Der
p o i n t
. o f . n o . r e t u r n . . .

wird er bald erreicht sein für Mutter Erde,
an dem ihre permanente und eskalierende Zerstörung
nicht mehr rückgängig zu machen ist
und wir dem Abgrund entgegenrutschen,
diesen Planeten den Todesstoß versetzt haben werden...








E s . g e h t . n i c h t . m e h r . s o . w e i t e r . . .

ökologisch nicht, sozial nicht, spirituell nicht ...







NEUE WEGE
sind
not-wendig

Das muss auf dieser Seite nicht begründet werden


Ist die «Kulturoase» ein demgemäßer Impuls ?

Immer schon wurde nach Neuen Wegen gesucht.
Im christlichen Kulturraum waren es zunächst Ordensgründungen, dann Gemeinschaften außerhalb der Kirche, wie u.a. die Katharer, oder aber auch Kinder der Reformation, die im etablierten Rahmen nicht bestehen konnten, wie z.B. die Amish-People, die dann sogar auswandern mußten.
Die Frage nach neuen Wegen, alternativen Gemeinschaften, Oasen in der Wüste der Zeit
erstand natürlich auch und gerade im 20. Jahrhundert nach den Weltkriegen
und jetzt im ökologischen und sozialen Weltkrieg des Jahrtausendbeginns...

Rudolf Steiner kam schon damals diesen Fragen entgegen und wies u.a. darauf hin,
«Kulturoasen» zu begründen,
- die gesundende Impulse in die Erde (durch die bio-dynamische Landwirtschaft [siehe «Demeter»], ökologisch)
- und dem sozialen (Dreigliederung des Staates, aber auch mesosozialer Gemeinschaft, durch den pädagogischen, heilpädagogischen Impuls und ein neues Verständnis für Arbeit) versenken,
- sowie befruchtend in das Geistesleben (durch die Anthroposophie, aber auch einer Vertiefung und Erweiterung des Religiösen) hineinwirken sollten.

Es sind besonders nach dem 2. Weltkrieg viele anthroposophische Initiativen entstanden.
Oft konzentrierte sich die Kraft auf die Ziele der Institution, auf die Pädagogik in der Schule, auf die Medizin in Krankenhäusern, die Sprachgestaltung auf der Bühne, etc. .
Eine ganzheitliche Erfassung der Dreigliederung des sozialen Organismus ist letztendlich nur in Ansätzen gelungen.
Dennoch, in vielen, ja fast allen Lebensbereichen entstanden Oasen, Quellen für eine Befruchtung ihrer Arbeits-Felder.
Es gab und gibt viele - und auch großartige - Versuche
(auch wenn wir es heute mit einer Verwässerung, einem Abwärtstrend zu tun haben, die Quantität der Forderungen überstieg das Angebot an Qualität.. So wurden z.B. immer mehr und mehr Waldorfschulen gegründet, aber es gab nicht genug - insbesondere anthroposophisch verankerte und - qualifizierte Waldorf-Lehrer...)


Das trifft auch Karl Königs Urimpuls (siehe Schale ERbilden ).
«Er erzählte mir von seinen Zukunftsvisionen: So tief und persönlich seine Liebe und seine Ehrfurcht gegenüber dem seelenpflegebedürftigen Kind war, so strebte er die notwendigen heilpädagogischen Einrichtungen nicht nur als Zweck in sich selbst an.
Gemeinschaften im Geiste der Anthroposophie Rudolf Steiners sollten einmal Inseln werden,
in denen das Leben des Geistes die Katastrophen,
welche am Ende des Jahrhunderts die Menschheit von allen Seiten überwältigen werden,
überleben kann.»
(Alfred Heidenreich, Nachruf auf Karl König, in Mitteilungen der AG in GB)

«Es ist jetzt unsere Aufgabe in Europa, eine christliche Infrastruktur zu gründen:
überall kleine und größere Einrichtungen zu schaffen,
wo intensiv geistig geübt und gearbeitet wird.
Dann haben wir die Grundlage geschaffen für unsere Zukunft
in dem großen Geisteskampf, worin wir stehen

(Bernhard Lievegoed, Heilpädagoge und Unternehmensberater, "Info3", 11/90)

