefühlt und befunden, dass hier ein reiner Mensch spricht, der nichts will als sein überaus klares Erleben der historischen und gegenwärtigen Realität des Christus mitzuteilen und dies in bescheidener, ehrlicher und überzeugender Weise und vor allem: ganz und gar "anthroposophisch" ("Steiner-kompatibel"...) .
So kann ich nur aufrufen: Wenn Sie irgendwo hören, dass Judith von Halle spricht: gehen Sie hin, öffnen Sie Ihr Herz und spüren und verstehen Sie SEINE Realität ...und vielleicht auch Anwesenheit... !
Wir meinen, dass diese Chance, dieser Weckruf der geistigen Welt gerade jetzt und gerade an uns Anthroposophen nicht ungehört - wie schon so manches - verklingen, versäumt werden darf, das wäre allzu tragisch...

Diese Webseite hat andere Aufgaben (eine eigene Webseite der Halle'schen Freunde gibt es leider noch nicht), deshalb wollen und können wir in die christologische Thematik sowie in den Sumpf der Auseinandersetzungen nicht einsteigen...
Ich biete aber an, dass Interessierte Informationen hierzu erhalten können,
melden Sie sich ggf. mit konkreten Fragen bei mir unter Unsere EMail-Adresse , oder fordern Sie diese direkt in Berlin - siehe unten = Morgen-Stern - an !
Auf jeden Fall können - und sollten! - Sie Halles Buch kaufen und lesen (es wird Ihnen eine lichte Quelle sein...) :

"Und wär Er nicht auferstanden..."
Die Christus-Stationen auf dem Weg zum geistigen Menschen
Judith von Halle, Verlag am Goetheanum, CH-4143 Dornach, ISBN 3-7235-1255-0
Weitere Bücher von ihr (alle im Verlag am Goetheanum) liegen inzwischen vor:
- Das Abendmahl
- Das Vaterunser
- Von den Geheimnissen des Kreuzweges und des Gralsblutes


Volker David Lambertz



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Morgen-Stern


Eine
F r e i e . V e r e i n i g u n g . f ü r . A n t h r o p o s o p h i e
* M o r g e n s t e r n *


Liebe Freunde!
Am Himmelfahrtstage 2006 ist in Berlin die «Freie Vereinigung für Anthroposophie» begründet worden. Das Anliegen der Freien Vereinigung für Anthroposophie ist die Pflege und Unterstützung all jener Bestrebungen, die ernsthaft und authentisch dem lebendigen Wesen der Anthroposophie dienen wollen. Dabei soll deutlich werden, dass die Geisteswissenschaft, die von Rudolf Steiner auch als Gralswissenschaft bezeichnet wird, ihren Quell in dem Christus-Impuls hat. In dieser Vereinigung soll sich jeder Mensch, dem ein Vertiefen seines Christusverständnisses durch die Anthroposophie am Herzen liegt, beheimatet fühlen.
Die Freie Vereinigung für Anthroposophie versteht sich als eine Gruppe auf sachlichem Felde innerhalb der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft mit ihrem Sitz in Dornach (Schweiz) gemäß Statut 11 der Weihnachtstagung 1923/24. In dieser autonomen Gruppe können alle Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft mitarbeiten, die ein besonderes Interesse an dem Anliegen der Freien Vereinigung für Anthroposophie haben. Nichtmitglieder können gleichermaßen an der Arbeit und den Veranstaltungen der Vereinigung teilnehmen. Die Vereinigung wirkt durch Vorträge, Seminare, Symposien u.ä., sowie durch Veröffentlichungen. Sie verzichtet als solche ausdrücklich auf eine vereinsrechtliche Form zugunsten eines freien Zusammenschlusses.
Im Unterschied zu einem örtlichen Zweig schließen sich hier überregional Menschen in freier Weise zu einem geistigen Impuls zusammen, den sie als fundamental erachten für die Lebendigkeit der Anthroposophie in der Gegenwart und Zukunft.
In verschiedenen Formen kann an der Freien Vereinigung für Anthroposophie teilgenommen werden:
• Als aktiv unterstützender Teilnehmer (geistig wie finanziell)
• Als Interessent, der seine Adresse mit dem Wunsch angibt, zukünftig über Veranstaltungen oder Veröffentlichungen informiert zu werden.
• Als stiller Teilnehmer, der die Aktivitäten innerlich begleitet.

Wenn Sie Informationen erhalten oder Teilnehmer an der Freien Vereinigung für Anthroposophie werden wollen, können Sie sich an
Edda Lechner, Schloßstraße 49, 14059 Berlin
wenden, mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift.

Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen für die Gründungsteilnehmer
Peter Tradowsky


( Die originale Bekanntmachung der Gründung
[hier aus Platzgründen ohne die Nennung der Gründungsmitglieder]. )



Siehe auch: http://www.freie-vereinigung.de/



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Waldorf = Indoktrinierung mit Anthroposophie ?








Wie wirksam ist Anthroposophie ?

Dirk Randoll, Sozialforscher an der Alanus-Hochschule in Alfter, hat mit seinem Kollegen Heiner Barz von der Universität Düsseldorf ehemalige Waldorfschüler der vergangenen 50 Jahre um eine Bilanz gebeten.
Mehr als tausend Waldorfabsolventen in drei Altersklassen haben die beiden Professoren schriftlich befragt...
Dabei kommen Randoll und Barz zu der Auffassung, dass unter den Ehemaligen überdurchschniottlich viele Lehrer und Lehrerinnen, aber auch Ingenieure, Ärzte und Apotheker sind. Künstler werden Waldorfschüler nur zu fünf Prozent - das sind allerdings immerhin fünfmal so viele wie im Durchschnitt der Bevölkerung. In sozialen Berufen liegt die Zahl der Waldorfabsolventen etwa im Mittel.

Auf die Frage, wie viele Schüler einen anthroposophischen Beruf ergreifen, antwortet die Studie:
Nahezu niemand.
Nur 2,4 Prozent widmen sich als Erwachsener z.B. der Eurythmie oder werden Lehrer an einer Waldorfschule.
Die meisten sind darüber hinaus der Anthroposophie indifferent, skeptisch bis negativ eingestellt. Das darf aber auch nicht verwundern, denn die Anthroposophie spielt schon in den allermeisten Elternhäusern kaum eine Rolle.
... Ohne über die Motive der Ehemaligen zu spekulieren, kann man jedoch feststellen, dass sich die Anthroposophische Gesellschaft heute öffentlich kaum noch zu Wort meldet.



aus «Mitteilungen Anthroposophie weltweit», 2/2007, gekürzt
Siehe: Heiner Barz, Dirk Randoll: «Absolventen von Waldorfschulen - Eine empirische Studie zu Bildung und Lebensgestaltung», VS-Verlag, Wiesbaden, 2007.



Kommentar für die Gegner von Anthroposophie und Waldorfschule:
Also, keine Sorge, von den Waldorfschulen ist diesbezüglich nichts zu erwarten...
Zudem: Die Anthroposophische Gesellschaft leidet unter Mitgliederschwund und Überalterung, deren Mitglieder (die "Anthroposophen") innerhalb des Lehrkörpers der Waldorfschulen sind heute schon quantitativ eine unbedeutende Minderheit; "Waldorf" verwässert immer mehr - was uns betrifft: z.B. die «Opferfeier» (innerhalb des «freien christlichen» Religionsunterrichts) findet nur noch in wenigen Schule statt und wird fast nirgends mehr von Schülern besucht...

Die Mächte der Verdunklung sind selbstverständlich tätig...




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-> siehe auch Anthroposophie

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