die Wahrheit ...



Meldung seitens der «Christengemeinschaft»
(Wolfgang Gädeke und Christward Kröner) :
"Die Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung fälscht die Texte DER Christengemeinschaft"

Fälschung der Texte Rudolf Steiners ?
Durch wen ? ! :
Besitzansprüche und Fälschungen durch die «Christengemeinschaft»

Ungeheuerlich, ja skandalös wäre die Entdeckung, dass «Die Christengemeinschaft»,
die mit Argusaugen darüber wacht, dass kein Komma in IHREM Text verändert wird,
selbst die Texte Rudolf Steiners wissentlich (denn sie ist von der Nachlassverwaltung darauf deutlich hingewiesen worden) und zwar zugunsten des eigenen Monopolanspruches falsch wiedergibt (in ihren "internen" Ausgaben, auf die sie ihren Auftrag gründet, die zu veröffentlichen sich aber weigert) !
Dem soll folgend nachgegangen sein:


"Fälschungen" der «Christengemeinschaft» ? :

1. Zur Weigerung der Veröffentlichung der Gründungs- und Sakramentstexte:
Seit je hat sich «Die Christengemeinschaft» gegen die Kenntnisnahme ihrer Gründungsabsichten und -akten, gegen eine Veröffentlichung der «Vorträge über christlich-religiöses Wirken» Rudolf Steiners (GA 342-346, siehe deren Inhaltsverzeichnis: Rudolf Steiners Kurse ) gewehrt.
Warum ? (Wolfgang Weihrauch im Interview mit Rudolf Gädeke [Priester der CG und Verfasser eines zweifelhaft tendenziösen Werkes über Religion und Anthroposophie] in «Flensburger Hefte», So.9 : )
Weihrauch: «Welcher gute Grund ist es, der dafür spricht, dass man die Ritualtexte nicht drucken sollte?»
Gädeke: «Ganz einfach deswegen, weil sie zum Hören da sind und weil an die Tatsache, dass man mit ihnen studierend umgeht, gewisse Bedingungen geknüpft sind, nämlich die des Priesterwerdens und Priesterseins.» (Das ist auch die offizielle Meinung der Priesterschaft und Hierarchie der «Christengemeinschaft».)
So betitelte die «Christengemeinschaft» diese Vorträge (mit u.a. den Ritualtexten) als «Priesterkurse», deren Kenntnisnahme nur den Priestern der «Christengemeinschaft» zustände.
Die Wahrheit ist aber, dass an diesen Kursen Rudolf Steiners auch die freien christlichen Religionslehrer, die Mitglieder des Vorstandes der Anthroposophischen Gesellschaft und verschiedene andere Anthroposophen eingeladen waren und teilnahmen, und selbst von den speziell - zur Gründung einer neuen Kirche - angesprochenen Teilnehmern blieben lange nicht alle beim Begründerkreis der «Christengemeinschaft» oder wollten Priester werden.
Die Bedingung Rudolf Steiners war also nicht das "Priesterwerden-Wollen" !!

Zwei Belege wesentlicher Veränderungen durch die «Christengemeinschaft» :


Der Original-Text Steiners :
« Ein Teilnehmer: Wenn ein Gemeindemitglied verlangt, es möchte den Text
(der «Menschenweihehandlung» der «Christengemeinschaft» -VDL) haben?
Rudolf Steiner: Das kann nur dann eine Bedeutung haben, wenn Sie es für gut halten für seine Seelenentwicklung. »

In der "internen Ausgabe" der «Christengemeinschaft» :
« Ein Teilnehmer: Wenn ein Gemeindemitglied den Text haben möchte, um ihn durchzumeditieren?
Rudolf Steiner: Das ist zu verweigern, das kann nur dann eine Bedeutung haben, wenn Sie es für gut halten für seine Seelenentwicklung. »

-> Sie bemerken, hier taucht «um ihn durchzumeditieren» und vor allem in der Antwort Steiners
«Das ist zu verweigern» auf.
Laut Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung «gibt es keinerlei Unterlage» für diesen Passus,
«er wurde in der internen Ausgabe an dieser Stelle hinzugefügt, ist jedoch nicht authentisch




2. Sicherung der Monopolstellung :
Da eine Veröffentlichung dieser "Priester"-Kurse Rudolf Steiners durch die Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung (die die Rechte an diesen Texten hält) nicht zu verhindern war, ist das allerneuste Vorgehen, die Richtigkeit der von ihr veröffentlichten Texten zu verneinen und sogar der Nachlassverwaltung Fälschung vorzuwerfen (u.a. in «Flensburger Hefte») ... ! (Das ist ein Tausch der Täter-/Opferrolle...)
Warum «Die Christengemeinschaft» so penetrant versucht die Herausgabe dieser Texte Steiners zu verhindern oder wenigstens gewisse Kernaussagen zu verschleiern, wenn sie schon nicht zu verhindern sind, ist nicht schwer zu erkennen, wenn man sich die Klage Rudolf Steiners (siehe Zur "Christengemeinschaft") anhört (dass die «Christengemeinschaft» eben nicht die Kirche DER Anthroposophen sein soll ...was sie aber mangels Zuspruch von außerhalb wurde) und die bis heute ausstehende Kurskorrektur bedenkt.