«Wir als Gruppe fassen den Entschluß, eine Verantwortung zu tragen: Wir gründen ein heilpädagogisches Institut - wir machen eine landwirtschaftliche Gemeinschaft - wir machen irgendwo eine Schule - wir machen ein sozialpädagogisches Institut wie das NPI, das ist auch so eine Verantwortungsgemeinschaft. Und jeder von Ihnen, der da in einem heilpädagogischen Institut arbeitet, steht mit einer Gruppe von Menschen in einer voll bewußten Verantwortungsgemeinschaft. Da sind dann auch Menschen, die gerne mitmachen, wenn andere eine Verantwortungsgemeinschaft gegründet haben - und allmählich vielleicht selbst hineinwachsen in diese Verantwortungsgemeinschaft.
Und dort, wo solche Verantwortungsgemeinschaften entstehen, da entstehen Kulturinseln für die Zukunft. Es gab die alten Kulturinseln - zum Beispiel in der Renaissance war Florenz ja ein Kulturzentrum, aber es war eben eine Re-naissance. Es war nicht Naissance - es wurde nichts Neues geboren, es wurde Renaissance genannt. Heute müssen Gemeinden Naissancen sein. Es muß etwas Neues geboren werden. Wenn wir über Kulturinseln sprechen, dann erlebe ich bei vielen von unseren Menschen etwas, was mit dem Begriff Renaissance zusammenhängt. Man möchte wieder etwas haben, was sozusagen ein Stück Kultur ist im alten Sinne. Nun, das soll man dann auch nicht fehlen lassen, wir brauchen nicht alle in Bretterhütten zu wohnen - wir dürfen auch einmal anständige Häuser haben und auch einmal schöne Musik machen, wir dürfen auch einmal in ein Theater gehen, wenn es möglich ist - aber im Grunde genommen kommt es auf die neuen Verantwortungsgemeinschaften an. Die sind die einzigen, die Zukunftskraft haben. Denn wissen Sie, alles was noch Renaissance ist heutzutage, wird unwiderruflich zu Ende gehen. Das wird weggefegt.
Das einzige, worauf Ahriman seine Zähne kaputtbeißt, sind Verantwortungsgemeinschaften. Denen kann er nichts anhaben; solange gegenseitige Treue da ist, ist man geschützt. Wer sich in solch einer Gruppe weiß, ist niemals alleine. Das spreche ich wirklich aus Erfahrung aus. Neulich schrieb einer unserer Mitarbeiter, der vor zwei Monaten in Süd-Afrika zu wirken und schwere Aufgaben zu lösen hatte: Erst hier fühle ich, wie sehr ich Mitglied des NPI bin. Denn ohne dies könnte ich dies gar nicht machen - ohne das Wissen, daß es eine Gruppe gibt, zu der ich gehöre, könnte ich diese Aufgabe gar nicht tragen. Ich könnte sie verstandesmäßig genausogut lösen, aber ich könnte sie wesensmäßig nicht tragen. - Kulturinseln, so muß ich sagen, erlebe ich mit Zukunftskraft nur, wo sie getragen werden von einer Verantwortungsgemeinschaft. Ob nun mehr oder weniger Kultur im alten Sinne da ist - man muß vernünftigerweise auch eine Renaissance darin zulassen, sonst ist der Übergang zu schroff -, aber was ist das gegen das Neue, das Keimhafte, das man da hinein bildet, wo wirklich neue karmische Gemeinschaften entstehen aus Menschen, die vom Alten her vielleicht gar nicht karmisch gebunden sind - da ist es wohl am allerschwersten.»
(Bernhard Lievegoed, Soziale Gestaltung am Beispiel heilpädagogischer Einrichtungen, Info3-Verlag, S. 121f.)

Weder alte religiöse noch weltliche Gemeinschaftsformen können also eine zeitgemäße Fortsetzung eines anthroposophischen Gemeinschaftsimpulses sein. Wohin aber soll ein individualisiertes Geistesleben führen? Die bloße Meinungsvielfalt kann doch kein Ziel sein.
Da taucht in der Anthroposophie erstmals ein Bild auf, das alles neu durchstrahlt und gestaltet: Die aus individuellem Denken anzustrebende Erkenntnis christlicher Weisheit, die über aller Religion und intellektueller Wissenschaft steht. Vor uns liegt ein neuer Schritt, der darin besteht, in Gemeinschaften Religion, Kunst und Wissenschaft wieder zu verbinden.

«Wenn ein Mensch für einen anderen arbeitet, dann muß er in diesem anderen den Grund zu seiner Arbeit finden; und wenn jemand für die Gesamtheit arbeiten soll, dann muß er den Wert, die Wesenheit und Bedeutung dieser Gesamtheit empfinden und fühlen. Das kann er nur dann, wenn die Gesamtheit noch etwas ganz anderes ist als eine mehr oder weniger unbestimmte Summe von einzelnen Menschen. Sie muß von einem wirklichen Geiste erfüllt sein, an dem ein jeder Anteil nimmt. Sie muß so sein, daß ein jeder sich sagt: sie ist richtig, und ich will, daß sie so ist. Die Gesamtheit muß eine geistige Mission haben; und jeder einzelne muß beitragen wollen, daß diese Mission erfüllt werde.»
(Rudolf Steiner, GA 34.36, Einzelausgabe)
Ohne diese "Klammer" arbeitet der eine hier und der andere dort und wir verfolgen kein gemeinsames Ziel. Damit wird allenfalls einem gewissen Sozialdarwinismus Vorschub geleistet, wonach jeder größtmöglichen Besitz anstrebt und davon angeblich alle profitieren sollen.

