Einige Hinweise Rudolf Steiners zur Wirkung
der Substanzen und des Sakramentalen :



Wir bevölkern den Astralplan fortwährend mit Wesenheiten, indem wir dies oder jenes tun. Denken wir uns diesen Gedanken klar aus, dann haben wir den Sinn der kirchlichen Zeremonie: nämlich nicht beliebige Dinge vorzunehmen auf dem physischen Plan, sondern solche, die sinnvoll sind, wodurch sinnvolle Wesenheiten auf dem Astralplan entstehen. Wenn man zum Beispiel mit Weihrauch räuchert, macht man etwas Planvolles; man verbrennt bestimmte Stoffe und schafft Wesenheiten von einer bestimmten Sorte. Wenn man ein Schwert nach vier Seiten durch die Luft führt, schafft man ein bestimmtes Wesen. Ebenso der Priester, wenn er bestimmte Handbewegungen macht bei bestimmten Lauten, wie zum Beispiel bei o, i, u, verstärkt durch die Wiederholung: Dominus vobiscum. Der Klang ist regelmäßig angeordnet, die Luft wird in bestimmte Erschütterungen gebracht, die dadurch verstärkt werden, dass man bestimmte Handbewegungen macht, und es wird eine Sylphe hervorgerufen. Auch Zeichen, Griff und Wort der Freimaurer bringen bestimmte Gebilde hervor, die eine Gesetzmäßigkeit in der physischen Welt ausdrücken. Durch planvolles Gebrauchen dieser Worte schafft man ein Band von einem zum andern, man hüllt sich ein in eine astrale Materie, die durch Zeichen, Griff und Wort geschaffen worden ist. Der Mensch tut das alles natürlich auch im gewöhnlichen Leben fortwährend. Aber da tut er es unsystematisch, er schafft sich widersprechende Wesenheiten. Die Kunst besteht darin, vom physischen Plan auf höhere harmonisch hinaufzuwirken. In den Kultuszeremonien sollen durch bestimmte Handlungen nicht widersprechende, sondern harmonische Wesenheiten erschaffen werden.
(30.10.1905, GA 93a/27, S.219f)

Dieses ist dasjenige, was als Gesinnung der Priester begleiten lassen kann das Sakrament, wo er zurückträgt die geistige Welt, denn die geistige Welt haftet an dem Sakrament durch die Einrichtung des Kultus.
Der Kultus verbindet mit der physischen Substanz das Geistige eben kraft der inneren Einsichten, wie das Geistige zusammenhängt mit der Materie. Physische durchgeistigte Wesenheit wird in den Menschen zurückgeführt und die Beziehung wird in dem Menschen hergestellt, die seinen astralischen Leib innerhalb des physischen Leibes und des Ätherleibes, sein Ich innerhalb des physischen und Ätherleibes mit dem göttlich-geistigen Dasein der Welt verbindet. (5.9.1924, GA 318, S.128)

Mit den Symbolen, mit dem Sakramentalismus, mit der Kultushandlung wirkt man aber tiefer hinein, bis in den Ätherleib. Das heißt, man beeinflusst direkt die ganze Anlage der Denkrichtung des Menschen. (GA 167/9, S.209)

Dasjenige, was der Priester hier tut, indem er vor der Leiche steht, seinen Kultus verrichtet, das hat sein Ursprungsbild in der anstoßenden übersinnlichen Welt, wo, während wir hier vor dem physischen Leibe und dem eigentlich noch immer anwesenden Ätherleibe den irdischen Kultus verrichten, der himmlische Kultus verrichtet wird von der anderen Seite, von den Wesenheiten der anderen Seite des Daseins, - wo das Seelisch-Geistige empfangen wird mit dem Empfangs-Kultus, wie wir hier mit dem Abschieds-Kultus vor der Leiche stehen. Nur dann ist ein Kultus eine Wahrheit, wenn er diesen realen Ursprung hat. Und so sehen Sie, wie in das irdische Leben das überirdische Leben hereinspielt, das überirdische Leben überall da ist. Verrichten wir einen wahren Totenkult, so korrespondiert diesem Totenkult die übersinnliche Handlungsweise. Das wirkt zusammen. Und ist Andacht, Wahrheit, Würdigkeit in dem Totengebet, so klingen in dem Totengebet die Gebete der Wesenheiten der höheren Hierarchien in der übersinnlichen Welt mit. Sie vibrieren mit. Da spielt geistige Welt und physische Welt zusammen.
(27.6.1924, GA 236/19, S.362)







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