Christen-Gemeinschaft



Eine Frage kommt immer wieder:
Kann man denn so ungebunden Christ sein, wo ist bei Euch die Gemeinschaft ?

Ja, welche Gemeinschaft ?
Muss denn eine "Gemeinschaft" immer so aussehen wie eh und je,
ansonsten ist es keine "Gemeinschaft" ?
Sind denn die traditionellen "Gemeinschaften" überhaupt Gottgegeben und zeitgemäß, werden sie den Forderungen der Zukunft gerecht ?
Was sind denn überhaupt die Forderungen der Zukunft an eine Christen-Gemeinschaft ?
"Viele Wege führen nach Rom." Unser Weg geht nicht nach Rom, sondern IHM entgegen der mittlerweilen überall west. So kann man ihn ggf. auch in Rom finden oder in Indien, etc. . Jeder wird da den ihm gemäßen Weg geführt werden, vor allem wenn er wach dafür ist.
Wir steigen alle den gleichen Berg - zu Gott - hinauf, aber ein jeder auf seinem Weg, teils in großer Gemeinschaft, teils einzeln, teils vom Norden, teils vom Süden ... aus unterschiedlichsten Perspektiven und mit ganz verschiedenen Schwierigkeitsgraden des Aufstiegs...
Ein "freier" christlicher Weg ist dabei sicherlich kein Weg für jedermann!
Deshalb ist er aber kein exclusiver, sektiererischer.
Es geht hierbei auch in keinster Weise um eine Bewertung, das ist uns in der Regel garnicht möglich.
Was kennzeichnet einen "freien christlichen" Weg und damit dessen "Gemeinschaftsform" ?
Nicht das was historisch hinter uns liegt, was aus der Vergangenheit kommt: hierarchische Strukturen, die Trennung der Christen-Geschwister in einen Kleriker- und Laienstand, Dogmen die meinen Weg bestimmen.
Was und wer kommt denn aus der Zukunft ?
Christus!
Was war sein "Gemeinschaftsmodell" ? :
"Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen!" ...
Die Liebe!
Christus hat nämlich selbst keine Kirche, keine "Körperschaft des öffentlichen Rechts" gegründet, keinen Priesterstand eingesetzt, im Gegenteil...
Aus der Ordnung der Liebe ergibt sich Seine soziale Ordnung!
Muss, darf diese also institutionalisiert sein/werden ? Sie muss es nicht.
So sind wir nur IHM verantwortlich als "Christen", aber stehen gleichzeitig in der Verantwortung, auf Seine Offenbarung lebendig und praktisch zu antworten.
Und wir antworten im urchristlichen Sinne, wir suchen Seine Nachfolge als Seine Jüngerschaft die keinem "Jesus-Verein" angehört, aber doch verbindlich sich IHM verschrieben hat und sich in Treue miteinander verbinden soll.
Das betrifft die «Freie christliche Arbeits-Gemeinschaft» und ggf. eine «Gemeinschaft Freier Christen» (die ja beide noch im Aufbau, Zukunft sind).

VDL




Die Macht der Gemeinschaft



Menschen finden sich, die einen Impuls gemeinsam haben.
Ein Impuls ist eine konkrete geistige Kraft, die als ein reales Ideal Besitz von ihnen ergriffen hat und dem sie ihr Leben weihen wollen. Diesen Impuls haben sie auch in dem Andern erkannt, und sie treten zusammen zu dem Gelöbnis, dieser Kraft, die sie als ein Höheres, als etwas im Verhältnis zum Menschen Vollkommeneres erleben, die Treue zu halten und einander in diesem Streben zu unterstützen. So bilden sie eine Schale, die das lebendige Wirken dieser Kraft auffängt. Es ist die Form, die dem Geist erst Macht verleiht. - Im Gegensatz zur "Gemeinschaft" stehen die Gefährten mit dem Rücken zueinander: Jeder steht in seinem eigenen Arbeitskreis. Man braucht einander nur selten zu begegnen. Aber bei jedem Schritt im Leben spürt man die geistige Anwesenheit aller anderen: mahnend oder helfend, um die Situation im Sinne des Impulses zu meistern.

... was in der Gemeinsamkeit begnadend empfangen (und auch erarbeitet) ist, ist nicht zur Erbauung der Mitglieder da. Es will gesundend ausfließen in die Gesellschaft ... übernimmt die Gemeinsamkeit als Ganzes die Verantwortung. Sie sendet aus und verpflichtet sich dadurch, geistig die Arbeit der Gesandten nicht nur mitzuvollziehen - das ist ja der Grund ihres Daseins -, sondern diese mit ihren Gebeten oder Meditationen weiterzubegleiten. Die Aussendung hat ein biblisches Urbild. ... Wenn sie dann zurückkehren, zeigt sich, dass Er sie auf ihrem Weg begleitet hat (Lk.10). So mag auch die Schale, also der Zusammenklang der Mitglieder, hinter und neben den Gesandten stehen, ihre Mission zu unterstützen. Dann können sie 'Lämmer unter Wölfen' sein...
Es ist das Mehr, das dem Gesandten mitgegeben wird, und, um der Gerechtigkeit willen, auch das Weniger, das für die Gemeinsamkeit übrig bleibt.
Dieter Brüll, «Bausteine für einen sozialen Sakramentalismus», S.164 & 157.



Wahre Gemeinschaftsbildung ist ein Mittel zur Herbeirufung helfender göttlicher Kräfte, sie ist schließlich ein Mittel zur Verwirklichung des neuen Kommens Christi selbst.
Emil Bock, «Michaelisches Zeitalter»














Siehe zum Thema:

-> Gemeinschaft bauen
-> weitergehen
-> Der "Christus-mit-mir"
-> Christen-Gemeinschaft?
-> Schale ERbilden
-> Kulturoasen

-> Siehe auch : Neue Welt
-> Siehe zu einem Kultus-Trage-Kreis : Freie christliche AG
-> Siehe die Säulen + Leitsterne dargestellt in : Gemeinschaft Freier Christen !
-> Siehe konkrete Beispiele : Gemeinschaft - praktisch



-> zum INHALT der Website