Das vorbildliche Arbeiten geht sowohl nach innen als auch nach außen, worin eine gewisse Metamorphose des Wahlspruchs der iro-schottischen Mönche um Columban
«ora, lege et labora» (bete, studiere und arbeite)
gesehen werden kann. Bei dem "ora" und "lege", also dem Weg in die geistige Welt, wird jeder einzelne seine ganz individuellen Schritte tun. Im Gegensatz zu früher sollte aber viel mehr aus einer Erkraftung des eigenen Denkens erfolgen. Übersinnliche Erkenntnisse sollen das Ergebnis einer objektiv-bewussten Schulung und nicht nur einer mystisch-unbewussten Offenbarung sein. Wie der einzelne so kann auch die Gemeinschaft einen neuen Weg zur geistigen Welt finden. Zu dem traditionellen Kultusgeschehen, das ja selbst auch eine Erneuerung erfahren kann, tritt nun die Möglichkeit einer gemeinschaftlich-gewollten Zusammenarbeit mit der geistigen Welt.
"Labora", die Arbeit, wird auch heute noch ein Zeichen der Nächstenliebe sein (und immer mehr werden), doch glaube ich, dass der enge Kreis des alten Klosters eine Art Globalisierung mitmachen muss. Die alte klösterliche Selbstversorgung sollte sich für die globale oder wenigstens nationale Arbeitsteilung öffnen. Die tätige Nächstenliebe der neuen Gemeinschaft kann sich dann als ein Dienst für die Welt erweisen. Die soziale Kunst wird darin liegen, Kontemplation und Arbeit (Schulungsweg und Dienstleistung) auf einer neuen Ebene zum Ausgleich zu bringen.

Die neuen Gemeinschaften könnten ihr Geistesleben, ihr Wissen, ihr Religionsverständnis, ihr Christusverständnis, ihre Ruheoase als Dienstleistung allen Menschen anbieten, vor allem als einen pädagogisches Dienst an die Jugend. Aber auch Erwachsene könnten psychologische, weltanschauliche Hilfe erfahren.
Ganz besonders möchte ich die heilenden Dienste nennen, die zudem auf eine besondere Veranlagung der mitteleuropäischen Völker treffen. So könnte eine Ausstrahlung bis in weit entfernte Regionen entstehen.

Auch die alten Klöster bieten Wochen der Besinnung o.ä. an. Ganz zu schweigen von den abertausend Angeboten spiritueller Gruppen verschiedenster Richtungen. Hier tritt der anthroposophische Christus-Impuls in einen "gesunden Wettbewerb" und muss sich beweisen. Die Preise der Dienste sollten auf der Grundlage der Selbstkosten basieren und bei zunehmender Selbstversorgung gegen Null tendieren.


Von welchen geisteswissenschaftlichen Impulsen die neuen Gemeinschaften schwerpunktmäßig ihren Ausgang nehmen könnte, sollen die nachfolgenden Abschnitte * als ein bescheidener Versuch einer konzentrierten Darstellung der Grundlinien der Geisteswissenschaft erläutern. Damit soll einer vielfältigen Gestaltung nicht vorgegriffen werden, sondern einem bewussten Entschluss zum Beitritt in die Wahlgemeinschaft eine notwendige Urteilsgrundlage geboten werden.
(Werner Breimhorst)


Innerhalb dieser Website habe ich (VDL) immer wieder versucht deutlich zu machen,
dass auch und gerade ein «freies christliches» Christ-Sein nicht bei einer "schönen" - wenn auch "freien" - Liturgie stehen bleiben soll und darf.
Christ-Sein umfasst gewiss die ganze Schöpfung Gottes!
Deshalb haben wir nicht nur eine soziale Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen,
sondern genauso gegenüber der Tier- und Pflanzen- und Erdenwelt.
All dies hätte eine Freie Christen-Gemeinschaft zu berücksichtigen,
will sie Oase, Quelle sein . . . und das will sie ja doch...

Diese Website schaut insbesondere auf die kultische Seite eines michaelisch-urielischen Christ-Seins.
Zur Fragen GEMEINSCHAFT BAUEN finden Sie in dieser Perspektive in den Seiten von
Gemeinschaft bauen weitere interne Links / Hinweise dazu,
bzw. schauen Sie im INHALT Website nach !

Gerne stehe ich Ihnen für konkretere Fragen zur Verfügung,
melden Sie sich einfach per eMail -> Unsere EMail-Adresse !
















-> siehe auch Neue Welt


-> zu Gemeinschaft bauen
->
zum Inhaltsverzeichnis der Website : INHALT Website