Wer also "fälscht" hier ? :

Original Steiner:
« Nur würde ich unter allen Umständen empfehlen, die Sache nicht so zu versuchen , dass mit Bezug auf die anthroposophischen Zweige und so weiter ein Sichzusammenschließen angestrebt wird... »

In der «internen Ausgabe»
fehlt dieses «nicht» ( : « ...empfehlen, die Sache so zu versuchen, dass... ein Sichzusammenschließen angestrebt wird... » ) und sagt damit aus, dass ein Sichzusammenschließen anzustreben wäre.

-> Das ist natürlich von eklatanter Bedeutung und Wirkung, denn (im Prinzip) alle konkreten Aussagen Steiners zum Verhältnis AG und CG (siehe insbesondere Zum Verhältnis von CG und AG ) beinhalten dieses «nicht» !!
Wenn man aber allerdings "Anthroposophen-Kirche" geworden ist, bzw. vor allem Anthroposophen zur Klientel hat, passt solch ein «nicht» nicht zur Realität...




Wenn man solche gravierende Veränderungen des Originals vor sich hat, ist nicht nur verständlich, sondern selbstverständlich (und auch juristisch und erst recht spirituell zwingend), dass die Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung für die Herausgabe des Zyklus «Vorträge über christlich religiöse Erneuerung» (gegen den sich die «Christengemeinschaft» [aktuell durch deren Priester Wolfgang Gädeke und Christward Kröner -Mitleiter des Priesterseminars Hamburg- ] wehrt) die Originalstenogramme und -aufzeichnungen benutzt und nicht, wie von der «Christengemeinschaft» gefordert, die «interne Ausgabe der Priesterschaft .. da sie bereits Änderungen enthält, deren Herkunft unklar ist.»


Änderungen! ... wozu?
Man möchte den eigenen Mitgliedern (Außenstehenden sowieso) diese unvorteilhaften Angaben / Informationen (und vor allem die Kultustexte ["nur für den Priester" ] ) nicht zur Kenntnis geben...

Und 2.: man kommt auch nach 70 Jahren immer noch nicht ohne die anthroposophische Scene aus.
Dass das aber eigentlich der falsche Kurs ist, soll nicht allzu bekannt werden.
Und wenn man "nachweisen" kann, dass Rudolf Steiner diese Bevormundung und Einvernahme der Anthroposophen selbst befürwortet habe, ist das doch ganz praktisch... ?
...nur, er hat es nicht gesagt...


Eine Tragik die auch die Mittebildung der Anthroposophischen Gesellschaft schwer beeinträchtigte...
(siehe frei + christlich, Fußnote 69, etc.)
Da die «Christengemeinschaft» vielfach und offiziell und auch öffentlich sich der Veröffentlichung und der Kenntnisnahme dieser "Priesterkurse" widersetzte, fällt es schwer anzunehmen, dass solche gravierende "Unzulänglichkeiten" der «internen Ausgabe» der "Priesterkurse" der «Christengemeinschaft» Einzelfälle und vor allem ein Versehen sind... (zur Korrektur hatte man Jahrzehnte Zeit... aber sie passen nicht ins Konzept).

Natürlich ist die Problematik vielfältiger,
allein dieser eine Blick darauf ist relativ vielsagend... und erschreckend...
Warum es dagegen keinen Aufstand gibt ?
Den kann sich keine Seite leisten: Die «Christengemeinschaft» aus oben genannten Gründen nicht, die «Anthroposophische Gesellschaft» nicht, weil die übergroße Mehrheit ihrer Mitglieder Mitglied in der «Christengemeinschaft» sind... Die Rücksichtnahme auf diese Mehrheit und deren Einfluss (auf allen Ebenen) verhindert objektive Information und erst recht Maßnahmen zur Korrektur...
Andererseits sind für die (allermeisten) Mitglieder der «Christengemeinschaft» solche Methoden so undenkbar, dass man nicht in der Lage ist Hinweise darauf ernst zu nehmen, sondern sie werden als gegnerisch böswillig mit heiligem Zorn zurückgewiesen. (Die Erde ist eben eine Scheibe...)
Davor stehe ich fassungslos: die Weigerung wahr-zunehmen...
VDL








( Die nicht gekennzeichneten Zitate sind aus der Stellungsnahme Ulla Trapp's
- als Herausgeberin der "Priesterkurse" - aus der Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung, CH-Dornach.
Siehe auch in «Das Goetheanum», Nr.24/2002)




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